Der „Papst emeritus“ fördert die Spaltung seiner Kirche


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Der Aufsatz von Benedikt XVI. zur aktuellen Kirchen- und Missbrauchskrise klingt wie ein Echo längst vergangener Zeiten, kommentiert Tilmann Kleinjung. Der Text des emeritierten Kirchenoberhaupts sei eine Kampfschrift gegen Papst Franziskus.

Von Tilmann Kleinjung | katholisch.de

Nach dem Anti-Missbrauchsgipfel im Februar in Rom sind wir Berichterstatter hart mit Papst Franziskus ins Gericht gegangen. Weil die konkreten Ergebnisse dieses Bischofstreffens eher mager waren, weil sich die katholische Kirche nach wie vor schwer tut mit einer radikalen Null-Toleranz-Politik gegenüber Tätern und Vertuschern, weil irgendwie alles zu langsam geht bei der Aufarbeitung dieses monströsen Skandals.

Nachdem wir nun einen Einblick in die Gedankenwelten seines Vorgängers Benedikt XVI. bekommen haben, müssen wir feststellen: Wir haben Papst Franziskus Unrecht getan. In einem für katholische Verhältnisse rasenden Tempo versucht er in seiner Kirche einen Bewusstseinswandel herbeizuführen. Die Stimme des emeritierten Papstes klingt da wie ein Echo längst vergangener Zeiten. Dass Joseph Ratzinger seine Ansichten auch noch veröffentlicht, schadet ihm und seinem Vorgänger.

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