Inseln sind bedrohte Labore der Evolution


Die gut 1000 Kilometer vor der ecuadorianischen Küste liegenden Galapagosinseln sind vulkanischen Ursprungs und waren nie mit dem Festland verbunden. Sämtliche Tier- und Pflanzenarten stammen von Vorfahren ab, die übers Meer oder aus der Luft auf die Eilande kamen. Bild: Jose Jacome/dpa
Warum auf Inseln manche Tiere sehr groß, andere sehr klein – und ganz viele weltweit gesehen sehr selten sind.

Matthias Zimmerman | Augsburger Allgemeine

Das Leben auf einer Insel läuft irgendwie anders. Dieses vage Gefühl vieler Urlauber können Wissenschaftler bestätigen – im ganz wörtlichen Sinn. Inseln sind Labore der Evolution. Einige, wie zum Beispiel Madagaskar vor der Ostküste Afrikas, gelten als Hotspots der Evolution. Die Vielfalt an Arten und Pflanzen, die dort auf einem Quadratkilometer zu finden ist, übersteigt jene an den meisten Orten der Welt um ein Vielfaches. Noch dazu sind viele der Arten ausschließlich dort zu finden und an keinem anderen Ort der Welt sonst. Fachleute sprechen von endemischen Arten. Um beim Beispiel Madagaskar zu bleiben: 421 Arten von Reptilien und 348 Arten von Amphibien sind auf der Insel belegt. In ganz Deutschland sind es 15 Arten von Reptilien und 22 von Amphibien.

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