Erstmals Katze in Österreich mit „orientalischem Augenwurm“ infiziert

Symbolbild – Fabry / Die Presse
Der von speziellen Fruchtfliegen übertragene Fadenwurm „Thelazia callipaeda“ befällt den Bindehautsack und die damit verbundenen Augengewebe von Haus- und Wildtieren, aber auch von Menschen.

Die Presse.com

In Europa wurden in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt Infektionen mit dem „orientalischen Augenwurm“ bei Haustieren und Menschen festgestellt. Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien berichten nun vom ersten Fall der Augenkrankheit bei einer österreichischen Katze. Sie empfehlen deshalb Human- und Tiermedizinern, bei Bindehautentzündungen einen Befall mit dem Augenwurm zu erwägen.

Der von speziellen Fruchtfliegen übertragene Fadenwurm „Thelazia callipaeda“ befällt den Bindehautsack und die damit verbundenen Augengewebe von Haus- und Wildtieren, aber auch von Menschen. Da der Parasit ursprünglich in Ländern des Fernen Ostens vorkam, wird er häufig als „orientalischer Augenwurm“ bezeichnet. Der erste Fall in Europa wurde 1989 in Italien beschrieben, die Infektionen breiteten sich in den Jahren darauf zunehmend in immer mehr europäischen Ländern aus.

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Im Namen der Religionsfreiheit – Ausstellung in Baden-Württemberg zeigt Kopftuch von Fereshta Ludin

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Fereshta Ludin, Lehrerin und Autorin kämpfte für ihr Recht an Schulen mit Kopftuch zu unterrichten. Nun soll ihr Kopftuch ab Dezember 2019 in Stuttgart im Haus der Geschichte ausgestellt werden.

islam.de

Das Kopftuch von Fereshta Ludin kommt ins Museum. Die muslimische Lehrerin zog als Erste vor das Bundesverfassungsgericht, weil sie das Kleidungsstück im Unterricht tragen wollte. Ihr Kopftuch steht im Zentrum einer Sonderausstellung zur Symbolik von Hauben, Helmen, Hüten oder Tüchern, wie das Haus der Geschichte Baden-Württemberg am Freitag in Stuttgart mitteilte. Unter dem Motto „Hut ab! Pickelhaube, Pussyhat und andere Kopfgeschichten“ werden religiöse und politische Hüte wie eine Kippa, ein Suffragetten-Hut oder ein Zylinder gezeigt. Die Schau ist ab Dezember zu sehen.

Ab dem kommenden Jahr sind drei Ausstellungen zu den Gefühlen Gier, Hass und Liebe geplant. Museumsdirektorin Paula Lutum-Lenger betonte, das Haus wolle die Stimmung in Deutschland aufgreifen und über Emotionen historische Entwicklungen wie Säkularisierung oder Kolonialisierung aufgreifen. Auch soll thematisiert werden, wie Gefühle Menschen motivierten oder manipulierten.

Während der Umbauarbeiten im Stuttgarter Alten Schloss zeigt das Haus ab Juli rund ein Jahr lang eine Ausstellung, die sich mit den Widerstandskämpfern um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg befasst. Sie hatten am 20. Juli 1944, also vor 75 Jahren, ein Attentat auf Adolf Hitler verübt. Die Erinnerungsstätte ist während dieser Zeit geschlossen.

Gehirn: Alkohol wirkt noch Wochen nach – Alkoholbedingte Schädigung des Denkorgans schreitet trotz Abstinenz weiter fort

Wer ständig zu alkoholischen Getränken greift, schadet auf Dauer seinem Gehirn. © DAJ/ thinkstock
Lange Nachwirkung: Unser Gehirn erholt sich offenbar weniger schnell von den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums als bislang gedacht. Wie Untersuchungen zeigen, bilden sich alkoholbedingte Hirnschäden auch bei konsequenter Abstinenz zunächst nicht zurück. Im Gegenteil: Die Schädigung schreitet sogar noch weiter fort – und das mindestens sechs Wochen lang. Dies unterstreicht den Forschern zufolge, wie wichtig langfristige Abstinenzperioden sind.

