Arte nimmt Missbrauchs-Doku aus dem Programm

Am fünften März hatte Arte eine Dokumentation über Missbrauch in der katholischen Kirche ausgestrahlt – insgesamt zweieinhalb Millionen Menschen sahen sich die Doku an. (Foto: Arte)
Wegen der einstweiligen Verfügung einer Einzelperson muss der Sender den Film „Gottes missbrauchte Dienerinnen“ aus der Mediathek entfernen – jetzt könnte der Streit vor Gericht gehen.

Von Benjamin Emonts | Süddeutsche Zeitung

Die viel beachtete Arte-Dokumentation Gottes missbrauchte Dienerinnen hat Anfang März erschütternde Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche offengelegt. Weltweit sollen Priester demnach Nonnen erpresst und vergewaltigt haben, während die Kirche den Skandal jahrelang zu vertuschen versuchte. Nun aber darf der Kultursender Arte die Doku nicht mehr zeigen.

„Eine Einzelperson“, die darin zu sehen ist, fühlt sich nach Angaben des Senders in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt und erwirkte eine einstweilige Verfügung. Das Landgericht Hamburg habe Arte daraufhin am 20. März jede weitere Verbreitung der Dokumentation in ihrer derzeitigen Fassung untersagt.

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Umstrittene „Wiederbelebung“: Eine Schweinerei mit Toten

Davonlaufen ging nicht: Die Yale-Forscher haben als Schlachtvieh gedachte Tiere für ihre Hirnexperimente benutzt. Bild: dpa
An der Eliteuni Yale wollen Hirnforscher abgetrennte Schweineköpfe wiederbelebt haben. Mit einem Apparat haben sie den Tod besiegt – sagen sie. Und befeuern damit schwierige ethische Debatten.

Von Hildegard Kaulen | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Donnernder könnte der Paukenschlag nicht sein, der gerade in die abflauende Diskussion um die Neuregelung der Organspende platzt. Nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll jeder Spender sein, der nicht ausdrücklich widerspricht. Grundlage für die Organspende ist der Hirntod. Eine provokante Veröffentlichung von Nenad Sestan von der Yale School of Medicine und seinen Kollegen macht jetzt ein Fragezeichen hinter die Prämisse, dass das Gehirn großer Säugetiere schnell und unwiederbringlich verloren ist, wenn die Sauerstoffversorgung unterbrochen wird.

Sestan und seine Kollegen zeigen in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“, dass sich bei jungen Schweine die Zirkulation und einige metabolischen Aktivitäten noch vier Stunden nach dem Tod der Tiere wiederherstellen lassen (doi: 10/1038/s41586-019-1099-1). Allerdings haben die Wissenschaftler zu keiner Zeit globale Hirnströme in Form von EEG-Signalen gemessen. Die Hirne zeigen also keine Anzeichen von Wahrnehmung, Bewusstsein und Kooperation zwischen den einzelnen Regionen. Was die Forscher nach der Herstellung der Zirkulation beobachtet haben, waren grundlegende metabolische Prozesse, die allerdings den Verfall des Gehirns zu stoppen schienen. Damit spricht einiges dafür, dass seine Überlebensfähigkeit größer ist als bisher angenommen. Beim Menschen gelten schon wenige Minuten ohne Sauerstoff als fatal.

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Sind die Kirchen ein Staat im Staate?

Viele Artikel des Staatskirchenrechts im Grundgesetz stammen direkt aus der Weimarer Verfassung (picture-alliance / akg)
Artikel 140 des Grundgesetzes übernimmt die Regelungen der Weimarer Reichsverfassung von 1919 zum Staatskirchenverhältnis, demnach dürfen die Kirchen ihre Angelegenheiten selbst regeln. Das heiße jedoch nicht, dass staatliches Recht hier nicht gelte, sagt die Juristin Antje Ungern-Sternberg.

Antje von Ungern-Sternberg im Gespräch mit Christiane Florin | Deutschlandfunk

Christiane Florin: Das Grundgesetz hebt sich in vielen Punkten von der Weimarer Reichsverfassung ab. Man wollte die Fehler aus Weimar nicht wiederholen. Antje von Ungern-Sternberg lehrt deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Staatskirchenrecht und Völkerrecht an der Universität Trier. Frau von Ungern-Sternberg: Warum gilt das für das Staatskirchenverhältnis nicht? Da werden die Artikel einfach übernommen.

