Dodo Müller würdigt Missbrauchs-Analyse von Benedikt XVI. „Das Übel beim Namen genannt“


Gerhard L. Müller links im Bild. Bild: bb
Gerhard Ludwig Kardinal Müller hat die jüngsten Äußerungen von Benedikt XVI. zum Missbrauchsskandal gewürdigt. Es handle sich um „die tiefgründigste Analyse der Genese der Glaubwürdigkeitskrise der Kirche in Fragen der Sexualmoral“.

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Das sagte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des österreichischen Internetportals kath.net.

„Nicht mit Worthülsen wie Klerikalismus oder Forderung nach einer Sexualmoral nach dem egoistischen Lustprinzip kommen wir aus der Krise, sondern nur wenn das Übel beim Namen genannt wird“, so der Kardinal weiter. Das grundsätzliche Problem bestehe in einem Zusammenbruch der bürgerlichen Moral und dem aus seiner Sicht missglückten Versuch „einer katholischen Moralbegründung ohne das Naturrecht und die Offenbarung“, so Müller.

Aufsatz von Benedikt XVI.

Am Donnerstag hatten mehrere Medien einen Aufsatz von Benedikt XVI. mit dem Titel „Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs“ publiziert. Darin sieht der emeritierte Papst einen Verfall der kirchlichen Morallehre und eine zunehmende Gottlosigkeit in Kirche und Gesellschaft als Hauptursachen der Missbrauchskrise.

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