Missbrauchte Nonnen: Chronologie eines lang verborgenen Skandals

Bild: BR24
Der Kindesmissbrauch durch Priester ist der wohl größte Skandal in der katholischen Kirche. Doch auch viele Nonnen wurden von Geistlichen sexuell belästigt und vergewaltigt. Der Vatikan weiß davon schon lange – passiert ist bisher wenig.

Martin Jarde | BR24

Die katholische Kirche wird seit Jahren von Missbrauchsaffären erschüttert. Bislang waren vor allem Übergriffe gegen Kinder und Jugendliche bekannt geworden. Ende Februar hatte Papst Franziskus daher die Vorsitzenden der weltweiten Bischofskonferenzen in den Vatikan einberufen, um über den „Schutz von Minderjährigen“ zu beraten.

Erster Bericht über sexuellen Missbrauch an Nonnen 1994

Doch nicht nur Kinder und Jugendliche, auch viele Nonnen und Ordensschwestern wurden Opfer sexueller Gewalt – was der Kirche auch seit langem bekannt ist. So verfasste Maura O’Donohue, Ordensschwester, Ärztin und Entwicklungshelferin, 1994 einen Bericht über sexuellen Missbrauch an Nonnen durch Priester und Bischöfe.

Sie sandte den Text an die zuständige Stelle im Vatikan. Darin benannte sie zahlreiche Fälle in 23 Staaten, darunter Indien, Irland, Italien, den USA und einigen afrikanischen Länder. In einem Fall hatte ein Priester eine Schwester, die er selbst vergewaltigt hatte, zur Abtreibung gezwungen. Sie starb bei dem Eingriff, und er hielt für sie die Totenmesse.

Der Vatikan berief daraufhin eine Untersuchungskommission ein, um Missbrauch und Vergewaltigungen an Nonnen durch Priester zusammen mit Maura O’Donuhue zu prüfen. Die Fälle bestätigten sich. Der eigentlich interne Bericht gelangte an das US-Magazin „National Catholic Reporter“, das ihn 2001 veröffentlichte.

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BlackHoles@home: Gravitationswellen auf dem heimischen PC

Die Simulation kollidierender Schwarzer Löcher ist extrem rechenaufwändig. Jetzt soll ein Netzwerk heimischer PCs bei dieser Aufgabe helfen. © Werner Benger/ CC-by<-sa 2.0)
Astronomie für alle: Demnächst kann jeder zu einem Teil der Gravitationswellen-Forschung werden. Denn im Citizen-Science-Projekt BlackHoles@home sollen heimische Rechner dabei helfen, die in Gravitationswellen steckenden Informationen zu dekodieren. Dafür wird die freie Rechenzeit der PCs genutzt, um Schwarze Löcher virtuell kollidieren zu lassen. Die physikalischen Parameter der dabei entstehenden Raumzeit-Wellen helfen dann Forschern, die Vorgänge bei echten Kollisionen zu entschlüsseln.

scinexx

Projekte wie SETI@home oder Einstein@home haben es vorgemacht: Wenn selbst die Leistung moderner Supercomputer nicht ausreicht, dann können heimische PCs helfen. Über ein Netzwerk verbunden, arbeiten bei dieser Art des verteilten Rechnens Millionen von Privatrechnern wissenschaftliche Teilaufgaben ab. Die Teilnehmer dieser Citizen-Science-Projekte stellen dabei freiwillig die von ihnen nicht benötigte Rechenzeit zur Verfügung.

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(Öffentlich) gucken verboten! Ein Blick auf eine absurde Konstruktion namens Sperrliste

Steht ganz Oben auf der Liste. Jeder ein Kreuz. Screenshot: Youtube
Auf den ersten Blick haben Filme wie „Top Gun“, „Mad Max“, „Police Academy“, „Vier Fäuste für ein Halleluja“, „Terminator“, aber auch „Mary Poppins“, „Heidi in den Bergen“ oder die „Feuerzangenbowle“ nicht gemein. Eins verbindet sie aber: Sie wurden als „nicht feiertagsfrei“ gekennzeichnet und dürfen (bzw. durften) deswegen an „stillen Feiertagen“ nicht öffentlich aufgeführt werden.

Lena Ohm | evangelisch.de

In Deutschland bestimmt die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) die Altersfreigabe für Filme. Die Prüfer von der FSK entscheiden aber nicht nur darüber, was für Kinder und Jugendliche zumutbar ist, sondern auch, was an sogenannten „stillen Feiertagen“ öffentlich gezeigt werden darf. Mit dem Label „nicht feiertagsfrei“, das es seit 1952 gibt, werden Filme gekennzeichnet, die dem „ernsten Charakter“ dieser Feiertage widersprechen und bei denen zu befürchten ist, dass sie das „religiöse und sittliche Empfinden“ verletzen, so die Richtlinie der FSK.