Art. 140
Die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 sind Bestandteil dieses Grundgesetzes.

Antje von Ungern-Sternberg: Ja, genau. Das ist deswegen auch eine ganz besonders spannende Vorschrift, der Artikel 140 Grundgesetz, wo das angeordnet wird. Die Abkehr von der Weimarer Verfassung, die bezieht sich vor allem auf Staatsorganisationsrecht. Man wollte vermeiden, dass ein starker Präsident dem Parlament Knüppel zwischen die Beine wirft, dass es da Kompetenzstreitigkeiten gibt, die Möglichkeit einer Präsidialregierung oder ein destruktives Misstrauensvotum.

All das ist beim Staatskirchenrecht oder Religionsverfassungsrecht nicht der Fall. Man hat sich zwar nicht einig gesehen bei der Erarbeitung des Grundgesetzes, aber man hat den Kompromiss, den es damals 1919 in Weimar gab, einfach so übernommen, weil es auch weiterhin keine andere Möglichkeit gab, sich da zu einigen. Und das war ein sehr tragfähiger Kompromiss, der Kompromiss von 1919. Deswegen hat man den weiterhin übernommen, weil sich weder die Kräfte, die für eine stärkere Trennung von Staat und Kirche waren, noch die Kräfte, die vielleicht eine etwas stärkere Betonung der Privilegien der Kirchen wollten, durchsetzen konnten.

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Urteil zu Leihmutterschaft: BGH entscheidet gegen genetische Eltern

Bild: tagesschau.de
Ein deutsches Ehepaar hat in der Ukraine mit Hilfe einer Leihmutter ein Kind bekommen. Genetisch sind zwar die Deutschen die Eltern, doch rechtlich bleibt ihnen laut BGH-Urteil nur die Adoption.

tagesschau.de

Eine Frau, die mit Hilfe einer ukrainischen Leihmutter ein Kind bekommen hat, kann sich auf dem deutschen Standesamt nicht als Mutter eintragen lassen. Nach deutschem Recht ist das die Ukrainerin, wie aus einem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervorgeht. Eine rechtliche Mutterschaft der Ehefrau sei nur durch eine Adoption des Kindes möglich, befanden die Karlsruher Richter.

Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Manche versuchen deshalb, sich ihren Kinderwunsch im Ausland zu erfüllen. So auch das Paar in dem Fall, der nun vor dem BGH verhandelt wurde.

Der Leihmutter war eine mit dem Sperma des Ehemanns befruchtete Eizelle der Ehefrau eingesetzt worden. Im Dezember 2015 gebar sie das Kind in Kiew.

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Quantensystem blickt in die Zukunft

Aktionen in der Gegenwart bestimmen, welche künftigen Abläufe folgen. 16 solcher alternativen Zukunftslinien kann ein Quantensimulator nun gleichzeitig voraussehen. © Mile Gu
Science-Fiction im Quantenmaßstab: Im Kinofilm „Dr. Strange“ kann der Held Millionen mögliche Zukunftsvarianten im Voraus überblicken. Ein neues Quantensystem kann dies nun ebenfalls – wenn auch zunächst nur für 16 Zukunftslinien gleichzeitig. Es nutzt den Zustand und die Ankunftszeit von Photonen, um die Lage einer Münze in einem mehrfach geschüttelten Kasten vorherzusagen. Der Clou dabei: Solche quantengestützten Vorhersagen könnten Simulationen und künstliche Intelligenzen deutlich leistungsfähiger machen.

scinexx

Die Überlagerung ist eine der großen Eigenheiten der Quantenwelt – und damit auch von Quantencomputern. Denn solange ein Quantenbit nicht gemessen wird, ist es weder Null noch Eins, sondern beides gleichzeitig. Die Wahrscheinlichkeiten beider Zustände überlagern sich – ähnlich wie Schrödingers Katze in der berühmten Allegorie gleichzeitig tot und lebendig im Kasten hocken kann. Ein Quantencomputer kann dadurch viele mögliche Lösungen einer Aufgabe gleichzeitig darstellen und kalkulieren.

