Brief an EU : Brunei fordert „Respekt und Verständnis“ für Steinigung Homosexueller


  • Im Sultanat Brunei gelten seit Anfang April schärfere Strafgesetze – unter anderem wurde die Todesstrafe auf homosexuelle Handlungen eingeführt.
  • Dagegen gibt es heftige Kritik.
  • Das Sultanat verteidigt sich nun: Steinigungen seien selten. Man wolle seine traditionellen Werte und seine „Familienlinie“ bewahren.

Süddeutsche Zeitung

Seit Anfang des Monats kann gegen Homosexuelle in Brunei die Todesstrafe verhängt werden, am 3. April traten die härteren Strafgesetze in dem Sultanat in Kraft. International hatte es heftige Kritik gegeben, auch von den Vereinten Nationen. Nun verteidigt das Sultanat Brunei die Ausweitung der Todesstrafe in einem Brief an das Europäische Parlament.

Der Guardian zitierte aus einem vierseitigen Brief des Sultanats an die Europaabgeordneten. Darin hieß es unter anderem, im Hinblick auf den Wunsch des Landes, seine traditionellen Werte und seine „Familienlinie“ zu bewahren, fordere man „Toleranz, Respekt und Verständnis“. Weiter steht demnach in dem Schreiben, Steinigungen als Strafe für gleichgeschlechtlichen Sex seien selten – schließlich seien zwei Männer von „hohem moralischem Rang und Frömmigkeit“ als Zeugen erforderlich.

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