Potus und seine Grenzprobleme


Am 7. März an der Grenze bei El Paso. Bild: CBP
Trump schasst angesichts wachsender Migrantenzahlen und seiner bislang gescheiterten Mauerpolitik die zuständige DHS-Ministerin Nielsen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Ausgerechnet US-Präsident Donald Trump ist konfrontiert mit einer Rekordwelle von Migranten, die über die Grenze aus dem Süden ins Land strömen und die US-Behörden heillos überfordern. Vermutlich ist gerade die seit dem Präsidentschaftswahlkampf angekündigte Schließung der Grenze zu Mexiko der Grund, warum jetzt noch schnell viele aus den mittelamerikanischen Ländern in die USA gelangen wollen. Trump behauptet: „Das Land ist voll.“

Die Grenze mit einer Mauer schließen, wollte bereits George W. Bush nach den Anschlagen von 9/11, die allerdings mit der Migration aus Mittelamerika nichts zu tun hatten, aber dem Willen geschuldet waren, das amerikanische Territorium möglichst vom Ausland abzuschotten. Entsprechend kletterte die Zahl der Migranten, die an der Grenze gefasst wurden, wieder in die Höhe. Der Plan, im Süden eine Hightech-Mauer zu errichten, versandete nach ein paar Kilometern auch aufgrund der hohen Kosten und wurde unter Obama nicht mehr wirklich verfolgt, was die Zahl der illegalen Grenzübertritte wieder sinken ließ. 2000 wurde eine Rekordzahl von über 1,6 Millionen Migranten, die beim Grenzübertritt gefasst wurden, verzeichnet. Bis 2017 waren es nur noch ein Fünftel oder ein Viertel.

2018 stiegen die Festnahmen von 310.000 auf über 400.000 an. Die Grenzschutzbehörde CBP prognostizierte zwar für 2019 die Zahl von 270.000, aber das ist völlig unrealistisch. Schon in den Monaten Januar und Februar wurden an der Südwestgrenze mehr als 100.000 illegale Migranten festgenommen, doppelt so viele wie 2018 im selben Zeitraum. Darunter sind viele Familien und Kinder.

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