Thailand: Mönche, Militär und Monarchie


Der Buddhismus ist eine von drei Stützpfeilern des Thai-Seins. Beinahe 95 Prozent der Thailänder sind buddhistisch. (imago / Thitinun Sampiphat)
Lange galten Mönche in Thailand als Vorbilder und Stützen der Monarchie. Doch ihr Ruf hat ebenso gelitten wie der des Königs. Die Strömung der engagierten Buddhisten setzt darum auf Erneuerung: Man engagiert sich sozial und kritisiert politische Missstände, etwa mangelnde Meinungsfreiheit.

Von Margarete Blümel | Deutschlandfunk

„Um uns zum Nichtstun zu verführen, säuselt man uns immer wieder veraltete Sprichworte vor – wie ‚Ein starker Strom lässt sich doch nicht mit einem Boot blockieren!‘ Aber wenn wir eine Reihe von Booten quer über den Fluss verankern, könnten wir dann nicht zumindest den Strom verlangsamen – oder sogar die Flussrichtung verändern?“

Sulak Sivaraksa: „Ich hasse die Vertreter unserer Militärdiktatur nicht. Und ich sage ihnen stets die Wahrheit. Sie sind nur mittelmäßig und haben keine Führungsqualitäten. Aber Diktatoren hören es natürlich gern, wenn man ihnen kundtut, wie wunderbar sie sind. Wenn sie hierzulande einmal etwas Gutes bewirkt haben, will ich das gern erwähnen. Aber meistens ist das Gegenteil der Fall. Und ich fürchte mich nicht davor, sie damit zu konfrontieren.“

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