Debatte über Spenden für Notre-Dame in Deutschland – Hilfe für kaputte Steine statt für Menschen?


Nach dem Brand der Kathedrale Notre-Dame © Francisco Seco (dpa)
Frankreich debattiert heftig über Millionen-Spenden des Geldadels für Notre-Dame. Aber auch in Deutschland gibt es Diskussionen darüber, ob man angesichts von Hunger und Not auch für „kaputte Steine“ spenden sollte.

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Auch wenn die Debatte nicht so heftig geführt wird wie in Frankreich. Auch wenn es nicht zuerst um die Frage geht, ob die superreichen Spender, die den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame mit Millionensummen unterstützen wollen, in Wirklichkeit „reiche Mistkerle“ sind, die sich ansonsten hemmungslos bereichern: Auch in Deutschland ging am Osterwochenende die Diskussion weiter, ob Spenden für das französische Wahrzeichen moralisch angebracht sind.

Solidarität aus europäischem Geist – so lautet das Argument der deutschen Spendenbefürworter. Lieber in Menschen investieren als in kaputte Steine – so die Forderung der Kritiker. „Ich habe mir sehnlich gewünscht, dass noch in der Brandnacht Deutschland Großherzigkeit offenbart hätte“, schrieb der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm am Ostersamstag im Bonner „General-Anzeiger“. Ohne Großherzigkeit kein neues Europa.

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