Raumschiffe, Saurier und Nazis: die Effekte in „Iron Sky: The Coming Race“

Pixomondo erweckte für den FIlm „Iron Sky: The Coming Race“ in Stuttgart und Frankfurt unter anderem Dinosaurier zum Leben.
Der Nazi-Klamaukfilm „Iron Sky: The Coming Race“ läuft in den Kinos. Wir sprachen mit dem Effektstudio Pixomondo über die Effekte des Crowdfunding-Projekts.

Von André Kramer | heise online

Seit die Science-Fiction-Komödie „Iron Sky“ 2012 ins Kino kam, steht der Titel für klamaukige Nazi-Satire mit Kultfaktor und erstklassigen visuellen Effekten. Nun ist der zweite Teil in den Kinos zu sehen. c’t sprach mit VFX-Supervisor Adam Figielski vom Effektstudio Pixomondo, das für den Film Dinosaurier, Mondbasen und Raumschiffe zum Leben erweckte.

heise online: Um kurz die Brücke zum ersten Film zu schlagen: Worum geht es in der Fortsetzung „Iron Sky: The Coming Race“?

Adam Figielski: Über zwanzig Jahre ist es her, seit die Mond-Nazis im ersten Teil angegriffen haben. Die Erde ist mittlerweile ein unbewohnbarer Ort, von einem Atomkrieg verwüstet. Die letzten Überlebenden der Menschheit flüchteten auf die ehemalige Mondbasis der Nazis, doch der Mond droht auseinanderzubrechen. Dies ist der Beginn eines verrückt-absurden Abenteuers, in dem es darum geht, die Menschheit zu retten.

heise online: Und Sie arbeiteten an den visuellen Effekten. Vor welchen kreativen Herausforderungen standen Sie dabei?

Figielski: Wie immer war – trotz Crowdfunding, langer Finanzierungsphase und langer Produktionszeit – der Anspruch enorm hoch. Wir mussten tief in die VFX-Trickkiste greifen. Wir ließen Atombomben auf Washington fallen, Alien-Raumschiffe in den Mond krachen, eine Verfolgungsjagd mit Dinosauriern und Schlachten im Weltall entstehen. Trotzdem war es ein Riesenspaß, denn wir waren schon bei der Preproduction dabei und entwickelten zum Teil die Geschichte mit. Das ist eher ungewöhnlich und war nicht nur kreativ und technisch hilfreich, sondern auch emotional wichtig.

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„Listen to the sound of science“

Bild: NOAA
Von Verleugnungen und dem Fehlen von intellektueller Redlichkeit in der Klimadiskussion

Lars Jaeger | TELEPOLIS

Sie finden weltweit statt, zumeist freitags, zuletzt auch in der Schweiz am Wochenende: Klimastreiks bzw. Klimademonstrationen. Mit ihnen ist die Debatte, wie wir dem Klimawandel begegnen, endlich im öffentlichen Diskurs angekommen. Es sagt einiges über den Zustand unserer Gesellschaft aus, dass es die Initiative ihrer jüngsten Mitglieder, der Schülerinnen und Schüler, brauchte, um die Gefahr der globalen Erwärmung in den Vordergrund der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit zu bringen und dieser längst überfälligen Diskussion endlich die notwendige Breite zu geben.

Die altbekannten Reaktionsmuster von Seiten liberal-konservativer Politiker, wirtschaftlicher Lobbyorganisationen und Rechtsintellektueller von Ableugnen, Schimpftiraden gegen Wissenschaftler, Beharren auf der Alternativlosigkeit unseres wirtschaftlichen Schaffens, bis hin zur schamlosen Lüge ziehen nicht mehr. Und darin liegt die gute Nachricht dieser zunächst doch eher zaghaften Form des zivilen Ungehorsams der Jugend. So wie ihre Eltern in den 1980er Jahren den Aussagen der Politiker von der Unumgänglichkeit einer weiteren militärischen Aufrüstung gegen das damals bereits nahezu bankrotte sowjetische Ost-Europa immer weniger Glauben schenkten, oder wie ihre Großeltern die Lebenslügen ihrer eignen Eltern aus den 1930er Jahren schonungslos offenlegten, so erkennen die jungen Menschen heute die Hilflosigkeit unserer Gesellschaft gegenüber der falschen Logik unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, das im unkontrollierten Ausstoss von Treibhausgasen immer noch einen zu externalisierenden Kostenfaktor sieht, der in keinerlei wirtschaftlicher Kosten-Nutzenrechnung aufzutauchen hat.

