Forscher setzen menschliche Gene in Affengehirne ein


Ein menschliches Gen im Gehirn von Rhesusaffen verbesserte deren Hirnleistung. Die Forscher wollen mit ihren Versuchen mehr über die menschliche Intelligenz erfahren.

Neue Zürcher Zeitung

In China wird die Forschung mit Affen gezielt gefördert. Sie gehört zu einem wichtigen Pfeiler des staatlich geförderten chinesischen Hirnforschungsprojekts. Forscher erzeugen dabei Tausende Tiere, denen sie verschiedene menschliche Gene einsetzen, um deren Rolle in der menschlichen Entwicklung oder bei der Entstehung von psychischen oder neurologischen Erkrankungen zu untersuchen. Nun haben Forscher das Gen MCPH1 ins Erbgut von elf Rhesusaffen eingesetzt, wie die Forscher vergangenen Monat in dem in Peking erscheinenden Fachblatt «National Science Review» berichteten. Das Gen spielt wahrscheinlich eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des menschlichen Gehirns spielt.

Bessere Hirnleistung

Die Entwicklung des Gehirns habe bei diesen Versuchstieren länger gedauert als bei ihren Artgenossen, berichteten die Forscher. In Tests zu Kurzzeitgedächtnis und Reaktionszeit hätten sie aber besser abgeschnitten als die Vergleichsgruppe.

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