Welche Feiertage in Deutschland zu den „stillen Feiertagen“ gehören, regeln die Feiertagsgesetze der einzelnen Bundesländer. Daher ergeben sich auch regionale Unterschiede. Je nach Bundesland zählen zum Beispiel einige hohe christliche Feste zu den „stillen Tagen“, am bekanntesten ist vermutlich das Tanzverbot an Karfreitag. Aber auch der staatlich angeordnete „Volkstrauertag“ als Gedenktag gehört dazu. „Stille Feiertage“ beschränken sich auch nicht nur auf gesetzlich arbeitsfreie Tage. So zählen in manchen Bundesländern zum Beispiel der „Buß- und Bettag“ (nur in Sachsen gesetzlicher Feiertag) oder auch Maria Empfängnis mit allen damit verbundenen Einschränkungen auch dazu.

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Tyrannisch, gefrässig, launig, fürsorglich oder manipulativ – wie viel Staat braucht der Mensch?

Zeichnung: Peter Gut
Die moderne Menschheit ist so verfasst, dass sie ohne Staat nicht leben kann. Doch der Staat ist ambivalent, er sichert unsere Existenz und bedrängt sie zugleich. Nur wenn der Staat es schafft, die divergenten Interessen der Individuen zu einer Allgemeinheit zu bündeln, stellt er eine moralische Instanz dar.

Konrad Paul Liessmann | Neue Zürcher Zeitung

«Die Idee der Menschheit voran, will ich zeigen, dass es keine Idee vom Staat gibt, weil der Staat etwas Mechanisches ist, so wenig als es eine Idee von einer Maschine gibt. Nur was Gegenstand der Freiheit ist, heisst Idee. Wir müssen also über den Staat hinaus! – Denn jeder Staat muss freie Menschen als mechanisches Räderwerk behandeln; und das soll er nicht; also soll er aufhören

Diese wuchtigen Sätze stammen aus einem der merkwürdigsten Dokumente der europäischen Geistesgeschichte, dem sogenannten «Ältesten Systemprogramm des deutschen Idealismus», ein erst 1917 entdecktes Fragment, das um 1797 entstanden ist und höchstwahrscheinlich gemeinsam von drei jungen Feuerköpfen verfasst wurde, deren Namen wir kennen: G. W. F. Hegel, Friedrich Wilhelm Josef Schelling und Friedrich Hölderlin. In der Phase der Entstehung des modernen Staates, wenige Jahre nach der Französischen Revolution, und fast zeitgleich mit Wilhelm von Humboldts «Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen» (1792) wird radikal die prinzipielle Unvereinbarkeit von Staat und Freiheit festgehalten.

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Digitalisierung – (vorläufiger) Höhepunkt menschlicher Trickserei

Der Mensch ist Mittelmaß. In seiner stammesgeschichtlichen Entwicklung haben sich seine Fähigkeiten, die Wirklichkeit abzubilden, zu erkennen nur teilweise angepasst. Unsere Aufnahmefähigkeit liegt im mittleren Spektrum.
Sehr großes, wie etwa die Entfernungen im Universum, sehr kleines, wie Atome, Moleküle, Zellen usw. sind uns kognitiv nicht zugänglich. Makro-und Mikrokosmos erschließen sich uns nur mittels technischer Hilfsmittel. Unser erkennbarer Mesokosmos(Vollmer) ist eingebettet in die unvorstellbaren Dimensionen des Universums und in die sehr kleinen Partikel des Mikrokosmos. Trotz dieser Mängel in der Erkenntnisfähigkeit menschlichen Seins, erschließt sich der Mensch fragmentarisch, diese ihm nicht zugänglichen Teile seiner Umwelt. Er trickst.