Externalisierung von Kosten bedeutet, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten einer Person oder einer Personengruppe sich auf andere (unter Umständen sogar auf alle anderen) Menschen auswirken, ohne dass die handelnde Person die vollen Kosten dafür trägt. Der klimaschädliche Ausstoß von CO2 ist nach wie vor nicht mit größeren Kosten für die Produzenten verbunden (so wie auch das Sicherheitsrisiko von Kernkraft oder Erdgas-Fracking weitestgehend von der Allgemeinheit getragen wird). So lauten die Forderungen der Demonstrierenden nicht wie noch bei ihren Großeltern in den 1960er Jahren „Schafft den Kapitalismus ab, er ist an allem schuld!“, sondern „Führt eine CO2-Steuer ein! Fliegen muss teurer werden“.

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Missing Link: Die unerträgliche Leichtigkeit der Thermodynamik – von KI und dem Erbe der Aufklärung

(Bild: pixabay.com)
In „Aufklärung jetzt“ macht Steven Pinker mit optimistischem Blick auf das Erbe der Aufklärung auch vor der künstlichen Intelligenz nicht halt.

Von Detlef Borchers | heise online

Für den kognitiven Psychologen Steven Pinker ist die künstliche Intelligenz (KI) nichts, vor der man Angst haben muss. Jedenfalls ist sie nicht in der Lage, den Menschen zu bedrohen. KIs, die Menschen aus Versehen unterjochen, weil sie gnadenlos zielstrebig den Auftrag erfüllen, etwa Büroklammern zu produzieren, hält Pinker für ein Hirngespinst. Solche Ideen seien Ausdruck einer viel zu engen Definition von Intelligenz, die „vollkommen außer Acht lässt, was für Informations- und Kontrollnetzwerke es in einem intelligenten System wie einem Computer, einem Hirn oder auch einer Gesellschaft als Ganzes gibt“, schreibt er in seinem Buch „Aufklärung jetzt“, das Bill Gates als sein „absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten“ lobte.

Mit dieser Art einer Entwarnung hat sich Pinker in einer dieser KI-Debatten zu Worte gemeldet, die der Literaturagent John Brockmann auf Edge.org führt und in immer neuen Büchern verdichtet. Gegen die Büroklammer-Superintelligenz des Philosophen Nick Bostrom hat Pinker einen empirischen Einwand parat: „Es ist nur eine Binse, aber bisher hat noch keine dieser KIs versucht, ihr Labor zu übernehmen oder ihre Programmierer zu versklaven. Und selbst wenn eine KI versuchen würde, Machtwillen zu entwickeln, wäre sie ohne die Kooperation von Menschen nur ein impotentes Hirn im Fass.“

Denn solch eine frei drehende KI müsste ihre komplette Infrastruktur sicherstellen, von der Versorgung mit Strom bis zur Gestaltung der Effektoren, die sie mit der Welt verbindet. Für Pinker ist die Lösung ganz einfach: Baut so etwas nicht! So weit sein Beitrag zur KI-Debatte in der Süddeutschen Zeitung, der eine Auskoppelung aus seinem neuesten Buch ist: Aufklärung jetzt. Für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt. Eine Verteidigung.

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Rechte, Migranten und Vatikan: Bannons europäischer Agenda auf der Spur

Steven Bannon ist in Italien ein gefragter Mann: Vor wenigen Wochen hielt er in Roms Angelica Bibliothek einen Vortrag zum Thema Informationsalgorithmen, wenige Tage später war er im Internationalen Presseclub zur Pressekonferenz eingeladen. (Foto: AP)
Steve Bannon, der Mann, der Trump ins Weiße Haus brachte, wollte für die Europawahl die rechten Parteien zusammenbringen und so „einen Pflock in den Vampir“ treiben. Sein sichtbarer Erfolg ist mäßig.

Von Roland Peters | ntv

Gottlos oder heilig? „Ich dachte, ich verrichte die Arbeit des Herrn.“ Ein Jahr lang war Steve Bannon an Donald Trumps Seite, zuletzt als Chefberater im Weißen Haus. „Ich hasste jede Sekunde, die ich dort war. Der Job ist kein bisschen glamourös.“ Das sagte Bannon, nachdem er ihn verloren hatte. Seine Arbeit macht er aber auch nicht zum Spaß. „Dinge müssen erledigt werden. Personen kommen in bestimmten Momenten und verändern alles“, sagt er bedeutungsschwanger vor der Kamera, während er an einem Red Bull nippend auf die Kanäle Venedigs blickt.