scinexx

Wer zu viel Alkohol trinkt, riskiert auf Dauer seine Gesundheit. Der übermäßige Genuss von Wein, Bier und Co kann unter anderem zu Leberschäden führen sowie kardiovaskuläre Erkrankungen und Krebs begünstigen. Außerdem leidet das Gehirn: Alkoholbedingte Schädigungen des Denkorgans haben oftmals Defizite in Sachen Urteilsvermögen, Konzentrations- und Gedächtnisleistung zur Folge. Denn der Alkohol schadet vor allem der weißen Substanz des Gehirns, die eine wichtige Rolle für Lernprozesse und Gedächtnisbildung spielt.

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Affenfelsen: EU versucht Tricks im Brexit-Streit

„Schaumeffekt“ am Affenfelsen. Foto: Benjamín Núñez González/ CC BY-SA 4.0
Die EU nennt Gibraltar nun „Kolonie“ und deutet damit die Möglichkeit an, spanische Ansprüche zu unterstützen

Ralf Streck | TELEPOLIS

Das Ergebnis der Abstimmung zur Visumsfreiheit für Briten nach dem Brexit war in der vergangenen Woche mit 502 Ja-Stimmen und 81 Nein-Stimmen (29 Enthaltungen) im Europaparlament sehr klar. Mit Blick auf einen harten Brexit wurde weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit nun das Visaregime geändert. In diesem Zusammenhang wurde den Briten zugleich aber massiv vor das Schienbein getreten.

In einer Fußnote wird nämlich Gibraltar, das Großbritannien als „Überseeterritorium“ bezeichnet, nun erstmals eine „Kolonie der Britischen Krone“ genannt und von „Kontroversen zwischen Spanien und dem Vereinigten Königreich über die Souveränität über Gibraltar“ gesprochen. Das hat in Großbritannien viele geärgert und wird von Spanien als diplomatischer Sieg gefeiert. In einigen britischen Medien wird von einer „Warnung“ gesprochen.

Doch auch auf einer anderen Ebene ist eine historische Entscheidung gefallen, denn faktisch wird Großbritannien nun schon nicht mehr als EU-Mitglied gesehen. Eigentlich bestand Einigkeit darin, dass Briten für Reisen in EU-Länder eine Visabefreiung für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen gewährt wird, wenn auch die britische Regierung ihr Versprechen einhält, keine Visa für EU-Bürger zu verlangen. Einige britische Abgeordnete stimmten aber mit Nein, weil sie mit dem Begriff „Kolonie“ in der Fußnote nicht einverstanden waren.

„Die Sicherung visafreier Reisen im Falle eines Brexits ohne Abkommen ist von entscheidender Bedeutung“, sagte zum Beispiel der konservative Abgeordnete Dalton. Er konnte wegen der neuen Terminologie zu Gibraltar aber nicht „mit gutem Gewissen“ dem Gesetz zustimmen, da die Bevölkerung in Gibraltar mit großer Mehrheit im Königreich bleiben will. Ganz ähnlich ging es dem Labour-Abgeordneten Claude Moraes, der deshalb ebenfalls mit Nein gestimmt hat.

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Missing Link: Luhmanns Denkmaschine endlich im Netz

Bild: heise online
Ab sofort können Sie online im Zettelkasten des Bielefelder Großdenkers Niklas Luhmann blättern. Wir haben erste Exkursionen in sein Textlabyrinth unternommen.

Von Pit Noack | heise online

Der Zettelkasten des Soziologen Niklas Luhmann (1927-1998) ist nicht nur in Fachkreisen legendär. Rund 90.000 handschriftliche Notizen versammelte Luhmann im Laufe von fünf Jahrzehnten in dem hölzernen Büromöbel. Ihm ging es dabei um weit mehr als die Akkumulation von Gedanken, Zitaten und Literaturangaben: Ein ausgeklügeltes Anschluss- und Verweisungssystem machte seine Zettelsammlung zu einem „kompetenten Kommunikationspartner“, der Ideen und Überraschungen hervorbringt.

