Evangelikale Strukturen in Bremen: Führe uns nicht in Versuchung


Freuen sich über Jesus: Evangelikale beim Christival in Bremen 2008 . Foto: dpa
In Bremen will das karitative Werk einer evangelikalen Gemeinde aus Oldenburg ein Sozialzentrum mit eigener Kita errichten. Kann das gut gehen?

Cornelius Runtsch | taz.de

An diesem Wochenende feiern Christ*innen in Deutschland und weltweit das Osterfest und gedenken der Passion, der Kreuzigung und der Wiederauferstehung ihres Messias. Wer hierzulande an Christ*innen denkt, hat meist ein binäres Bild der zwei Hauptkonfessionen Katholizismus und der evangelischen Gemeinden der EKD im Kopf. Tatsächlich ist die christliche Glaubenslandschaft weitaus diverser – und gerade in den evangelischen Strömungen tummelt sich eine Vielzahl freikirchlicher Gemeinden, die an Masse und Selbstbewusstsein gewinnen.

An ihrer Spitze stehen die hippen und medial sehr aktiven Evangelikalen, insbesondere die Pfingstkirche. Sie sind jung und dynamisch, aber sie vertreten reaktionäre bis radikale Positionen. In Deutschland werden rund zwei Prozent der Bevölkerung den Evangelikalen zugerechnet. Dennoch ist die Bewegung die am schnellsten wachsende Religion weltweit. In Nord- und Südamerika und in Teilen Afrikas sowie Asiens stellen Evangelikale bereits die christliche Bevölkerungsmehrheit. In Europa und den USA stagniert das Wachstum.

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