Kognitive Dissonanzen: B16 stellt provokante These zu Kirchenskandalen auf – Theologen sind entsetzt


Der emeritierte Papst Benedikt XVI. © dpa / Gregorio Borgia
Der frühere Papst Benedikt hat sich zum sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche geäußert. Einen Hauptgrund für die Skandale sieht er weit außerhalb der Kirche.

Merkur.de

Für den emeritierten Papst Benedikt sind die 68er Jahre eine Ursache für den sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche. „Zu der Physiognomie der 68er-Revolution gehörte, dass nun auch Pädophilie als erlaubt und als angemessen diagnostiziert wurde“, schrieb Benedikt in einem Aufsatz, den unter anderen das katholische Nachrichtennetzwerk CNA am Donnerstag veröffentlichte. Unabhängig davon hätte sich zeitgleich „ein Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie ereignet, der die Kirche wehrlos gegenüber den Vorgängen in der Gesellschaft machte“.

Benedikt: „Geltende Maßstäbe vollkommen weggebrochen“ – Papst macht 68er für Missbrauchsskandale mitverantwortlich

Grund für die Krise der katholischen Kirche sei auch eine „Gottlosigkeit“. „Wieso konnte Pädophilie ein solches Ausmaß erreichen? Im letzten liegt der Grund in der Abwesenheit Gottes“, schreibt der deutsche Ex-Papst, der nächste Woche 92 Jahre alt wird.

weiterlesen