Schöner Streiten mit Christopher Hitchens


In den USA und Großbritannien bekannt wie ein Popstar: der 2011 verstorbene Religionskritiker und Journalist Christopher Hitchens. (picture alliance / dpa / Peter Foley)
Umstrittene Polemiken gegen jene, die Macht hatten und sie missbrauchten: Das Vermächtnis des 2011 verstorbenen britisch-amerikanischen Autors und scharfen Religionskritikers Christopher Hitchens ist auch ein Plädoyer für eine andere Debattenkultur.

Von Jana Wuttke | Deutschlandfunk Kultur

Unsere Redakteurin Jana Wuttke kann nachts manchmal nicht schlafen, dann schaut sie sich auf Youtube Videos an. In einer dieser Nächte stößt sie auf Videos von Auftritten des britisch-amerikanischen Journalisten Christopher Hitchens, der neben Sam Harris, Daniel Dennett und Richard Dawkins als Vertreter des „neuen Atheismus“ gilt. Sie beginnt eine imaginäre Diskussion mit dem 2011 verstorbenen Religionskritiker, der in der angelsächsischen Welt wie ein Popstar gefeiert wurde, in Deutschland aber kaum bekannt ist.

„Ich wurde in eine himmlische Diktatur hineingeboren, die ich mir nicht aussuchen konnte. Ich begebe mich nicht freiwillig unter ihre Herrschaft. Mir wird erklärt, dass sie mich sehen kann, wenn ich schlafe. Mir wird gesagt, – und das ist die Definition des Totalitarismus – dass sie mich für Verbrechen der Gedanken, für das, was ich denke, verurteilen und verdammen kann. Und dass, wenn ich etwas Gutes tue, dies nur tun würde, um dieser Bestrafung zu entgehen. Wenn ich dagegen etwas Falsches mache, werde ich nicht nur unabwendbar zu meinen Lebzeiten dafür bestraft, sondern sogar nachdem ich gestorben bin.“
(Christopher Hitchens, 2007)

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