Hier kommen nun die Maschinen, oder letztlich nur eine allgemeine Megamaschine zum tragen.
Der kulturphilosophische Nerd Martin Burckhardt hat sich in seinem Buch Die Philosophie der Maschine mit der Genese derselben auseinander gesetzt.
Zur besseren Übersicht beginnt seine Retrospektive der Maschine in der Zeit der griechischen Antike.
Wenn die alten Griechen von Maschinen(mechane) sprachen, zielte die Begrifflichkeit nicht auf ein Gerät, sondern auf eine List, den Betrug an der Natur, ab. Beginnend in der Geburtshöhle des Zeus, Götter als die Projektionsflächen menschlichen Möchtegern-Seins, entwickelt der Autor das Handbuch einer jedweden Maschine, menschlicher Kultur und Geschichte. Wenn die Göttin am Haken des Theaterkrans auf die Bühne herabschwebt setzt der Prozess unmittelbarer Verweltlichung ein. Das ist der Preis der Maschine, in welchem Maße die Menschen bereit sind, sich der neuen Rationalität zu opfern.
Aus dem ideellen Konstrukt der Maschine entwickelt sich ihre Dinglichkeit. Sie sichert Macht, geheimnisvoll, komplex nur Eingeweihten verständlich, dient sie göttlicher Darstellung. Die Architektur der Antike bis hin zu den pyramidalen Grabsteinen menschlicher Vergottung, im alten Ägypten, sind Zeugnis der Religionisierung menschlichen Tuns.
Der Autor verfolgt den Weg der Maschine durch die Zeit, ihre Funktion, ihre Rolle in den vergangenen und entstehenden Kulturen menschlicher Gesellschaft. Die Verhüttung von Erzen, die Produktion von Metallen, das Prägen von Münzen erfordern maschinellen Einsatz. Das Münzgeld der Antike löst das animalische Gottesopfer ab. Religiöse Institutionen finden wir seit dem immer in der Nähe des Geldes, selbst Jesus ging in den Tempel und trieb aus die da kauften und verkauften, warum wohl. Mit anderen Worten, die heutige Kirchensteuer als maschinelle Opfergabe. Welch ein Fortschritt.
Burckhardt analysiert die Buchgesellschaft, Gutenberg, die handgreifliche Identität der Buchstaben, das Alphabet selbst, wohl eine der ältesten Maschinen menschlicher Kultur überhaupt. Und so geht es Schlag auf Schlag. Programmierbare Webstühle, protokapitalistische Produktionsweisen bis hin zur Hollerith-Karte. Die Maschinen-Zyklen beschleunigen sich.
Die Anwendbarkeit der Elektrizität wurde ein weiterer Meilenstein in der Anwendung der Maschine. Unsichtbares konnte für die Erbringung von Arbeit genutzt werden.
Die Janusköpfigkeit der Maschine ist dem Autor bekannt, nicht zuletzt führte eine Volkszählung zur Kenntnis des Judentums in der deutschen Gesellschaft, Daten, gespeichert mittels Hollerith-Karte. So waren später den Nazis die Juden bekannt, der Holocaust sah seiner Vollendung entgegen.
Wie alles menschgemachte, so ist auch die Maschine zu missbrauchen. Die Aufklärung brachte nicht nur Positives für die Menschen.
Der Computer ist nicht nur ein Werkzeug, er ist:

„…eine Werkstatt. Begeben wir uns in diese Gedankenwerkstatt, verfügen wir über all die Werkzeuge, die auf unserem Desktop parat liegen. Fehlt etwas, erlaubt die Öffnung zur Welt, dass man das fehlende Teil in die eigene Arbeitsumgebung teleportiert. Insofern verkörpert die Maschine nicht nur diesen oder jenen Raum, sondern enthält, als prinzipiell offener Möglichkeitsraum, Platz für all jene Werkzeuge, die virtuell möglich, noch nicht realisiert, oder derzeit noch nicht in das eigene Arbeitsumfeld eingebunden sind.“(S.31)

Der Computer, die langsam an Fahrt gewinnende Digitalisierung eröffnet uns einen neuen Kontinent der Erkenntnis. Es bedarf nicht vielen Mutes diesen Kontinent zu entdecken, uns zu erschließen. Wir sind Ausgangspunkt, Teil und Ziel der Digitalisierung. Wir, Menschen aus Fleisch und Blut, sind die Maschine. Seit Jahrtausenden irren wir uns empor, aus der Natur gefallen, ertricksen wir uns den Zugang zu neuer Erkenntnis.

Die Computer, das Netz existieren ohne uns nicht, wenn wir also Bestandteil, Ursache und Erscheinung der Digitalisierung sind, offenbaren Begrifflichkeiten wie Multi-, Hyper- und Transmedialität, der Medienwissenschaften, nichts anderes als das Unverständnis der Maschine selbst. Kryptologie um Unwissenheit zu kaschieren.
Digitalisierung ist als universale Maschine, die allen Lebensbereich durchdringt, zu verstehen. Gängige Konzepte in der Politik, Wirtschaft erodieren schrittweise. Ein Höhepunkt politischer Erosion ist der Kanzlerinnen-Begriff des Neulands. Der Staat, Leviathan, zeigt immer offener seine Inkompetenz. Als Maschine versagt der Staat in immer stärkeren Maße. Populistische, postdemokratische Erscheinungsformen transportieren sich in die freiwerdenden Lücken der Erosionsprozesse.

Martin Burckhardt hat ein exzellentes Buch zur Philosophie der Maschine geschrieben. Die Grenzen zwischen analoger und digitaler Welt sind keine, die Grenzziehung eine künstliche.
Verblüffende Rückschlüsse, historische Retrospektiven bringt der Autor stets in anschaulicher Art und Weise auf den Punkt. Er produziert Aphorismen, wie selten in einer derartigen Konzentration zu lesen. Manches liest sich wie eine Übung in kreativer Semantik, feinsinniger Humor mit schon fast subversiv zu nennender Gedankenschärfe. Wer sich zum Thema Digitalisierung schlau machen, informieren will, wird mit diesem Buch fündig.

