Antarktis: Schelfeis kurz vor dem Abbruch


Dieser Riss im Brunt-Schelfeis ist bereits rund 50 Kilometer lang und wächst täglich weiter auf einen entgegenkommenden zweiten Riss zu. © Jan De Rydt /British Antarctic Survey
Riss im Eis: In der Antarktis steht offenbar wieder ein großer Eisabbruch bevor. Im Brunt-Schelfeis bewegen sich zwei mehr als 50 Kilometer lange Risse immer weiter aufeinander zu. Wenn sie sich treffen, könnte die Hälfte des Schelfeises als Riesen-Eisberg abbrechen – er wäre doppelt so groß wie New York City. Ursache dieses Bruchs ist jedoch höchstwahrscheinlich nicht die Erwärmung des Meeres, sondern ein natürlicher Prozess, wie die Forscher erklären.

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Die großen Schelfeise der Antarktis sind wichtige Bremser für den Gletscherstrom ins Meer. Gleichzeitig jedoch sind diese schwimmenden Eisflächen die größte Quelle antarktischer Eisberge – und viele von ihnen sind durch warmes Tiefenwasser bereits ausgedünnt. Erst 2017 brach vom Larsen-C-Schelfeis ein 5.800 Quadratkilometer großes Stück ab – einer der größten jemals beobachteten Eisberge. Und auch die Zunge des Pine-Island-Gletschers zeigt bereits einen ausgedehnten Riss.

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