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Opioid-Epidemie in den USA: 130 Tote – jeden Tag

Bild: tagesschau.de
In den USA sinkt die durchschnittliche Lebenserwartung. Schuld daran ist die Opioid-Epidemie, viele Amerikaner sind abhängig von Schmerzmitteln. Heute will Präsident Trump einen neuen Plan vorlegen.

Martin Ganslmeier | tagesschau.de

Peggy McKissen war eine liebevolle Mutter, sagt ihr Sohn Dustin. Doch dann nach einer Knieverletzung verschrieb ihr der Arzt das Opioid-haltige Schmerzmittel OxyContin des Pharmakonzerns Purdue – und zwar mehrfach und in großen Mengen: „Der Arzt sagte, das Mittel sei unbedenklich“, erinnert sich Dustin McKissen im Sender NBC, „die Einnahme absolut okay.“

Doch Peggy Mc Kissen wurde abhängig von den Schmerztabletten. 2014 starb sie an einer Überdosis.

So wie Dustins Mutter geht es vielen Opioid-Abhängigen in den USA. Und seitdem die Ärzte die Opioide deutlich zurückhaltender verschreiben, sind viele Süchtige umgestiegen: auf Heroin, das es in vielen US-Städten schon für zehn Dollar die Tüte gibt, oder auf das synthetische Fentanyl, das aus China kommt und 50 Mal so stark wie Heroin ist.

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Europa-Wahl: Facebook, Google und Twitter gehen stärker gegen Desinformation vor

Die vier Teile des Aktionsplans der EU gegen Desinformation. (Bild: eeas.europa.eu)
Die EU-Kommission begrüßt die zunehmenden Anstrengungen von Facebook, Google und Twitter, im Vorfeld der Wahlen etwa politische Werbung kenntlich zu machen.

Stefan Krempl | heise online

Facebook, Google und Twitter gehen einen Monat vor der Europa-Wahl verschärft gegen falsche und irreführende Informationen vor. Dies zeigen die jüngsten einschlägigen Transparenzberichte der drei Online-Konzerne, die die EU-Kommission am Dienstag veröffentlicht hat. Die Plattformbetreiber machen demnach vor allem politische Werbung besser kenntlich. Die Brüsseler Regierungsinstitution mahnt aber insbesondere noch einen stärkeren „Informationsaustausch von Methoden und Daten zu gefälschten Konten an, um Forschern und Faktencheckern die Bewertung von Online-Desinformation zu erleichtern“.

Die drei US-Unternehmen hatten im September einen Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Desinformation unterzeichnet und sich verpflichtet, monatlich über ihre Maßnahmen vor der EU-Wahl im Mai zu berichten. Sie verpflichteten sich etwa, enttarnte „Fake Accounts“ und Social Bots rasch dichtzumachen. Konten und Webseiten, die Desinformationen verbreiten, sollen die Werbeeinnahmen entzogen werden.

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Kriminologe Pfeiffer: „Katholische Kirche hat mir 120 000 Euro Schweigegeld geboten“

Bild: tilly
Kriminologe Pfeiffer erhebt schwere Vorwürfe: Schweigegeldangebot von 120 000 Euro und persönlichen Drohungen gegen ihn und sein Kriminologisches Institut im Zusammenhang der Studie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche.

kath.net

Der hannoversche Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer hat vor Ostern in der „Zeit“ schwere Vorwürfe gegen den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (München) und dessen Missbrauchsbeauftragten, den Trierer Bischof Stephan Ackermann, aufgeworfen und behauptet, dass Ackermann mit einem Schweigegeld von 120 000 Euro und persönlichen Drohungen gegen ihn und dessen Kriminologisches Institut (KFN) verhindern wollten, dass Hintergründe einer Studie über sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche öffentlich werden. Dies berichtet die „Bild“. Außerdem soll Pfeiffer von Ackermann im Jahr 2012 damit bedroht worden sein, als „Feind der Katholischen Kirche“ dargestellt zu werden.