Ein Kritikpunkt wäre anzuführen, im Kapitel 18 – Der Abgesang der Philosophie, Fußnote 9, schreibt der Autor „[…] Daniel Dennett hat in diesem Kontext einen sehr merkwürdigen Gottesbeweis abgeliefert: Alles, was man zu denken imstande, werde, insofern es im Hirn abgespeichert werde, real. In dem man Gott denke, sei er existent.(Aus einem Gespräch mit dem Autor).“
Dieser Gedanke ist nicht von Dennett, es handelt sich dabei um den ontologischen Gottesbeweis des Anselm von Canterbury, der aus dem bloßen Gedanken oder Begriff „Gott“ d. h. A priori, auf die Existenz Gottes schließt und schlussfolgert.

Mit dem Grundeinkommen gegen Armut und soziale Ungleichheit?

Grafik: TP
Während das Grundeinkommen in den Industrieländern nicht so recht vorankommt, macht es in Indien eine steile Karriere. Doch die Idee offenbart hier auch ihre Tücken

Gabriela Simon | TELEPOLIS

Die Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen ist in den letzten Jahren weltweit in Schwung gekommen. Angesichts der fortschreitenden digitalen Automatisierung und dem absehbaren Verlust vieler Millionen Arbeitsplätze, sehen viele darin ein ideales Instrument, um die sozialen Folgen dieser Entwicklung aufzufangen und das Einkommen stärker von der Erwerbsarbeit zu entkoppeln.

In der Praxis allerdings sind die bisher größten Pilotprojekte in den Industrieländern im Sand verlaufen. In Finnland haben 2.000 Arbeitslose zwei Jahre lang bedingungslos 560 Euro im Monat bekommen, anstelle der üblichen Arbeitslosenhilfe.

Doch das Projekt wurde nicht weitergeführt. Die rechtsgerichtete finnische Regierung hatte sich davon erhofft, dass der Anreiz, schlecht bezahlte Jobs anzunehmen, durch das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) vergrößert und so der Niedriglohnsektor ausgebaut werden könnte. Das hat sich nicht bestätigt. Das BGE hat sich „nur“ auf Gesundheit und Wohlbefinden der Arbeitslosen positiv ausgewirkt. In der kanadischen Provinz Ontario startete 2017 ein Pilotprojekt für 4.000 Personen. Familien mit geringem Einkommen sollten drei Jahre lang ein BGE von bis zu 17.000 Dollar im Jahr – abhängig von Einkommen der Familie –erhalten. Doch das Projekt wurde nach einem Wechsel der Regionalregierung für zu teuer befunden und vorzeitig beendet. Wie die beiden Beispielen bereits deutlich machen, ist das BGE für die unterschiedlichsten politischen Richtungen interessant, auch deshalb, weil es eine einfache Lösung für komplexe soziale Probleme verspricht.

Seit 1962, als Milton Friedman sein Buch „Capitalism and Freedom“ veröffentlichte und sich darin für eine Spielart des Grundeinkommens aussprach, träumen marktradikale „Reformer“ des Sozialstaates davon, sämtlich staatlichen Wohlfahrtsprogramme zugunsten dieses einen Instruments abschaffen zu können. Auf der anderen Seite erhoffen sich Linke von einem BGE eine Befreiung vom Zwang zur Erwerbsarbeit und dadurch einen tiefgreifenden Wandel der menschlichen Arbeit, das Verschwinden unsinniger, unterbezahlter oder gesundheitsschädlicher Jobs und ein Aufblühen selbstbestimmter, sinnstiftender Tätigkeiten.

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The Day Feynman Worked Out Black-Hole Radiation on My Blackboard

After a few minutes, Richard Feynman had worked out the process of spontaneous emission, which is what Stephen Hawking became famous for a year later.Wikicommons
The amazing image of a black hole unveiled Wednesday, along with data from the Event Horizon Telescope, may not substantiate Stephen Hawking’s famous theory that radiation, an example of spontaneous emission at the quantum level, is emitted by a black hole. But the news did remind us of a story that physicist and writer Alan Lightman told Nautilus: Richard Feynman came up with the idea for spontaneous emission before Hawking. Here is Lightman in his own words:

By Nautilus Editors

One day at lunch in the Caltech cafeteria, I was with two graduate students, Bill Press and Saul Teukolsky, and Feynman. Bill and Saul were talking about a calculation they had just done. It was a theoretical calculation, purely mathematical, where they looked at what happens if you shine light on a rotating black hole. If you shine it at the right angle, the light will bounce off the black hole with more energy than it came in with. The classical analogue is a spinning top. If you throw a marble at the top at the right angle, the marble will bounce off the top with more velocity than it came in with. The top slows down and the energy, the increased energy of the marble, comes from the spin of the top. As Bill and Saul were talking, Feynman was listening.