Steve Bannon wird von den Rechten verehrt und von ihren Gegnern verabscheut. In den USA forcierte er eine fremdenfeindliche Agenda wie die umstrittene Einreisesperre für Bürger bestimmter muslimischer Länder. Er überzeugte US-Präsident Trump vom Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen. Hinter den Kulissen beriet er den brasilianischen Rechtsextremen Jair Bolsonaro, der dort nun Präsident ist. In Europa versucht Bannon seit mehr als einem Jahr, ein Netzwerk rechter Personen und Parteien zu spinnen; in England, Italien, Belgien, Frankreich und anderswo. Er ist gefühlt überall und doch wenig greifbar, eine diffuse Karikatur im Hintergrund, die auch bei der Europawahl im Mai präsent sein wird.

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Bundeswehr sucht neuen Atombombenträger

Panavia Tornado der Bundeswehr beim Landen auf dem Luftwaffenstütztpunkt Büchel. Bild: Alf van Beem/CC0
Alles zu den amerikanischen Atomwaffen in Deutschland und der „nuklearen Teilhabe“

Gerhard Piper | TELEPOLIS

Während die USA und Russland ihr einziges Rüstungskontrollabkommen zur Begrenzung der atomaren Rüstung in Europa aufgekündigt haben, sucht die Bundeswehr nach einem neuen Atomwaffenträger, denn das Mehrzweckkampfflugzeug Tornado soll früher oder später ausgemustert werden.

Im Februar 2019 traf das BMVg eine Vorentscheidung: entweder eine neue Version des europäischen Eurofighter oder der amerikanischen F/A-18 Super Hornet. Der zukünftige Kampfjet wird mit den neuen Wasserstoffbomben B61-12 ausgerüstet, die in Büchel (Eifel) eingelagert werden. Für die beteiligten Flugzeughersteller geht es ums „big business“, für Europa geht es nach der Kündigung des INF-Abkommens um die Frage, ob ein neues atomares Wettrüsten droht.

1. Das Tornado-Atomwaffengeschwader in Büchel

Der Tornado, auch als MRCA (Multi Role Combat Aircraft) bekannt, ist ein zweimotoriger, zweisitziger allwetterfähiger Jagdbomber mit Schwenkflügeltechnik, der für den Tiefflug optimiert wurde. Die Maschinen werden von einer zweiköpfigen Besatzung aus dem Piloten und einem Waffensystemoffizier (WSO) geflogen. Bei einer Länge von 17,23 m beträgt die Spannweite 13,91 m. Die Reichweite ohne Luftbetankung beträgt 2.500 km, die Höchstgeschwindigkeit 1500 km/h im Tiefflug oder 2.400 km/h in 12.000 m Höhe. In größeren Höhen erreicht der Tornado mehr als doppelte Schallgeschwindigkeit, im Tiefflug oder in Meereshöhe ist er zwar deutlich langsamer, aber immer noch deutlich schneller als der Schall.

Der Gefechtsradius mit standardisierter Beladung und einem ebensolchen Flugprofil beträgt etwa 1.350 Kilometer. Bei 14 Tonnen Leergewicht kann das Flugzeug mit einem Gesamtgewicht von mehr als 28 Tonnen noch abheben, also großen Mengen an Munition und Treibstoff mitführen. Die konventionelle Waffenlast besteht aus einer umfassenden Auswahl verschiedenen Systeme: 2 x Bordkanonen Mauser 27 mm, Raketen AIM-9L Sidewinder, AGM-88B HARM, Lenkbomben (Guided Bomb Units) GBU-24 Paveway III, GBU-38, GBU-54(V)3 (LJDAM), Raketen Kormoran zur Seezielbekämpfung oder Marschflugkörper TAURUS KEPD 350 Abstandswaffe.

Der Tornado kann aber nicht nur konventionelle Munition, sondern als Dual Capable Aircraft (DCA) auch Nuklearbomben abwerfen. Als Atomwaffenträger sind mindestens 46 Tornados ausgerüstet, obwohl nicht einmal für die Hälfte dieser Maschinen Atomwaffen tatsächlich in der BRD eingelagert sind! Es handelt sich um freifallende H-Bomben der Typvarianten B61-3 (bis zu 130 Kilotonnen TNT-Äquivalent) und B61-4 (variable Sprengkraft 0,3 bis 50 KT). Die nuklearen Bomben werden in der Regel unter den Flügeln oder dem Rumpf an Pylonen aufgehängt.