In rund 50 Monographien und 600 Aufsätzen hat Luhmann seine soziologische Systemtheorie ausbuchstabiert. Damit schuf er quasi im Alleingang eines der umfassendsten Theoriegebäude des 20. Jahrhunderts. So unterschiedliche Themen wie Kunst, Wissenschaft, Massenmedien und sogar Intimbeziehungen verhandelt die Systemtheorie in einem einheitlichen Begriffsrahmen.

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Wieder Augenwischerei zur Genetik der Depression

Depressionen können ein Leben vernichten, sind aber entgegen der Meinung mancher Forscher vor allem psychosozial bedingt. (Foto: RyanMcGuire, Pixabay-Lizenz)
Münchner MPI für Psychiatrie fällt erneut mit unseriöser Pressemitteilung auf

Von Stephan Schleim | Menschenbilder Blog

Wir haben uns hier bereits mehrmals mit den Ursachen psychischer Störungen und vor allem von Depressionen beschäftigt. Anlass war eine Initiative der Stiftung Deutsche Depressionshilfe unter Leitung Professor Ulrich Hegerls, Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Leipzig, die uns dazu aufrief, die biologische Forschung zu psychischen Störungen ernster zu nehmen.

Die Stiftung hatte damals über ein Meinungsforschungsinstitut herausfinden lassen, für wie relevant die Allgemeinbevölkerung biologische gegenüber psychosozialen Ursachen hielt. Ergebnis: Für 65% waren die biologischen, für 91% die psychosozialen Faktoren von Bedeutung (Was sind Ursachen von Depressionen?).

Ich argumentierte gegen die Initiative der Stiftung, dass die Allgemeinbevölkerung dem Trend nach genau richtig liege, denn immerhin ist es ja Stand der psychiatrischen Forschung, dass die gefundenen genetischen Risiken minimal sind. Sie sind allenfalls für die Forscher interessant, die damit Studie um Studie publizieren können, für ihre Lebensläufe und ihre Forschungsmittel, bleiben aber allesamt bedeutungslos für die Praxis.

Nicht ohne Grund scheiterte ja das Großprojekt der amerikanischen Psychiater, die Diagnosen ihres DSM-5 von 2013 auf ein neurobiologisches Fundament zu stellen: Für keine der mehreren Hundert darin unterschiedenen psychischen Störungen ließ sich auch nur ein einziges biologisches Diagnosemerkmal anführen, obwohl man seit über 170 Jahren danach sucht.

Bedeutung schwerer Lebensereignisse

In einem Folgeartikel legte ich noch einmal nach, nachdem ich selbst ein paar Studien über Risikofaktoren psychischer Störungen gesichtet hatte. Die gefundenen Effekte für psychosoziale Faktoren – vor allem schwere und schwerste Lebensereignisse wie Todesfälle, erlebte Misshandlung, Verlust der Arbeit – waren um ein Vielfaches größer als die der genetischen Faktoren (Mehr über Ursachen von Depressionen).

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How Information Got Re-Invented

Illustration by Jessica Lin/NAUTILUS
The story behind the birth of the information age.

By Jimmy Soni & Rob Goodman | NAUTILUS

With his marriage to Norma Levor over, Claude Shannon was a bachelor again, with no attachments, a small Greenwich Village apartment, and a demanding job. His evenings were mostly his own, and if there’s a moment in Shannon’s life when he was at his most freewheeling, this was it. He kept odd hours, played music too loud, and relished the New York jazz scene. He went out late for raucous dinners and dropped by the chess clubs in Washington Square Park. He rode the A train up to Harlem to dance the jitterbug and take in shows at the Apollo. He went swimming at a pool in the Village and played tennis at the courts along the Hudson River’s edge. Once, he tripped over the tennis net, fell hard, and had to be stitched up.

