Saudi-Arabien exekutiert 37 Menschen


Saudi-Arabien hat 37 Menschen hingerichtet. Sie wurden wegen Terrorismus verurteilt. Amnesty International zweifelt an den Gründen und vermutet politische Interessen hinter den Exekutionen.

tagesschau.de

In Saudi-Arabien sind nach Angaben des Innenministeriums 37 Staatsbürger wegen Straftaten mit Terrorismus-Bezug hingerichtet worden. Das berichteten der Sender Al-Echbarija und andere staatliche Medien. Die Hingerichteten seien alle für schuldig befunden worden, sich „terroristisches, extremistisches Denken angeeignet zu haben“, hieß es. Sie hätten Chaos verbreiten und religiöse Konflikte provozieren wollen.

Mord an Regierungskritikern?

Amnesty International kritisierte die „Massenhinrichtung“ und sprach von einer alarmierenden Eskalation von Todesurteilen in dem arabischen Königreich. „Es ist ein weiteres, grauenvolles Anzeichen dafür, wie die Todesstrafe als politisches Instrument missbraucht wird“, teilte Lynn Maalouf von Amnesty International mit. Die Mehrheit der Hingerichteten komme aus der schiitischen Minderheit des Landes. Die Männer seien in Scheinverhandlungen verurteilt worden, die jeglichen internationalen Standards widersprächen.

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