Um eine Atombombe abwerfen zu können, ist eine besondere Avionikausstattung notwendig: Im Cockpit bedient die Besatzung das Ein- und Freigabegerät Aircraft Monitoring and Control System (AMAC), um den PAL-Entriegelungscode, die Detonationsstärke und die gewünschte Explosionshöhe etc. einzustellen. Die entsprechenden Befehle werden über die Interface Control Unit (ICU) auf elektrischem und elektronischem Wege an die Elektronik in der Bombe weitergeleitet. So müssen alle Nuklearbefehle und Informationen die ICU passieren, um die Bombe auf einen scharfen Einsatz vorzubereiten (Prearming).

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Québec provoziert mit Laizitätsgesetz

Demonstration gegen ein geplantes Verbot religiöser Symbole für einige Staatsbedienstete in Québec (Julian Bernstein / Deutschlandradio)
Religiöse Symbole am Arbeitsplatz gehören in den USA und den anglophonen Provinzen Kanadas zum Alltag. Doch Québec will jetzt einem Teil der Staatsangestellten das Tragen religiöser Symbole verbieten – zum Beispiel Polizisten und Lehrern. Der kanadische Premier reagiert empört.

Von Julian Bernstein | Deutschlandfunk

„Québec ist nicht Frankreich, es lebe die Vielfalt!“, rufen die Demonstranten auf dem Platz Émile Gamelin im Herzen Montreals – eine Anspielung auf die in Frankreich herrschende strikte Trennung von Kirche und Staat. Die Quebecer Regierung wolle den französischen Laizismus mit ihrem geplanten Gesetz kopieren – so der Vorwurf der Demonstranten. Sie kommen aus allen Gruppierungen, muslimische Frauen mit Kopftüchern protestieren gemeinsam mit Kippa-tragenden Juden und Anhängern der indischen Sikh-Religion, die stolz ihre Turbane zeigen. Was sie eint, ist die Wut auf die Provinzregierung.

Das Gesetz dürfe auf keinen Fall durchkommen, erklärt einer der zahlreichen Redner. Die mit absoluter Mehrheit regierende „Coalition Avenir Québec“ missbrauche ihre politische Macht, um Rassismus und Angst zu schüren. Das müsse bekämpft werden.

Laizität als Gefahr für die Religionsfreiheit?

Seit die Regierung vor rund zwei Wochen ihr Laizitätsgesetz präsentiert hat, reißt die Kritik daran nicht ab. Neben den betroffenen religiösen Minderheiten blickt vor allem das anglophone Kanada mit zunehmender Irritation auf seine französischsprachige Provinz.

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Schaffen Waffenexporte viele heimische Arbeitplätze?

Bild: USAF
Rüstungskonzerne drängen auf Waffenexporte, Donald Trump hat diese auch wegen der Schaffung von Jobs erleichtert, aber die entstehen, wenn überhaupt, oft im Ausland

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Rüstungsexporte bleiben ein Streitthema der Bundesregierung. Deutschland gehört nach SIPRI zu den weltweit größten Waffenexporteuren. Wegen der etwas strengeren Ausfuhrgenehmigungen wurden 2018 aber nur noch für 4,8 Milliarden Euro Waffen exportiert, 2015 waren es noch über 7,8 Milliarden. Die Rüstungsindustrie warnt vor der Gefährdung von Arbeitsplätzen, vor allem wenn eingeschränkte Exporte mit einer nur geringen Erhöhung der Militärausgaben einhergehen. Die Bundesregierung plant Ausgaben von 1,5 Prozent des BIP, wodurch auch inländischen Beschaffungsvorhaben nicht ansteigen. Ab 2020 sollen es 1,37 Prozent und danach nur noch 1,25 Prozent werden.

Nach dem BDSV, dem Verband der deutschen Rüstungsindustrie, gibt es in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie mehr als 130.000 Arbeitsplätze und wird eine direkte Bruttowertschöpfung in Höhe von 12,2 Mrd. Euro erwirtschaftet. Und der Verband bietet weitere, die Politiker beeindruckende Angaben: „Zusätzlich dazu entstanden indirekt und induziert weitere 273.400 Beschäftigungsverhältnisse, sodass insgesamt rund 410.000 Arbeitsplätze in Deutschland mit der Geschäftstätigkeit der SVI verbunden waren. Mit einem Beschäftigungsmultiplikator von 2,0 sorgt somit jeder in der SVI geschaffene Arbeitsplatz für zwei weitere Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland.“

Waffendeals als Jobmaschine?

