Kardinal Marx kritisiert europäische Abschottungspolitik


Bild: © Hermine Poschmann/MISSION LIFELINE (Wikimedia Commons), CC BY-SA 3.0
Kapitän Claus-Peter Reisch und die private Seenotrettungsinitiative „Mission Lifeline“ haben den Lew-Kopelew-Preis erhalten. Ihr Engagement lobt Kardinal Reinhard Marx und kritisiert gleichzeitig die Flüchtlingspolitik vieler europäischer Länder.

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Kardinal Reinhard Marx hat die Arbeit von Seenotrettern im Mittelmeer gelobt und die Politik der europäischen Staaten kritisiert. Anders als früher scheine das Mittelmeer heute „vor allem ein Raum der Abschottung“ zu sein, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Sonntag in Bonn. „Die staatliche Rettung wird zurückgefahren und die nicht-staatliche Rettung blockiert.“ Weil die Staaten Europas „bislang keine Lösung gefunden haben, bleibt das Engagement der Seenotretter unverzichtbar“, so Marx weiter.

Der Kardinal äußerte sich in einem Grußwort zur Verleihung des Lew-Kopelew-Preises an Kapitän Claus-Peter Reisch und die Initiative „Mission Lifeline“ am Sonntag in Köln. Sie hätten mit großem persönlichen Einsatz dort geholfen, „wo die meisten von uns lieber wegsehen“, so Marx.

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