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Saudi-Arabien exekutiert 37 Menschen

Saudi-Arabien hat 37 Menschen hingerichtet. Sie wurden wegen Terrorismus verurteilt. Amnesty International zweifelt an den Gründen und vermutet politische Interessen hinter den Exekutionen.

tagesschau.de

In Saudi-Arabien sind nach Angaben des Innenministeriums 37 Staatsbürger wegen Straftaten mit Terrorismus-Bezug hingerichtet worden. Das berichteten der Sender Al-Echbarija und andere staatliche Medien. Die Hingerichteten seien alle für schuldig befunden worden, sich „terroristisches, extremistisches Denken angeeignet zu haben“, hieß es. Sie hätten Chaos verbreiten und religiöse Konflikte provozieren wollen.

Mord an Regierungskritikern?

Amnesty International kritisierte die „Massenhinrichtung“ und sprach von einer alarmierenden Eskalation von Todesurteilen in dem arabischen Königreich. „Es ist ein weiteres, grauenvolles Anzeichen dafür, wie die Todesstrafe als politisches Instrument missbraucht wird“, teilte Lynn Maalouf von Amnesty International mit. Die Mehrheit der Hingerichteten komme aus der schiitischen Minderheit des Landes. Die Männer seien in Scheinverhandlungen verurteilt worden, die jeglichen internationalen Standards widersprächen.

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College Students Hatch Nuclear-Powered Magnetic Plan to Protect Marsonauts from Cosmic Rays

he voyage to Mars will expose astronauts to deadly levels of cosmic radiation. But a group of college students has a plan to shield spacecraft from radiation. (Image: © NASA/Viking 1)
A group of undergrad students is developing a magnetic shield to defend interplanetary astronauts from the intense cosmic radiation between Earth and Mars.

By Rafi Letzter | SPACE.com

The students, from Drake University in Iowa, presented their project in the poster session Saturday (April 13) at the April meeting of the American Physical Society. Their MISSFIT (Magneto-Ionization Spacecraft Shield for Interplanetary Travel) design uses a powerful magnetic shield that, like Earth’s magnetosphere, protects the planet from high-energy particles. The defense system also incorporates „passive“ shielding to mimic the ionosphere — Earth’s second layer of defense. [When Space Attacks: The 6 Craziest Meteor Impacts]

With help from a small NASA grant through the Iowa Space Grant Consortium, experiments are already underway on the passive shielding, which could protect astronauts from high-energy gamma-rays that a magnetic shield can’t stop. The hope, said Lorien MacEnulty, a junior at Drake and a member of the team, is to solve a key safety problem that’s delayed an eventual NASA mission to Mars: long-term exposure to interplanetary radiation.

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Istanbul feiert, Erdogan poltert

Grafik: TP
Nach den Kommunalwahlen hofft die türkische Opposition auf eine Wende

Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

„Es ist an der Zeit, von Faschismus zu sprechen“, sagt die im deutschen Exil lebende Schriftstellerin Asli Erdogan über die Lage in der Türkei. Was sie damit meint: die Menschenrechtslage, die Willkürjustiz, die gleichgeschaltete Presse, die Verfolgung von Oppositionellen. Aktuell sind noch ca. 140 Journalisten in Haft.

„Die Gefängnisse sind total überfüllt“, sagt sie und bezweifelt, dass die von der Regierung verkündeten Zahlen stimmen. Aktuell würden im ganzen Land neue Haftanstalten gebaut, noch immer werden täglich Gegner von Staatspräsident Erdogan verhaftet. Asli Erdogan war im Jahr 2017 selbst 132 Tage im Frauengefängnis Bakirköy bei Istanbul – angeklagt wegen Artikeln, die sie geschrieben hatte.

„Wenn wir Istanbul verlieren, verlieren wir die Türkei“

Doch seit den Kommunalwahlen vor drei Wochen schöpft die Opposition wieder Hoffnung. Die regierende AKP hat in zahlreichen wichtigen Großstädten, darunter auch Istanbul und Ankara, verloren. „Wenn wir Istanbul verlieren, verlieren wir die Türkei“, hatte der Präsident selbst gesagt und die Wahl einmal mehr zur Schicksalswahl über seine Person erklärt. Letztlich war es die miese Wirtschaftslage, die ihn den Erfolg gekostet hat.

