Patriarch Sako: Islam braucht dringend „religiöses Update“


Oberhaupt der chaldäischen Kirche fordert bei internationaler Tagung im Stift Heiligenkreuz einmal mehr Trennung von Religion und Politik in muslimischen Staaten – Iranische Friedensnobelpreisträgerin Ebadi: Kein Platz für archaische muslimische Vorschriften im 21. Jahrhundert
Der Islam braucht dringend ein „religiöses Update“ und die Muslime einen Mentalitätswandel, damit sie Angehörige anderer Religionen nicht länger als zweitrangig betrachten und behandeln. Das hat der chaldäische Patriarch Kardinal Louis Raphael Sako bei einer internationalen Tagung im Stift Heiligenkreuz einmal mehr eingemahnt.

kathpress

Allein in den vergangenen 15 Jahren hätten aufgrund des islamistischen Terrors, aber auch aufgrund der alltäglichen Gewalt gegen bzw. der Diskriminierung von religiösen Minderheiten rund eine Million Christen den Irak verlassen, so Sako. Nicht einmal mehr eine halbe Million sei verblieben. „Nicht alle Muslime sind fanatisch, aber die antichristliche Mentalität ist durchgängig verbreitet“, sagte der Patriarch.

Sako bekräftigte einmal mehr seine Forderung nach der Trennung von Religion und Politik in muslimischen Staaten. Egal ob Muslim oder Christ, jeder sei zuerst Bürger eines Landes mit gleichen Rechten und Pflichten, so der Patriarch. Diese Sicht müsse vor allem auch in den schulischen Lehrplänen verankert werden, um eine neue Generation in diesem Sinn zu bilden.

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