His home, on the third floor of 51 West Eleventh Street, was a small New York studio. “There was a bedroom on the way to the bathroom. It was old. It was a boardinghouse … it was quite romantic,” recalled Maria Moulton, the downstairs neighbor. Perhaps somewhat predictably, Shannon’s space was a mess: dusty, disorganized, with the guts of a large music player he had taken apart strewn about on the center table. “In the winter it was cold, so he took an old piano he had and chopped it up and put it in the fireplace to get some heat.” His fridge was mostly empty, his record player and clarinet among the only prized possessions in the otherwise spartan space. Claude’s apartment faced the street. The same apartment building housed Claude Levi-Strauss, the great anthropologist. Later, Levi-Strauss would find that his work was influenced by the work of his former neighbor, though the two rarely interacted while under the same roof.

Though the building’s live-in super and housekeeper, Freddy, thought Shannon morose and a bit of a loner, Shannon did befriend and date his neighbor Maria. They met when the high volume of his music finally forced her to knock on his door; a friendship, and a romantic relationship, blossomed from her complaint.

Claude Shannon. Image: NAUTILUS

Maria encouraged him to dress up and hit the town. “Now this is good!” he would exclaim when a familiar tune hit the radio on their drives. He read to her from James Joyce and T.S. Eliot, the latter his favorite author. He was, she remembered, preoccupied with the math problems he worked over in the evenings, and he was prone to writing down stray equations on napkins at restaurants in the middle of meals. He had few strong opinions about the war or politics, but many about this or that jazz musician. “He would find these common denominators between the musicians he liked and the ones I liked,” she remembered. He had become interested in William Sheldon’s theories about body types and their accompanying personalities, and he looked to Sheldon to understand his own rail-thin (in Sheldon’s term, ectomorphic) frame.

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Durchgreifende Korrekturen als Frage des Überlebens

Bild: Free-Photos
Unsere Zivilisation befindet sich in einer kollektiven Hyperventilation – regiert von einer veralteten Politikerkaste, die von der revoltierenden Schülergeneration hoffentlich bald abgewählt wird

Peter Bürger | TELEPOLIS

Vor knapp 250 Jahren konnte der Dichter Matthias Claudius (1740-1850) seine Leserschaft noch dazu ermuntern, täglich die Freude am eigenen Menschsein zu besingen: „Ich danke Gott, und freue mich / Wie ’s Kind zur Weihnachtsgabe, / Dass ich bin, bin! Und dass ich dich, / Schön menschlich Antlitz! habe.“ An die Schönheit der Gattung Mensch vermag heute ein Großteil des Publikums nicht mehr zu glauben. Zu offenkundig ist die Übermacht der zerstörerischen und selbstmörderischen Potenzen unserer Spezies geworden.

In einem seit langem kursierenden Witz, der gar nicht lustig ist, drückt sich Hilflosigkeit aus: Die Erde klagt auf einem Planetentreffen, sie sei von einer Krankheit mit Namen homo sapiens befallen. Sie wird von den anderen Planeten getröstet, diese Krankheit gehe gewiss bald vorüber.

Es scheint also schon ausgemacht zu sein, dass es kein „Happy End“ geben kann und der Mensch schlussendlich ob seiner Hässlichkeit abtreten muss: „Leben, dieses Wunder unseres Universums, entstand vor vier Milliarden Jahren. Der Mensch trat vor rund 200 Tausend Jahren auf. Und doch hat er es in dieser relativ kurzen Zeit geschafft, das Gleichgewicht der Natur zu gefährden.“ (Yann Arthus-Bertrand: Dokumentarfilm „Home“, 2009)

Angeblich soll zum Aufbegehren in unseren Tagen die grundlegende Theorie, „Erzählung“ oder Botschaft fehlen. Die radikale Fragestellung, die junge Menschen – trotz polizeistaatlicher Einschüchterungsmanöver und des ignoranten „Volkspartei“-Personals – zu Protesten im Hambacher Forst und anderswo oder zu den Schulstreiks in Bewegung setzt, wird bei diesem Lamento von Politstrategen übersehen, gerade weil sie so grundlegend ist. Sie lautet: „Scheitert der homo sapiens?“ Eine politische Bewegung, die im 21. Jahrhundert die Gattungsfrage nicht stellt, kann weder ernstgenommen werden noch erfolgversprechend sein.