We got up from the table and began walking back through the campus. Feynman said, “You know that process you’ve described? It sounds very much like stimulated emission.” That’s a quantum process in atomic physics where you have an electron orbiting an atom, and a light particle, a photon, comes in. The two particles are emitted and the electron goes to a lower energy state, so the light is amplified by the electron. The electron decreases energy and gives up that extra energy to sending out two photons. Feynman said, “What you’ve just described sounds like stimulated emission. According to Einstein, there’s a well-known relationship between stimulated emission and spontaneous emission.”

Spontaneous emission is when you have an electron orbiting an atom and it just emits a photon all by itself, without any light coming in, and goes to a lower energy state. Einstein had worked out this relationship between stimulated and spontaneous emission. Whenever you have one, you have the other, at the atomic level. That’s well known to graduate students of physics. Feynman said that what Bill and Saul were describing sounded like simulated emission, and so there should be a spontaneous emission process analogous to it.

We’d been wandering through the campus. We ended up in my office, a tiny little room, Bill, Saul, me, and Feynman. Feynman went to the blackboard and began working out the equations for spontaneous emission from black holes. Up to this point in history, it had been thought that all black holes were completely black, that a black hole could never emit on its own any kind of energy. But Feynman had postulated, after listening to Bill and Saul talk at lunch, that if a spinning black hole can emit with light coming in, it can also emit energy with nothing coming in, if you take into account quantum mechanics.

After a few minutes, Feynman had worked out the process of spontaneous emission, which is what Stephen Hawking became famous for a year later. Feynman had it all on my blackboard. He wasn’t interested in copying down what he’d written. He just wanted to know how nature worked, and he had just learned that isolated black holes are capable of emitting energy when you take into account quantum effects. After he finished working it out, he brushed his hands together to get the chalk dust off them, and walked out of the office.

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Plattformunternehmen bilden zunehmend das Rückgrat der Infrastruktur ganzer Volkswirtschaften

Grafik: TP
Das angestammte Marktgeschehen wird seit rund einem Jahrzehnt von globalen Plattformunternehmen wie Google, Amazon, Uber, AirBnB und Co. disruptiv aufgebrochen und umgestaltet. Die Plattformunternehmen nutzen die Möglichkeiten, die ihnen die Digitalisierung bietet, und vernetzen die Marktteilnehmer in einer neuartigen Weise.

Ruben Schattevoy | TELEPOLIS

Die Plattformen senken dabei massiv die Transaktionskosten. Sie bieten den Marktteilnehmern einen großen Mehrwert und schöpfen einen erheblichen Teil dieses Mehrwerts ab.

Der Marktwert der globalen Plattformunternehmen übersteigt mittlerweile den der meisten angestammten Unternehmen.1 Die angestammten Unternehmen wiederum müssen entweder selbst Plattformen aufbauen oder sich unter die Obhut einer der großen Plattformen begeben, um weiterhin erfolgreich am Markt agieren zu können.

Die Plattformen bieten den Konsumenten ein völlig neues Einkaufserlebnis. Neben den klassischen Merkmalen der angebotenen Produkte und Dienstleistungen rücken mehr und mehr auch die Komfortmerkmale des Handels in den Fokus.

Durch die Plattformen wird der Markt für den Konsumenten transparenter. Er findet schneller, was er sucht. Er kann die Angebote leichter vergleichen. Er kann einfacher als bisher Verträge schließen, Bestellungen auslösen, Rechnungen bezahlen, Reklamationen durchsetzen, Service in Anspruch nehmen und vieles mehr.

Das Geschäftsmodell der Plattformunternehmen basierte in der Anfangszeit auf der Senkung der Transaktionskosten und dem Abschöpfen ihres Anteils am erzeugten Mehrwert. Die Plattformen bieten den Marktteilnehmern Vorteile und zwar gerade auch deshalb, weil sie die Vielfalt auf beiden Seiten des Marktes einschränken. Sie erzeugen und nutzen Netzeffekte2, prägen ganze Technologiepfade und setzen neue Industriestandards.3

Die Plattformunternehmen entwickeln sich zunehmend zu Torwächtern der Märkte, ohne die Angebot und Nachfrage nicht mehr zusammenfinden. Den Plattformunternehmen liegt inhärent die Tendenz inne, ihre Gewinne fortwährend in die Ausweitung ihrer Plattform zu reinvestieren, um ihre Position immer weiter auszubauen und sich die Marktdominanz zu sichern. Sie aggregieren zu immer größeren Unternehmen und entwickeln globale Monopole.

Was ist der Preis?

Das Geschäftsmodell der Plattformunternehmen hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Es geht ihnen zunehmend darum, ganze Marktsegmente oder gleich ganze Märkte unter ihre Kontrolle zu bringen, um in den (alleinigen) Besitz der Nutzungs- und Transaktionsdaten zu gelangen. Auf der Grundlage dieser Daten und unter Verwendung aktueller Technologien wie Data-Mining, maschinelles Lernen etc. haben sich die Plattformunternehmen daran gemacht, das eigentliche Gold der Digitalisierung zu heben. Sie sitzen schon heute auf einem wahren Datenschatz, nutzen die darin enthaltenen Informationen, um den Marktteilnehmern einen maximalen Nutzen zu bieten und erhalten daher mehr und mehr Nutzungs- und Transaktionsdaten.