In den USA, dem weltweit größten Waffenexporteur, hat sich Donald Trump vom Beginn seiner Präsidentschaft an als Förderer der amerikanischen Rüstungsindustrie gesehen. Er hob die Militärausgaben um mehr als 10 Prozent an und warb auch auf seinen Reisen für den Kauf amerikanischer Rüstungsprodukte. So ging eine seiner ersten Reisen im Mai 2017 nach Saudi-Arabien. Um eine Koalition gegen den Iran und für Israel zu schließen, aber auch um einen großen Waffendeal anzukündigen.

Abkommen für Waffen im Wert von über 110 Milliarden US-Dollar sind nach Trump geschlossen worden, darüber hinaus Investitionen in Infrastruktur (Gipfeltreffen in Saudi-Arabien: Trump in der „Welt der Guten“). Angebahnt wurden auch Abkommen zum Export von Nukleartechnik für saudische AKW, der kürzlich genehmigt wurde (US-Regierung genehmigt Export von Nukleartechniken an Saudi-Arabien). Im Oktober 2018 brüstete sich Trump, dass er damals Deals im Wert von 450 Milliarden US-Dollar nach Hause gebracht habe, die 1 Million Jobs schaffen würden. Allein der Waffendeal würde „Zehntausende von Jobs“ schaffen.

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Gute Laune ist etwas für Charakterschwache

Abendblatt-Kolumnist Hajo Schumacher Foto: Reto Klar
Skepsis zeugt laut Forgas von mentaler Stärke, womit wir bei den Klimaprotesten unserer Kinder wären.

Hajo Schumacher | Hamburger Abendblatt

Na, auch schlechte Laune? Der Kaffee wieder zu heiß oder zu kalt? In der Zeitung nichts als Apokalypse? Und der Lebensgefährte war auch schon mal frischer?

Herrlich, dieser Grummelreflex. Tut doch gut, nach Herzenslust so richtig zu pesten. Und Gründe gibt es immer. Hat der liebe Gott das Wetter nicht erfunden, damit sich der Mensch darüber aufregen kann?

Gute Laune ist für Charakterschwache, denen es an Sensibilität für Probleme mangelt. Wer jeden Quatsch glaubt und halb leere Gläser für fast voll hält, ist oft nur zu bequem, nach dem Haken zu fahnden. Optimisten lassen sich jeden Quatsch erzählen, Skeptiker dagegen brauchen Kraft und Ausdauer fürs Mäkeln, findet der australische Psychologe Joseph Forgas, ein Mephisto seiner Branche, der dem Diktat vom positiven Denken die Segnungen gelegentlicher Traurigkeit entgegenhält.

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The Sun Is Spitting Out ‚Lava Lamp Blobs‘ 500 Times the Size of Earth

Massive blasts of plasma can launch forth when the sun’s magnetic field lines tangle, break and recombine. (Image: © NASA/GSFC/Solar Dynamics Observatory)
The sun’s corona constantly breathes wispy strings of hot, charged particles into space — a phenomenon we call the solar wind. Every now and then, however, those breaths become full-blown burps.

By Brandon Specktor | SPACE.com

Perhaps as often as once every hour or two, according to a study in the February issue of the journal JGR: Space Physics, the plasma underlying the solar wind grows significantly hotter, becomes noticeably denser, and it pops out of the sun in rapid-fire orbs of goo capable of engulfing entire planets for minutes or hours at a time. Officially, these solar burps are called periodic density structures, but astronomers have nicknamed them „the blobs.“ Take a look at images of them streaming off of the sun’s atmosphere, and you’ll see why. [The 12 Strangest Objects in the Universe]

„They look like the blobs in a lava lamp,“ Nicholeen Viall, a research astrophysicist at NASA’s Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland and co-author of the recent study, told Live Science. „Only they are hundreds of times larger than the Earth.“

While astronomers have known about the blobs for nearly two decades, the origin and impact of these regular solar weather events remain largely mysterious. Until recently, the only observations of the blobs have come from Earth-bound satellites, which can detect when a train of blobs bears down on Earth’s magnetic field; however, these satellites can’t account for the myriad ways the blobs have changed during their 4-day, 93-million-mile (150 million kilometers) journey from the sun.