Die Arbeitslosigkeit liegt bei fast fünfzehn Prozent, die Inflation bei zwanzig Prozent. Im Laufe des Jahres wird sich die Türkei aller Voraussicht nach Geld beim IWF borgen müssen, um seine Milliardenschulden weiter bedienen zu können. Die Mehrheit der Bürger spürt das am eigenen Geldbeutel. Viele Dinge des täglichen Bedarfs sind für Durchschnittsverdiener kaum noch zu bezahlen.

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Auch Sand kann Blasen bilden

Dieses Phänomen kannte man bisher nur aus Flüssigkeiten: Eine Säule aus leichterem Sand (blau) wächst in die Höhe und schnürt dann eine Blase ab. © Alex Penn/ETH Zurich
Überraschender Effekt: Physiker haben im Sand ein Phänomen beobachtet, das sonst nur bei nicht mischbaren Flüssigkeiten auftritt – beispielsweise in einer Lava-Lampe. Demnach können auch in körnigen Materialien Blasen und Säulen leichteren Materials entstehen und aufsteigen, ohne sich mit dem Rest zu vermischen. Dies ist das erste Mal, dass solche Rayleigh-Taylor-Instabilitäten bei einem granulären Material beobachtet worden sind, wie die Forscher berichten.

scinexx

Für Gemische aus Öl und Wasser oder anderen Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte ist dieses Phänomen typisch: Stülpt man ein Gefäß mit diesem Gemisch um oder setzt es auf andere Art einer Beschleunigung aus, bilden sich charakteristische Formen an der Grenzschicht aus. Säulen der leichteren Flüssigkeit entstehen, aus denen sich Blasen abschnüren und aufsteigen. In den sogenannten Lavalampen sorgt gefärbtes Öl dabei für besondere Farbeffekte.

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Kardinale Feindesliebe: „Terroristen sind Tiere, sie müssen erbarmungslos bestraft werden“

Malcolm Ranjith im Petersdom Quelle: AFP/DIE WELT
Kardinal Malcolm Ranjith zeigt sich über die Anschläge auf die Christen zornig und findet klare Worte. Laut Regierung ist Islamistengruppe für den Anschlag verantwortlich.

kath.net

Kardinal Malcolm Ranjith, der ranghöchste Kirchenvertreter der katholischen Kirche von Sri Lanka, hat die Regierung aufgefordert, die Angreifer des Terroranschlags auf die christlichen Kirchen zu verfolgen und diese „gnadenlos“ zu bestrafen. Nur Tiere können sich so benehmen, betonte der Erzbischof von Colombo gegenüber lokalen Medien. Laut Regierungsangaben ist die Islamistengruppe National Thowheeth Jamaat (NTJ) für die Anschläge verantwortlich

USA: Manning weiter in Beugehaft wegen Assange

Chelsea Manning. Bild: @xychelsea
Das US-Justizministerium will die Auslieferung von Assange sicherstellen, wozu es eine Aussage von Manning benötigt

Florian Rötzer | TELEPOLIS

In Vorbereitung auf die zwischen den USA, Großbritannien und Ecuador koordinierte Aktion, den WikiLeaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft festzunehmen und wegen der Verletzung der Kautionsauflagen zu inhaftieren (Festnahme von Julian Assange aufgrund von US-Auslieferungsantrag), war bereits im März Chelsea Manning (Chelsea Elizabeth Manning, Bradley Manning, Bradley Edward Manning) in Beugehaft genommen worden. Das US-Justizministerium hat, um eine Auslieferung von Assange zu ermöglichen, die Anklage von Spionage auf Verschwörung zum Hacken in geheim eingestufte Dokumente und Kommunikation gesenkt. Er habe es Manning in einer Verschwörung ermöglicht, mit dem Knacken eines Passworts in die geheimen Pentagonrechner einzudringen.