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Auffällige Affen haben kleine Hoden

Kein Bankster! sieht nur so aus (CC-by-sa/2.0 von Wilfried Berns)
Gut bestückt oder gut geschmückt, aber beides geht nicht. Wie Evolutionsbiologen der Universität Zürich erstmals zeigen, haben Affenmännchen entweder grosse Hoden oder sind auffällig geschmückt. Um beide Merkmale auszubilden, fehlt die Energie.
Beat Müller Kommunikation
Universität Zürich

Die meisten Primatenmännchen sind starker Konkurrenz ausgesetzt, wenn es darum geht, sich mit Weibchen zu paaren und ihr Erbgut an die nächste Generation weiterzugeben. Bei vielen Affenarten investieren die Männchen daher in verschiedene Geschlechtsmerkmale. Grosse Eckzähne, die sie als Waffe einsetzen, oder eine kräftige Statur verschaffen ihnen im direkten Kampf mit Konkurrenten Zugang zu möglichen Partnerinnen. Ausgeprägter sexueller Schmuck wie Mähnen, Bärte, Wangenwülste oder stark gerötete Hautstellen können die Kontrahenten einschüchtern und die Weibchen von ihrer Männlichkeit überzeugen. Paaren sich trotzdem auch Rivalen mit ihren Partnerinnen, führt die Spermienkonkurrenz zu einem starken Selektionsdruck auf die Spermienproduktion. Affenmännchen brauchen also auch grosse Hoden, um sexuell erfolgreich zu sein.

Ausgeprägter Körperschmuck führt zu kleinen Hoden

All diese männlichen Merkmale sind energetisch kostspielig. Wie verteilen also die Tiere ihre limitierten Ressourcen unter den Geschlechtsmerkmalen, um ihren Fortpflanzungserfolg zu maximieren? Dieser Frage ist Stefan Lüpold, Evolutionsbiologe an der Universität Zürich (UZH), zusammen mit seinen Kollegen Leigh Simmons und Cyril Grueter von der University of Western Australia nachgegangen. Dazu haben sie die Sexualmerkmale von über 100 Affenarten und dem Menschen miteinander verglichen. Einzeln betrachtet sind, wie erwartet, alle Merkmale stärker ausgebildet, je grösser die Konkurrenz zwischen den Männchen ist. Werden sie jedoch gemeinsam verglichen, kommt der Zielkonflikt zum Vorschein: «Ein aufwändiger Schmuck geht auf Kosten von Hodengrösse und Spermienproduktion. Oder anders formuliert: Die auffälligsten Männchen haben die kleinsten Hoden», sagt Lüpold.

Limitierte Ressourcen bestimmen Ausprägung

Die neue Studie hat erstmals alle Sexualmerkmale gleichzeitig untersucht. Dabei offenbarten sich die Feinheiten, wie Primatenmännchen in ihren Fortpflanzungserfolg investieren: «Grosse Hoden kommen mit grossen Waffen einher, aber weniger Ornamenten.» Die Forscher sehen verschiedene Gründe für diesen Zusammenhang. Zentral dürfte der energetische Aufwand sein, um die verschiedenen Merkmale auszubilden und über die Dauer der Geschlechtsreife aufrechtzuerhalten. «Alles zu haben, ist schlicht schwierig», sagt Lüpold.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Stefan Lüpold
Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften
Universität Zürich
Tel. +41 44 635 47 77
E-Mail: stefan.luepold@ieu.uzh.ch

Maronitenpatriarch: Können Flüchtlinge nicht mehr lange versorgen

Bild: © KNA
Das Land Libanon ist so groß wie Hessen und hat über eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Mit dieser großen Zahl ist das kleine Land überfordert, warnt der Patriarch der Maroniten und fordert konkrete Maßnahmen der Weltpolitik gegen die Kriege im Nahen Osten.

katholisch.de

Maronitenpatriarch Kardinal Bechara Rai hat vor einer Überlastung des Libanon durch die große Zahl syrischer Flüchtlinge gewarnt. „Trotz unserer vollständigen humanitären Solidarität kann der Libanon die Folgen der Vertreibung nicht länger tragen“, sagte er während der Palmsonntagsmesse an seinem Amtssitz Bkerke nördlich von Beirut.

Rai rief die politisch Verantwortlichen in aller Welt dazu auf, Kriegen ein Ende zu setzen und auf eine Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Heimatländer hinzuarbeiten. Dies sei notwendig, um „ihre Kultur, Zivilisation und Geschichte zu bewahren“. Während sich Materielles ersetzen lasse, könne die Identität nicht wiederhergestellt werden.