Das Drama des Menschen: Angst, nicht Stolz

An dieser Stelle gilt es jedoch, innezuhalten. Wenn wir nicht auf der Stelle treten wollen, ohne weiterzukommen, müssen wir zunächst das Drama des Menschen erhellen. Die Mythen der Völker wollen wissen, wir seien ursprünglich eingebettet gewesen in ein paradiesisches Lebensgefüge. Ernst Bloch spricht von einer „Heimat“, die „allen in die Kindheit scheint (und worin noch niemand war)“. Sobald wir erwachen und zu Bewusstsein kommen, ist es uns offenbar verwehrt, träumend, kinderselig und „unschuldig“ durch die Weltgeschichte zu gehen.

Folgenreich ist jene Deutung des Paradiesverlustes, die besonders nachdrücklich Augustinus von Hippo vorgelegt hat. Der erste Mensch, so wollte dieser Kirchenvater wissen, sei der Sünde des Hochmutes verfallen und habe sich in einem Zustand wirklicher Wahlfreiheit aus eigenen Stücken – ohne Zwang – für das Böse entschieden.

In dieser Linie wird man der „Erzählung vom bösen Menschen“ folgen, die Bestandteil jeder Herrschaftsideologie ist. Es bleibt dann nur noch die Möglichkeit, die Menschen durch Zwang vom Schändlichen abzuhalten oder auf dem Weg der Moralpredigt zum Guten zu bewegen. Noch immer glauben gerade auch viele Gutgesinnte, das Weltgeschick ließe sich durch moralische Verurteilungen und Appelle zum Besseren hinlenken.

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Erkennen Katzen ihren Namen?

Hauskatzen verstehen unsere Lautäußerungen durchaus – wenn sie wollen. © Julija/ iStock
Eigenwillige Samtpfoten: Bei Hunden ist klar, dass sie auf ihren Namen hören – aber wie ist dies bei Katzen? Ein Experiment hat dies nun erstmals systematisch getestet. Das Ergebnis: Die meisten Hauskatzen erkennen ihren Namen und reagieren darauf, wenn er als Teil einer Wortliste vorgelesen wird. Sie können demnach unsere Lautäußerungen unterscheiden. Ob sie allerdings willens sind, unserem Ruf zu folgen, steht auf einem ganz anderen Blatt.

scinexx

Neben Hunden sind Hauskatzen die beliebtesten Haustiere weltweit – rund 600 Millionen Katzen leben weltweit in enger Gemeinschaft mit uns Menschen. Während jedoch Hunde sich im Laufe ihrer jahrtausendelangen Domestikation stark an uns Menschen und unsere Kommunikation angepasst haben, ist dies bei den Hauskatzen weniger der Fall: Sie sind unabhängiger und nur halb domestiziert.

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‚Groundbreaking Result‘ Coming from Black-Hole Hunting Event Horizon Telescope Next Week

Bild: NASA/public domain
The Event Horizon Telescope team has a big announcement on April 10.

By Mike Wall | SPACE.com

We may be about to get an epic and unprecedented look at a black hole.

The Event Horizon Telescope (EHT) project, an international effort that aims to capture the first-ever image of a black hole, will announce a „groundbreaking result“ at a news conference next week, team members said Monday (April 1).

The briefing, which will be hosted jointly by the EHT project and the U.S. National Science Foundation (NSF), takes place next Wednesday (April 10) at 9 a.m. EDT (1300 GMT) at The National Press Club in Washington, D.C. (NSF helps fund the EHT.) And you can watch the big news unfold: The event will be streamed live.

