Landeskirche: „Nazi-Glocken“ sollen doch schweigen


Themenbild. Hitlerglocke Herxheim am Berg. Bild: youtube/Screengrab: bb. Themenbild)
Ende März urteilte die Staatsanwaltschaft Erfurt, dass Glocken mit Nazi-Symbolik weiter geläutet werden dürfen. Trotzdem hat sich die Evangelische Landeskirche jetzt dagegen entschieden. Es gibt bereits Pläne, was aus den Glocken werden kann.

katholisch.de

Glocken mit Nazi-Symbolik sollen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) nicht mehr geläutet werden. Darauf verständigte sich bei einem Gespräch am Freitag in Erfurt die Kirchenleitung mit den betroffenen Gemeinden, teilte die EKM am Freitagabend mit. Dem sei die dringende Bitte von Landesbischöfin Ilse Junkermann vorangegangen, diese Glocken künftig schweigen zu lassen. Über das Schicksal der Glocken sollen nun die Gemeinden befinden.

Sechs der insgesamt neun Glocken würden bereits nicht mehr geläutet. In zwei Gemeinden stehe noch eine Entscheidung des zuständigen Gemeindekirchenrates aus, erläuterte ein EKM-Sprecher. Geplant seien nun eine wissenschaftliche Dokumentation und Aufarbeitung in Kooperation der EKM mit dem Lutherhaus in Eisenach und der Jenaer Universität.

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