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Last time CO2 levels were this high, sea levels were 60 feet higher and Antarctica had trees

Antarctica’s Collins glacier has retreated in the last 10 years and shows signs of fragility in this February 2, 2018 photo. CREDIT: MATHILDE BELLENGER/AFP/Getty Images.
Study finds the Earth’s climate is highly sensitive to „relatively small variations in atmospheric CO2.“

Joe Romm | ThinkProgress

The last time carbon dioxide levels in the atmosphere were as high as they are today, sea levels were 60 feet higher and it was so warm that trees grew in Antarctica.

Current CO2 levels of 410 parts per million (ppm) were last seen on Earth three million years ago, according to the most detailed reconstruction of the Earth’s climate by researchers at the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) and published in Science Advances.

Their in-depth analysis of plant fossils and sediments reveal that such CO2 levels were last seen in the late Pliocene Epoch, a time when there were no ice sheets covering either Greenland or West Antarctica, and much of the East Antarctic ice sheet was gone. Temperatures were up to 7 degrees Fahrenheit warmer globally, at least double that at the poles, and sea levels were some 20 meters (65 feet) higher.

“This is an amazing discovery,” Jane Francis, director of the British Antarctic Survey, told The UK Guardian. “They found fossil leaves of southern beech. I call them the last forests of Antarctica.”

While the discovery is remarkable, it’s implications are dire. “Twenty metres of sea level rise would have a major impact on our all our coastal cities,” Francis warned.

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Theologin sieht keine Chancengleichheit in der Kirche: „Kirche schließt Frauen kategorisch von Leitungspositionen aus“

Mehr Frauen sollen in den Führungspositionen der Kirche arbeiten © Oliver Berg (dpa
Frauen in Leitungspositionen stören die Kirche. Diese These stammt von der Theologin Dr. Andrea Qualbrink. Für sie sind Frauen in den Schlüsselpositionen der Kirche unterrepräsentiert. Die Gründe dafür liegen in den Bistümern selbst.

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Sie haben in Ihrer Studie die These aufgestellt, dass Frauen in Leitungspositionen die Kirche stören. Warum stören Frauen die Organisation Kirche?

Dr. Andrea Qualbrink (Theologin und Referentin im Stabsbereich Strategie und Entwicklung im Bistum Essen): Die Frauen stören die Organisation Kirche als produktive Irritationen. Sie stören die Kirche, weil sie zeigen: Kirche kann nicht so bleiben, wie sie ist. Die Frauen in den Leitungspositionen zeigen ganz deutlich, dass das Gesicht der Kirche mindestens aus Männern und Frauen besteht. Mit ihrer Tätigkeit in Führungspositionen zeigen die Frauen, dass die Struktur sie nach wie vor benachteiligt. Sie sind unterrepräsentiert. Das passt so nicht mehr.

DOMRADIO.DE: Wie schwer haben es Frauen heute in der Kirche?

Qualbrink: Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz habe ich unter anderem die Rolle der Frauen in Leitungspositionen in Ordinariaten und Generalvikariaten untersucht. Da zeigte sich zwischen 2013 und 2018 eine Erhöhung auf der oberen und mittleren Leitungsebene. Einmal von 13 auf 19 Prozent und einmal von 19 auf 23 Prozent. Heißt aber umgekehrt: Frauen sind in diesen Leitungsfunktionen noch ganz stark unterrepräsentiert.

Das liegt nicht in erster Linie an den Frauen selbst. Ganz im Gegenteil, es liegt in erster Linie an den Organisationen selbst und in den stereotypen Vorstellungen, wie Frauen und Führungskräfte sind. Diese Vorstellungen sind zum Teil unbewusst. Sie strukturieren aber vor, wer in Leitungspositionen hinein gefördert wird, wer akquiriert wird, wer diese Leitungspositionen überhaupt erreicht. Diese Vorstellungen haben sowohl Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

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Urfaschismus: Die Gruppen und ihr Druck

Grafik: TP
Alle sozialen Formen sind an sich von vorneherein faschistisch, reaktionär und an sich die Pest dieser Welt, sie produzieren Mitläufer

Karl Kollmann | TELEPOLIS

.. die Kindlein, sie hören es nicht gerne, wenn die angeborene Neigung des Menschen zum „Bösen“, zur Aggression, Destruktion und damit auch zur Grausamkeit erwähnt wird.

Sigmund Freud

Gemeinschaften haben Spielregeln und erst diese haben die Menschen zivilisiert, erträglich gemacht. Der zwangsläufige Schaden dabei ist, Gruppen zerstören das, was authentische Individualität sein könnte. Jedoch unter „Individualität“ verstehen Menschen heute ohnedies meist nur was Bescheidenes, nämlich sich erlaubte und leistbare Konsumvorlieben erfüllen. Etwa gern Orange-Wein trinken, in den USA shoppen und Eis essen, Sri Lanka als jährlichen Urlaubsort lieben und sich heimlichen Polyamorie-Gedanken hingeben.