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Netanyahus letzter Bückling vor den Rechten

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bei einer Medienkonferenz Anfang April. (Bild: Ronen Zvulun / Reuters)
Israels Regierungschef sagt, er werde Siedlungen im Westjordanland annektieren, falls er gewählt werde. Ein Palästinenserstaat gefährde die nationale Sicherheit.

Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

In einem Interview mit dem israelischen Fernsehen hat Ministerpräsident Netanyahu am Samstagabend gesagt, falls er gewählt werde, plane er, diverse Siedlungen im Westjordanland zu annektieren, also zu israelischem Staatsgebiet zu machen. Doch wie so oft blieb Netanyahu in den Details vage. In den hiesigen Medien wird gerätselt, ob er von einzelnen Siedlungen sprach oder vom ganzen Westjordanland. Die jüdischen Siedlungen im Westjordanland werden von der Weltgemeinschaft als illegal und als wichtiges Hindernis auf dem Weg zu einer Friedenslösung betrachtet.

Jonglieren mit Vagheiten

Am Dienstag gehen die Israeli an die Urne, und Netanyahu, der nicht möchte, dass die Parteien zur Rechten allzu stark abschneiden, hat es offenbar für nötig befunden, deren Annexionspläne teilweise zu übernehmen. Das ist etwas, was er bisher explizit nicht getan hat. Seine Regierung sei daran, mit den USA die israelische Souveränität auf Maale Adumim «und andere Dinge» (sic) auszudehnen, sagte Netanyahu in dem Interview. Die nächste Legislatur werde schicksalshaft, da es darum gehe, Israels Sicherheit und Kontrolle in wichtigen Territorien im Westjordanland zu garantieren.

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Volksbegehren will Pflichtfach „Ethik für alle“

Ein Teil der Initiatoren: Thomas Bulant ( SLÖ), Lisz Hirn (Philosophin), Peter Kampits (Alt-Dekan Uni Wien), Eytan Reif (Initiative Religion ist Privatsache), Verfassungsjurist Heinz Mayer und Anton Bucher (Religionspädagoge).
Die Initiatoren des Volksbegehrens streben verpflichtenden Ethikunterricht von der ersten Klasse Volksschule bis zur Matura an. Von der von der Regierung geplanten Koppelung mit Religion halten die Initiatoren wenig. Seit Dienstag kann das Volksbegehren unterstützt werden.

Tiroler Tageszeitung

Einen von Religion entkoppelten Ethikunterricht als Pflichtfach für alle Schüler von der ersten Schulstufe bis zur Matura fordert ein neues Volksbegehren. Dieses kann seit Dienstag unterstützt werden. Außerdem müssten alle Ethik-Lehrer über ein abgeschlossenes Ethik-Lehramtsstudium verfügen, dazu brauche es Unvereinbarkeitsregeln für Ethik- und Religionslehrer.

Initiiert wurde das Volksbegehren unter anderem von Eytan Reif von der Initiative „Religion ist Privatsache“, den Philosophen Peter Kampits und Lisz Hirn, dem Religionspädagogen Anton Bucher, Verfassungsjurist Heinz Mayer, dem früheren Grünen-Bildungssprecher Harald Walser, dem Sozialdemokratischen LehrerInnenverein (SLÖ) und der SP-nahen Aktion kritischer SchülerInnen (AKS). Unterstützt wird die Initiative auch von Politikern der NEOS und der Liste JETZT sowie dem Wiener Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).

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Die Mieterbewegung stellt die Eigentumsfrage

Grafik: TP
Man kann kritisch fragen, ob die Ziele von „Deutsche Wohnen und Co.“ kurzfristig zu mehr Wohnraum führen. Es wird aber wieder darüber diskutiert, ob Kapitalismus und Demokratie vereinbar sind

Peter Nowak | TELEPOLIS

Die transnationalen Mietendemonstrationen, die am 6. April in ganz Europa stattgefunden haben, zeigen, dass die neue Mietenbewegung zu einer sozialen Bewegung wurde, die eine Kontinuität entwickelt hat. Das ist in einer flexiblen Gesellschaft schon beachtlich.