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NRW prüft Masern-Impfpflicht

Bild: tagesschau.de
Den ersten Vorstoß machte Brandenburg – nun bemüht sich auch NRW um eine Masern-Impfpflicht für Kindergartenkinder. Die Länder setzen aber weiter auf eine bundesweite Regelung. Unterstützung kommt von der Familienministerin.

tagesschau.de

Nach Brandenburg strebt auch Nordrhein-Westfalen eine Masern-Impfpflicht für Kindergartenkinder an. „Ich bin für eine generelle Impfpflicht – das gilt auch für Kindergärten“, sagte der nordrhein-westfälische Kinder- und Familienminister Joachim Stamp dem WDR. Nordrhein-Westfalen werde prüfen, wie eine solche Pflicht dort umgesetzt werden könne, so der FDP-Politiker.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürwortet eine Impfpflicht gegen Masern für Kinder im Kita- und Schulalter. Der CDU-Politiker hat in der Großen Koalition bereits Gespräche über einen solchen Schritt geführt. Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann von der CDU sagte, er habe Spahn ausdrücklich seine Unterstützung für seine Prüfung zugesichert, wie diese umgesetzt werden könne.

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Nur fünf Frauen arbeiten in Führungspositionen im Vatikan: „Wir warten auf ein neues Gesetz“ – vorher kommt Godot zurück

Ordensfrauen und Bischöfe © Harald Oppitz (KNA)
Der Papst hat es angekündigt: 2019 kommt ein neues Grundgesetz. Es soll den Weg für mehr Laien in Führungspositionen im Vatikan ebnen. Auch für Frauen. Gudrun Sailer von Vatican News weiß, was bislang die Hürden sind.

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Wie viele Frauen arbeiten in Führungspositionen im Vatikan?

Gudrun Sailer (Redakteurin bei Vatican News und Publizistin): Leider sehr wenige. Ich habe sie kürzlich gezählt, es sind fünf, davon vier beim Heiligen Stuhl und eine im Vatikanstaat. Diese eine im Vatikanstaat ist die Direktorin der Vatikanischen Museen, Barbara Jatta. Sie ist seit gut einem Jahr im Amt und wurde von Franziskus ernannt.

Das Überraschende ist, der Papst hat hier wirklich einmal ein Zeichen gesetzt. Wenn wir uns umschauen in den Führungsetagen der größten Museen der Welt – und dazu gehören die Vatikanischen Museen – ist die Direktorin der Vatikanischen Museen die einzige Frau. Egal wo Sie hinschauen, Berlin, New York, London, Paris mit dem Louvre, Madrid mit dem Prado, Petersburg mit der Ermitage: überall Männer – nur im Vatikan eine Frau.

Die vier übrigen weiblichen Führungskräfte sind beim Heiligen Stuhl tätig. Das ist für die katholische Kirche wichtiger, insofern der Heilige Stuhl ja die Verwaltungszentrale der Weltkirche ist. Dort werden Dinge entschieden. Hier liegt eben der Prozentsatz der Frauen in Führungspositionen bei vier von 80, das sind fünf Prozent. Mager, würde ich sagen.

Es ist aber eine Kurienreform in Vorbereitung. Ein Anliegen von Papst Franziskus ist es, gezielt mehr Frauen in Führungspositionen im Vatikan zu bringen. Wir warten also mit Spannung auf das neue Grundgesetz des Heiligen Stuhles, welches dieses Jahr kommen soll. Eine Frauenquote wird sicher nicht darin stehen, aber wir gehen davon aus, dass das Ganze so gestaltet ist, dass Führungspositionen so definiert sind, dass dafür auch Laien – und nicht mehr wie bisher nur Priester – infrage kommen.

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Daniel Ellsberg: Assange’s Arrest Is the Beginning of the End

Daniel Ellsberg. (Steve Rhodes / Flickr)
What follows is a conversation between author and famed whistleblower Daniel Ellsberg and Sharmini Peries of the Real News Network. Read a transcript of their conversation below or watch the video at the bottom of the post.

Sharmini Peries | truthdig

SHARMINI PERIES It’s The Real News Network. I’m Sharmini Peries, coming to you from Baltimore.

Whistleblower associated with WikiLeaks Julian Assange appeared to be making a statement as he was shuffled out in handcuffs from the Ecuadorian Embassy in London. He was carrying a book, a book published by The Real News Network with Gore Vidal on the history of the national security state. We gather Assange may have been trying to send the world a message, as did the Washington Post. And you can find an interview that Paul Jay, the senior editor here at The Real News Network, had done with The Washington Post in the link below.

On to talk about Assange and the reasons for his arrest is a man that is, perhaps, the most famous whistleblower in history that has experienced this type of arrests and state threats, is Daniel Ellsberg, who leaked the famous Pentagon Papers. Daniel’s new book, The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner. You will find an interview series related to Daniel’s book here on The Real News Network, and we’ll put a link to that, as well. Daniel, good to have you here.

DANIEL ELLSBERG Glad to be back with you. Thank you.