Was Freud 1930 angemerkt hat, ist nach wie vor beachtenswert: Die Jugend wird zu wenig auf die bedeutende Rolle, die Sexualität in ihrem Leben spielen wird, vorbereitet. Genau so wenig wird sie für die Aggressionen gerüstet, die ebenfalls eine dominante Rolle in ihrem Leben einnehmen. Aggression, das ist nicht nur persönliche Wut, Neid oder Gehässigkeit zwischen Personen, sondern ebenso der Druck, den eine Gruppe, eine Gemeinschaft, das „Soziale“ ausübt. Umberto Eco hat das Mitte der 1990er Jahre beschrieben – im Endeffekt ist die Gruppe, der einer angehört, die Ursprungsform des Faschismus.1 Das betrifft alle Gruppen, doch dazu später.

Unkenntnis wie Gesellschaft tickt

Ein halbes Jahrhundert nach 1968 scheinen die großen gesellschaftlichen Milieus ihre Kenntnisse über grundsätzliche menschliche Verfasstheit weitgehend verloren zu haben. Bildungssystem und ebenso die Medien haben da nachhaltig versagt, heute wird zum „Sozialen“ meist nur oberflächliches Blabla geäußert. Menschen aller Kulturen, sofern sie nicht ver-rückt sind, haben anthropologische Konstanten, etwa das Inzest-Tabu oder eine nachhaltige Distanz allem Fremden gegenüber (und mehr dazu später). Um hier gleich den Beißreflex des „fortschrittlichen“ Milieus zu unterbinden, sei auf den links verorteten Soziologen Zygmunt Bauman verwiesen, der sich damit umfassend beschäftigt hat.

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Bedford-Strohm: Im Netz werden „Kübel von Hass“ ausgeschüttet

Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Öffentliche Debatten werden nach Einschätzung des bayerischen Landesbischofs und EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm zunehmend durch „neue Brüllorte im Internet“ vergiftet.

evangelisch.de

Das Hören habe es heutzutage nicht leicht, das laute Reden und auch das Brüllen hätten „Hochkonjunktur“, sagte Bedford-Strohm am Sonntag bei einem Gottesdienst in der Rothenburger Heilig-Kreuz-Kirche: „Unter dem Schutz der Anonymität oder auch mit Klarnamen unter dem Schutz der Masse der Gleichgesinnten in den Internetblasen schütten Menschen Kübel von Hass auf andere aus“, erläuterte der evangelische Theologe laut Redemanuskript.

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Klimawandel lockt Mücken und Zecken nach Norden

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Zecke Großaufnahme (CC-by-sa/2.5/en by Aka)
Der Klimawandel ermöglicht das Vordringen tropischer Mücken nach Norden – auch in die Schweiz. Damit steigt die Gefahr für Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder West-Nil-Viren. Auf einem Kongress erörtern Experten Strategien zum Schutz.

Neue Zürcher Zeitung

Krankheiten, die durch Mücken oder Zecken übertragen werden, könnten in den kommenden Jahrzehnten in Europa häufiger auftreten. Das Verbreitungsgebiet der Überträger etwa von Dengue-Fieber, Leishmaniose oder Chikungunya vergrössere sich rapide, mahnen Forscher. Über neue Erkenntnisse berichten sie auf dem Europäischen Kongress für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) von Samstag bis Dienstag in Amsterdam.

Als Gründe für die Entwicklung nennen Forscher in einer Mitteilung zum Kongress unter anderem den Klimawandel und die zunehmende Globalisierung. Diese Veränderungen ermöglichten es Mücken und Zecken, neue Lebensräume in Europa zu erschliessen.

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Dodo Müller würdigt Missbrauchs-Analyse von Benedikt XVI. „Das Übel beim Namen genannt“

Gerhard L. Müller links im Bild. Bild: bb
Gerhard Ludwig Kardinal Müller hat die jüngsten Äußerungen von Benedikt XVI. zum Missbrauchsskandal gewürdigt. Es handle sich um „die tiefgründigste Analyse der Genese der Glaubwürdigkeitskrise der Kirche in Fragen der Sexualmoral“.

DOMRADIO.DE

Das sagte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des österreichischen Internetportals kath.net.

„Nicht mit Worthülsen wie Klerikalismus oder Forderung nach einer Sexualmoral nach dem egoistischen Lustprinzip kommen wir aus der Krise, sondern nur wenn das Übel beim Namen genannt wird“, so der Kardinal weiter. Das grundsätzliche Problem bestehe in einem Zusammenbruch der bürgerlichen Moral und dem aus seiner Sicht missglückten Versuch „einer katholischen Moralbegründung ohne das Naturrecht und die Offenbarung“, so Müller.

Aufsatz von Benedikt XVI.

Am Donnerstag hatten mehrere Medien einen Aufsatz von Benedikt XVI. mit dem Titel „Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs“ publiziert. Darin sieht der emeritierte Papst einen Verfall der kirchlichen Morallehre und eine zunehmende Gottlosigkeit in Kirche und Gesellschaft als Hauptursachen der Missbrauchskrise.

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