Arte nimmt Missbrauchs-Doku aus dem Programm


Am fünften März hatte Arte eine Dokumentation über Missbrauch in der katholischen Kirche ausgestrahlt – insgesamt zweieinhalb Millionen Menschen sahen sich die Doku an. (Foto: Arte)
Wegen der einstweiligen Verfügung einer Einzelperson muss der Sender den Film „Gottes missbrauchte Dienerinnen“ aus der Mediathek entfernen – jetzt könnte der Streit vor Gericht gehen.

Von Benjamin Emonts | Süddeutsche Zeitung

Die viel beachtete Arte-Dokumentation Gottes missbrauchte Dienerinnen hat Anfang März erschütternde Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche offengelegt. Weltweit sollen Priester demnach Nonnen erpresst und vergewaltigt haben, während die Kirche den Skandal jahrelang zu vertuschen versuchte. Nun aber darf der Kultursender Arte die Doku nicht mehr zeigen.

„Eine Einzelperson“, die darin zu sehen ist, fühlt sich nach Angaben des Senders in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt und erwirkte eine einstweilige Verfügung. Das Landgericht Hamburg habe Arte daraufhin am 20. März jede weitere Verbreitung der Dokumentation in ihrer derzeitigen Fassung untersagt.

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