SHARMINI PERIES Daniel, your reaction to what has just happened to Julian Assange in London?

DANIEL ELLSBERG It’s a very serious assault on the First Amendment. A clear attempt to rescind the freedom of the press, essentially. Up till now we’ve had a dozen or so indictments of sources, of which my prosecution is the very first prosecution of an American for disclosing information to the American public. And that was ended a couple of years later by governmental misconduct. There were two others before President Obama, and nine or so under President Obama, of sources, none of these having been tested in the Supreme Court yet as to their relation to the First Amendment. Hasn’t gone to them.

This is the first indictment of a journalist and editor or publisher, Julian Assange. And if it’s successful it will not be the last. This is clearly is a part of President Trump’s war on the press, what he calls the enemy of the state. And if he succeeds in putting Julian Assange in prison, where I think he’ll be for life, if he goes there at all, probably the first charge against him is only a few years. But that’s probably just the first of many.

In my own case, my first indictment was for three counts, felony counts. That was later expanded to 12 felony counts by the end of the year, for a possible 115-year sentence. So I think this is a warning shot across the bow of every editor and publisher in the country.

If they make the connection of the Real News Network book that he was carrying with him into prison, which I think Gore Vidal would be very pleased to see, him associated with this incident in terms of defending Germany Assange’s rights, but they may connect you. You may be in the next conspiracy trial with Julian Assange. It may not take much more than that. I see on the indictment, which I’ve just read, that one of the charges is that he encouraged Chelsea Manning and Bradley Manning to give him documents, more documents, after she had already given him hundreds of thousands of files. Well, if that’s a crime, then journalism is a crime, because just on countless occasions I have been harassed by journalists for documents, or for more documents than I had yet given them. So they–none of them have been put on trial up till now. But in this case, if that’s all it takes, then no journalist is safe. The freedom of the press is not safe. It’s over. And I think our republic is in its last days, because unauthorized disclosures of this kind are the lifeblood of a republic.

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Uploadfilter, Terrorfilter und ungefiltert abgeladener Error

Grafik: TP
Als man Helmut Kohl 1994 auf die Datenautobahn ansprach, ließ der CDU-Chef wissen, für den für Bau von Autobahnen seien neben dem Bund hauptsächlich die Länder zuständig. Wenn ein Vierteljahrhundert später, nämlich kommenden Montag, der Rat der Europäischen Union die Urheberrechtsreform finalisieren wird, geschieht dies kurioserweise durch die Landwirtschaftsminister. Deutschland wird insoweit durch Julia Klöckner vertreten, eine studierte Theologin.

Markus Kompa | TELEPOLIS

Ähnliche Profession in Informationstechnologie und Urheberrecht boten auch die beiden deutschen Grünen, die im EU-Parlament für die von der Fachwelt einhellig abgelehnte Urheberrechtsrichtlinie stimmten: Helga Trüpel wird als Religionspädagogin selig; Maria Heubuch ist „Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft“ und versteht sich insbesondere aufs Melken – die Verwerterindustrie ist entzückt.

Doch auch ein Jurastudium, wie es Axel Voss nachgesagt wird, ist keine Garantie für methodisches Arbeiten wie etwa das Befragen von Experten, wenn man selbst das Internet nur aus Papierausdrucken kennt. Bei den fachlichen Blößen etwa, die sich der für die Urheberrechtslinie federführende CDU-Politiker in aller Öffentlichkeit leistete, konnte selbst Helga Trüpel nicht mithalten.

Wo die CDU/CSU und Grüne dilettieren, darf auch die ehemalige Volkspartei SPD nicht fehlen: Theoretisch hätte Bundesjustizministerin Katarina Barley die Reform noch sabotieren können, da die Stimme der deutschen Bundesregierung ausschlaggebend sein wird. Doch die SPD arbeitet hart daran, auch den letzten Wählenden ihre Illusion von Glaubwürdigkeit zu nehmen. Die widersprüchlich agierende Barley wird demnächst im Europaparlament neben Voss brillieren.

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Erzapostel Koch vergleicht Greta mit Jesus – see a doc

Heiner Koch. Bild: wikimedia.org. CC-BY-SA 4.0 – Martin Rulsch

Berlins katholischer Bischof Heiner Koch hat die Vorbild-Wirkung der schwedischen Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg mit der von Jesus Christus verglichen

evangelisch.de

Die „Fridays for Future“-Demonstranten würden in ihr ein Idol sehen, von manchen Politikern und Medien werde Greta als Heldin verehrt, sagte Koch in seinem Bischofswort am Samstag im RBB-Hörfunk. „Mich erinnern die Freitagsdemos ein wenig an die biblische Szene vom Einzug Jesu in Jerusalem“, sagte Koch mit Blick auf die kommende Karwoche, an deren Ende, dem Karfreitag, Christen an den Tod von Jesus am Kreuz erinnern.

