Debatte über möglichen Beauftragten gegen Muslimfeindlichkeit: „Notwendiger denn je“


Demonstration der AfD gegen den Neubau einer Moschee © Marijan Murat (dpa)
„Es wäre ein Ausdruck unserer freiheitlichen Grundordnung“: Die Linke hat sich für einen Bundesbeauftragten gegen Muslimfeindlichkeit ausgesprochen. Für die Parteichefin der Linken, Katja Kipping, ist es notwendig, Gläubige vor Hass zu schützen.

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In der „Welt“ (Donnerstag) griff Parteichefin Katja Kipping einen entsprechenden Vorstoß von Aiman Mazyek, Präsident des Zentralrats der Muslime, auf. „Es wäre ein Ausdruck unserer freiheitlichen Grundordnung, dass nicht nur alle hier lebenden Menschen ihren Glauben praktizieren können, sondern dass wir Gläubige auch vor Hass und Diffamierung schützen“, so Kipping.

Auch SPD und Grüne zeigten sich offen für die Idee. „Muslimfeindlichkeit ist ein Thema, das wir sorgsam im Blick haben müssen“, sagte der Innenexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Lars Castellucci. „Wir werden mit dem Zentralrat das Gespräch darüber suchen, welche Maßnahmen geeignet sind, sich dem gemeinsam zu stellen.“

„Werbung für die Werte unserer Verfassungsordnung“

Filiz Polat, bei der Grünen-Bundestagfraktion zuständig für den Islam, bezeichnete die Forderung des Zentralrats als „mehr als nachvollziehbar“. Antimuslimischer Rassismus erfahre „trotz zunehmender Islam- und Muslimfeindlichkeit in Deutschland insgesamt noch eine unzureichende Wahrnehmung“.

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