Bedeutung von Feiertagen schwindet


Christliche Feiertage wie Ostern, Pfingsten oder Christi Himmelfahrt haben aus Sicht von Experten nur noch einen geringen Einfluss auf den Lebensrhythmus der Menschen in Deutschland.

evangelisch.de

„Die Grenzen zwischen Fest- und Alltag, Ruhe und Arbeit, Verzicht und Genuss haben sich weitgehend aufgelöst“, sagte der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, dem Evangelischen Pressedienst. „Die meisten Menschen leben ein weitgehend nivelliertes Leben.“ Einzig Weihnachten habe noch die Funktion einer echten Schwelle im Jahreslauf.

Diese Entwicklung spiegelt sich nach Angaben von Petra-Angela Ahrens vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD statistisch in den Besucherzahlen der Kirchen wider. So besuchten an einem normalen Sonntag etwa 3,5 Prozent aller evangelischen Kirchenmitglieder einen Gottesdienst. Am Karfreitag, dem vor allem in der evangelischen Kirche hohe Bedeutung zukommt, seien es rund 4,1 Prozent. An Heiligabend hingegen gingen jedes Jahr rund 37 Prozent aller Protestanten in die Kirche.

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