Es ist eben nicht mehr so, dass die Mieter die Proteste aufgeben, wenn ihr scheinbar individuelles Problem mit „ihren Eigentümern“ nicht mehr aktuell ist, sei es, dass sie aus ihren Wohnungen vertrieben worden oder es doch noch eine Lösung gefunden hat. Es sind einerseits individuelle Eigentümer, mit denen es die Mieter zu tun haben.

Doch die Mieter erkennen, dass es sich eben um kein individuelles Problem handelt, wenn sich Menschen bis in die Mittelschicht hinein nicht mehr die Miete in bestimmten Gegenden leisten können. Das führt dann dazu, hohe Mieten als strukturelles Problem begriffen werden. Konkret geht es um das Problem, dass Miete zur Ware wird und dass es Investoren gibt, die aus Wohnungen Profit machen.

3,50 Miete pro Quadratmeter ist möglich

Hohe Mieten sind eben kein Schicksal, wie es die wirtschaftsnahen Kreise immer erklären, sondern sind systembedingt. Das wurde auf einem Mieterspaziergang im Friedrichshainer Nordkiez am Freitagabend deutlich, der im Rahmen der Mietenaktionstage in Berlin stattgefunden hat. Dort berichtete die Bewohnerin der Rigaer Straße 77, dass die Mieter des Hauses kürzlich eine Mietminderung bekamen. Die Bewohner zahlen eine Miete von 3,50 Euro pro Quadratmeter.

Die für viele Nachbarn unglaubliche Nachricht ist möglich, weil in dem Haus niemand mehr Profit aus der Miete zieht. Der günstige Mietpreis macht es möglich, dass die nötigen Instandhaltungen und Reparaturen getätigt werden können, aber eben niemand mehr Gewinn daraus schlägt. Die Wohnungen in dem Haus sind nur dadurch dem Profitstreben entzogen, weil das Anfang der 1990er Jahre besetzte Haus in Genossenschaftseigentum überging.

Das macht deutlich, dass die Eigentumsfrage stellen muss, wer gegen hohe Mieten kämpfen will. Diese Eigentumsfrage gestellt zu haben, ist das eigentliche Verdienst der Initiative „Deutsche Wohnen und Co. Enteignen“. Das zeigen die wütenden Reaktionen von Kapitalkreisen und ihren Parteien darauf. Die Experten, die jetzt immer mit Warnungen vor den Folgen der Enteignung zitiert werden, sind wirtschaftsnah.

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Kardinal Marx kritisiert europäische Abschottungspolitik

Bild: © Hermine Poschmann/MISSION LIFELINE (Wikimedia Commons), CC BY-SA 3.0
Kapitän Claus-Peter Reisch und die private Seenotrettungsinitiative „Mission Lifeline“ haben den Lew-Kopelew-Preis erhalten. Ihr Engagement lobt Kardinal Reinhard Marx und kritisiert gleichzeitig die Flüchtlingspolitik vieler europäischer Länder.

katholisch.de

Kardinal Reinhard Marx hat die Arbeit von Seenotrettern im Mittelmeer gelobt und die Politik der europäischen Staaten kritisiert. Anders als früher scheine das Mittelmeer heute „vor allem ein Raum der Abschottung“ zu sein, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Sonntag in Bonn. „Die staatliche Rettung wird zurückgefahren und die nicht-staatliche Rettung blockiert.“ Weil die Staaten Europas „bislang keine Lösung gefunden haben, bleibt das Engagement der Seenotretter unverzichtbar“, so Marx weiter.

Der Kardinal äußerte sich in einem Grußwort zur Verleihung des Lew-Kopelew-Preises an Kapitän Claus-Peter Reisch und die Initiative „Mission Lifeline“ am Sonntag in Köln. Sie hätten mit großem persönlichen Einsatz dort geholfen, „wo die meisten von uns lieber wegsehen“, so Marx.

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