Jesu Einzug in Jerusalem sei für viele „eine Art Triumphzug für einen Volkshelden“ gewesen. Manche hätten in ihm einen „Propheten, einen nationalen Retter“ gesehen. Ihm gehe es nicht darum, Greta Thunberg mit dem Vergleich zu einem weiblichen Messias zu machen, sagte Koch und ergänzte: „Ich möchte jedoch daran erinnern, dass unsere Gesellschaft und auch unsere Kirche von Zeit zu Zeit echte Propheten braucht, die auf Missstände und Fehlentwicklungen hinweisen und Lösungswege vorschlagen.“

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Congestion Tax: Stausteuern in den USA – Amerika denkt über die Kosten des Autofahrens nach

Der Times Square in Midtown Manhattan. Hier kommen Autos nur noch mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von acht Kilometern pro Stunde vorwärts. Die geplante Stausteuer soll Abhilfe schaffen. (Bild: Justin Lane / EPA)
Ohne Auto geht in Amerika nichts. Zur Arbeit fahren, einkaufen, Banking oder essen – fast alles erledigen die Amerikaner mit – oder gar in – ihrem Auto. Doch das steigende Verkehrsaufkommen bringt die Städte an ihre Grenzen: Rund hundert Stunden stehen Amerikaner mittlerweile pro Jahr im Stau. New York wagt nun ein Experiment, auf dessen Ausgang ganz Amerika gespannt schaut.

Christiane Hanna Henkel | Neue Zürcher Zeitung

Es war im Sommer 2017, als es auch den leidgeprüften New Yorkern zu viel wurde. In den schwülheissen Sommerwochen häuften sich die Betriebsstörungen in der New Yorker U-Bahn: Ende Juni etwa war der A-Train auf der Höhe der 125. Strasse entgleist, nachdem sich die Notbremse ausgelöst hatte, weil der Zug auf ein herumliegendes Stück Austauschgleis gefahren war. 39 Menschen wurden verletzt. Ein paar Wochen später entgleiste ein weiterer Zug, schlichtweg weil er nicht ordentlich gewartet worden war; neun Passagiere wurden verletzt. Auch kam es mehrfach an verschiedenen Stellen des Schienennetzes zu Bränden.

Als dann auch noch an einem der wichtigsten Knotenpunkte der Stadt, dem Bahnhof Penn Station, dringend notwendige Wartungsarbeiten vorgenommen wurden, verschärfte sich die Lage in der Stadt weiter und erfasste zudem die von Osten und von Norden in die Stadt einfahrenden Pendlerzüge. New Yorker brauchten in den Sommerwochen oft doppelt oder dreimal so lang für ihren Arbeitsweg als sonst. Der Sommer 2017 sollte den New Yorkern als «Höllensommer» in Erinnerung bleiben.

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Landeskirche: „Nazi-Glocken“ sollen doch schweigen

Themenbild. Hitlerglocke Herxheim am Berg. Bild: youtube/Screengrab: bb. Themenbild)
Ende März urteilte die Staatsanwaltschaft Erfurt, dass Glocken mit Nazi-Symbolik weiter geläutet werden dürfen. Trotzdem hat sich die Evangelische Landeskirche jetzt dagegen entschieden. Es gibt bereits Pläne, was aus den Glocken werden kann.

katholisch.de

Glocken mit Nazi-Symbolik sollen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) nicht mehr geläutet werden. Darauf verständigte sich bei einem Gespräch am Freitag in Erfurt die Kirchenleitung mit den betroffenen Gemeinden, teilte die EKM am Freitagabend mit. Dem sei die dringende Bitte von Landesbischöfin Ilse Junkermann vorangegangen, diese Glocken künftig schweigen zu lassen. Über das Schicksal der Glocken sollen nun die Gemeinden befinden.

Sechs der insgesamt neun Glocken würden bereits nicht mehr geläutet. In zwei Gemeinden stehe noch eine Entscheidung des zuständigen Gemeindekirchenrates aus, erläuterte ein EKM-Sprecher. Geplant seien nun eine wissenschaftliche Dokumentation und Aufarbeitung in Kooperation der EKM mit dem Lutherhaus in Eisenach und der Jenaer Universität.

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