Ethik des Sterbens: Philosophie und vorsätzliche Selbsttötung


© imago | Seeliger
Der Tod – eine rationale Entscheidung? Meistens nicht. Selbsttötungen, denen eine rationale Entscheidung zugrunde liegt, machen nur einen kleinen Prozentsatz aus, sagt Hans-Joachim Pieper. Er beschäftigt sich auch mit den Begrifflichkeiten, wie „Selbstmord“ oder „Freitod“.

Deutschlandfunk Nova

Etwa 10.000 bis 20.000 Menschen sterben pro Jahr in Deutschland, indem sie sich selbst umbringen. Dazu kommt noch eine Dunkelziffer. In 90 Prozent der Fälle liegen laut Hans-Joachim Pieper psychische Erkrankungen vor.

Der Philosoph führt als Beispiel für eine klar durchdachte Selbsttötung den Schriftsteller Jean Améry an. In dessen Buch „Hand an sich legen“ fordert Améry das Recht eines jeden Menschen ein, sich selbst töten zu dürfen. In beispielloser Konsequenz tötet er sich nach der Veröffentlichung – im Jahr 1978 – auch tatsächlich selbst.

„Der Hang zum Freitod ist keine Krankheit, von der man geheilt werden muss wie von den Masern. Der Freitod ist ein Privileg des Humanen.“

Jean Améry, Schriftsteller

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