Sri Lanka: Einheimische islamistische Gruppe steht hinter Anschlägen – weitere Bombe explodiert bei Entschärfung


Militärangehörige stehen Wache vor der Kirche St.-Antonius-Schrein in Colombo, nachdem es dort am 21. April zu einer Explosion gekommen ist. (Bild: Dinuka Liyanawatte / Reuters)
Die Anschlagsserie auf christliche Kirchen und Hotels mit fast 300 Toten am Ostersonntag in Sri Lanka ist von Selbstmordattentätern ausgeführt worden. Die Regierung beschuldigt die islamistische Gruppe NTJ der Ausübung der Anschläge.

Marco Kauffmann Bossart | Neue Zürcher Zeitung

Nach der verheerenden Anschlagsserie auf christliche Kirchen und Hotels in Sri Lanka wurden in der Nähe eines der Anschlagsorte ein Sprengsatz in einem geparkten Auto gefunden. Bombenentschärfer sprengten das Fahrzeug am Montag in der Nähe der St.-Antonius-Kirche in Colombo, nachdem darin ein Sprengkörper entdeckt worden war, wie die Polizei mitteilte.

An einem anderen Ort der Stadt seien an einer Bushaltestelle 87 Zünder sichergestellt worden. Ein Mann wurde den Angaben zufolge in der Gegend um die Kirche festgenommen. Der Fund des Sprengsatzes und die Sprengung lösten in der Umgebung eine Panik aus, wie Videos in sozialen Medien zeigten. Zeugen berichteten auf Twitter zudem, dass die Polizei den Festgenommenen vor einer aufgebrachten Menge schützen musste.

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