Das Absenken der Anklage verfolgt den durchsichtigen Zweck, der britischen Regierung zu ermöglichen, einer Auslieferung zuzustimmen. Ist Assange erst einmal in amerikanischer Haft könnten weitere Anklagen erhoben werden, um den „Staatsfeind“ für lange Zeit oder für immer zur Abschreckung hinter Gitter zu bringen. Manning wurde wegen Spionage zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt und kam nur durch eine Amnestie durch Barack Obama im Mai 2017 frei. Damit hat aber unter Trumps Präsidentschaft ihr Martyrium noch kein Ende, während die Folterer der CIA und des Pentagon unbelangt bleiben oder gar wie Gina Haspel, die ein Geheim- und Foltergefängnis leitete, an die Spitze der CIA befördert werden.

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Vatikanexperte über Skurrilitäten rund um das leere Grab Jesu: „Kampf“ um jeden Zentimeter Grabeskirche

Symbolische Grablegung Jesu in der Grabeskirche © Andrea Krogmann (KNA)
Die Auferstehung Jesu von den Toten ist der Kern des christlichen Glaubens. Allerdings gibt es viele offene Fragen rund um die historischen Gegebenheiten. Der Theologe und Vatikanexperte Ulrich Nersinger mit einem Antwortversuch.

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Wie sicher können wir heute sein, dass die Grabeskirche tatsächlich der Ort der Auferstehung ist?

Ulrich Nersinger (Theologe und Vatikanexperte): Wir werden eigentlich immer sicherer. Bis vor wenigen Jahren konnten wir die archäologischen Funde und die Untersuchungen in die Kreuzfahrerzeit hinein verfolgen. Aber mittlerweile haben neue Forschungen ergeben, dass wir bis in die Zeit Kaiser Konstantins, also bis in die Anfänge des vierten Jahrhunderts, zurückgehen können und ganz neue Forschungen meinen sogar, dass wir noch weiter in die Vergangenheit einen Weg einschlagen können.

DOMRADIO.DE: Dieser ganz besondere Ort, über dem heute die Grabeskirche steht, wird von nicht weniger als gleich sechs christlichen Konfessionen betreut. Das müssen Sie mal erklären.

Nersinger: Die Kirche hat sich im Laufe der Zeit in verschiedene Konfessionen aufgeteilt. Es waren immer die einzelnen Kirchenvertreter, die einzelnen Patriarchate, immer im Heiligen Land präsent und sie haben natürlich mit einer gewissen Eifersucht versucht, ihren Einfluss und ihr Heiliges Land zu verteidigen und auch ihren Gläubigen zugänglich zu machen.

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Alarmierender Uno-Bericht: Bis zu einer Million Arten sind vom Aussterben bedroht

Ein Zitronenfalter saugt mit seinem Rüssel Nektar aus einer Blüte. (Bild: Imago)
Die fortschreitende Umweltzerstörung setzt den Tier- und Pflanzenarten stark zu: Gemäss dem Entwurf eines Uno-Berichts sind bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.

Neue Zürcher Zeitung

Viele dieser 500 000 bis eine Million Arten drohten «in den kommenden Jahrzehnten» zu verschwinden, heisst es in dem Dokument. Zu den Hauptgründen für das drohende Artensterben gehören demnach Landwirtschaft, Abholzung, Bergbau, Fischerei und Jagd, gefolgt von Klimawandel und Umweltverschmutzung.

Den alarmierenden Bericht will die Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES) bei einer Konferenz vorstellen, die am kommenden Montag in Paris beginnt.

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Die Tabuisierer Marx und Bedford-Strohm wollen Thema Suizid entabuisieren

Die diesjährige „Woche für das Leben“ im Mai möchte auf das Thema Suizidprävention hinweisen. Rund 10.000 Menschen begehen in Deutschland jedes Jahr Selbstmord – und noch viel mehr versuchen es.

katholisch.de

Die „Woche für das Leben“ der beiden großen Kirchen setzt sich vom 4. bis 11. Mai mit Suizidprävention auseinander. Unter dem Titel „Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern.“ werden die Beratungsangebote der Kirchen für gefährdete Menschen und ihre Angehörigen in den Mittelpunkt gestellt. Das teilten die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag zeitgleich mit.

Die „Woche für das Leben“ wird am Samstag, 4. Mai mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche Hannover eröffnet. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, leiten die Liturgie. Auch Hildesheims Bischof Heiner Wilmer sowie der evangelische Landesbischof Ralf Meister nehmen daran teil.

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