Opioid-Epidemie in den USA: 130 Tote – jeden Tag


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In den USA sinkt die durchschnittliche Lebenserwartung. Schuld daran ist die Opioid-Epidemie, viele Amerikaner sind abhängig von Schmerzmitteln. Heute will Präsident Trump einen neuen Plan vorlegen.

Martin Ganslmeier | tagesschau.de

Peggy McKissen war eine liebevolle Mutter, sagt ihr Sohn Dustin. Doch dann nach einer Knieverletzung verschrieb ihr der Arzt das Opioid-haltige Schmerzmittel OxyContin des Pharmakonzerns Purdue – und zwar mehrfach und in großen Mengen: „Der Arzt sagte, das Mittel sei unbedenklich“, erinnert sich Dustin McKissen im Sender NBC, „die Einnahme absolut okay.“

Doch Peggy Mc Kissen wurde abhängig von den Schmerztabletten. 2014 starb sie an einer Überdosis.

So wie Dustins Mutter geht es vielen Opioid-Abhängigen in den USA. Und seitdem die Ärzte die Opioide deutlich zurückhaltender verschreiben, sind viele Süchtige umgestiegen: auf Heroin, das es in vielen US-Städten schon für zehn Dollar die Tüte gibt, oder auf das synthetische Fentanyl, das aus China kommt und 50 Mal so stark wie Heroin ist.

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