Vatileaks-Affäre: Kardinal fordert Geldstrafen für Whistleblower – „Franziskus wie Benedikt XVI. haben unter diesem Verrat sehr gelitten“


Kurienkardinal Angelo Becciu hält die Konsequenzen aus den beiden Vatileaks-Skandalen für unzureichend. Die Weitergabe vertraulicher Dokumente hätte Papst Franziskus wie Benedikt XVI. sehr geschadet.

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Auch an der Kurie sollten „Verletzungen des Berufsgeheimnisses mit Geldstrafen belegt werden“, sagte Kurienkardinal Angelo Becciu in einem Interview, aus dem das Portal „Vatican Insider“ vorab berichtet. Das vollständige Interview soll in Kürze in dem Buch „I nuovi cardinali di Francesco“ (Franziskus‘ neue Kardinäle) erscheinen, das vom italienischen TV-Journalisten Fabio Marchese Ragona erstellt wird.

Päpste haben unter „diesem Verrat“ gelitten

Becciu, Leiter der Vatikanbehörde für Heiligsprechungen, war von 2011 bis Juni 2018 Substitut im Staatssekretariat und damit an einer Schlüsselstelle der Kurienverwaltung tätig. Dort habe er eine Untersuchung zur Einrichtung solcher Geldstrafen gefordert; „ich hoffe, dass dies Fortschritte macht“, so der Geistliche. Bei den beiden Vatileaks-Skandalen 2011/12 und 2015 kam es zur Weitergabe vertraulicher Dokumente aus dem Vatikan an Journalisten.

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