Ehemalige Apartheid-Kirche bittet um Entschuldigung

Symbolbild: Kirche in Südafrika © N.N. (Pixabay)
Die niederländisch-reformierte Kirche machte es dem Apartheid-Regime in Südafrika leicht und lieferte religiöse Rechtfertigung für die Rassentrennung. Zum 25. Jahrestag der ersten freien Wahlen zeigt die niederländische Kirche Reue.

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Die Niederländisch-reformierte Kirche zeigt Reue für ihre Mitschuld an der Rassentrennung in Südafrika.

„Wir entschuldigen uns und werden, wann immer es die Situation erfordert, auch künftig um Vergebung bitten“, sagte der Vorsitzende des kirchlichen Führungskomitees, Nelis Janse van Rensburg, am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Historiker und Kirchenvertreter sind sich heute einig, dass die Niederländisch-reformierte Kirche (Nederduitse Gereformeerde Kerk) maßgeblich an den Verbrechen der Apartheidregierungen beteiligt war.

Rassentrennung wurde religiös rechtfertigt

Dem weißen Regime lieferte sie oft eine religiöse Rechtfertigung für die Rassentrennung. In den späten 1980er Jahren änderte die Kirche ihre Position und erklärte die Apartheid zur „Sünde“.

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EKD-Kulturbeauftragter: Kirche muss dunkle Seite der 68er untersuchen

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Die Ablösung von traditionellen Normen habe in ein neues System der Grenzverletzung gemündet: Laut dem EKD-Kulturbeauftragten Johann Claussen müsse die Kirche die dunklen Seiten der sexuellen Befreiung der 68er untersuchen.

katholisch.de

Die evangelische Kirche sollte sich nach Worten ihres Kulturbeauftragten Johann Hinrich Claussen mit der dunklen Seite der sogenannten sexuellen Befreiung der 68er auseinandersetzen. In manchen Kirchengemeinden habe man sich damals als antiautoritär verstanden und nicht bemerkt, wie die Ablösung von traditionellen Normen in ein neues System der Grenzverletzung münden konnte, schreibt Claussen in der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“. Als „besonders krasses“ Beispiel nannte er die Vorgänge in Ahrensburg bei Hamburg, wo in den 70er und 80er Jahren Jugendliche von zwei Pastoren missbraucht worden waren.

Claussen wies darauf hin, dass „Pädokriminelle“ in der Odenwaldschule unter dem Mantel des „Reformpädagogischen“ gezielt Grenzen des Anstands, der körperlich-seelischen Unversehrtheit und des Kinderschutzes verletzt hätten. „Diese fatale Schule war keine Einrichtung der evangelischen Kirche. Aber es gab protestantische Milieus und evangelische Eliten, die ihr das systemnötige Prestige verschafften“, kritisierte der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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Radikale Christen und Rechte führen einen systematischen Kampf gegen Frauen in Europa

Bild: kontrast.at
Die Petition „fairändern“ hat in Österreich 60.000 Unterschriften gegen Spätabbrüche von Schwangerschaften gesammelt – die Initiative wird auch von den Regierungsparteien ÖVP und FPÖ unterstützt. Dahinter steht ein internationales Netzwerk christlicher Fundamentalisten: In einer gemeinsamen Strategie greifen sie die Rechte von Frauen und Homosexuellen in Europa an. Dafür stehen Millionen zur Verfügung und Österreich steht im Zentrum.

Von Patricia Huber | Kontrast.at

Sie wollen Scheidung, Abtreibung und Verhütung verbieten, die Rechte von Homosexuellen sind ihnen ein Dorn im Auge – das christlich-fundamentalistische Netzwerk hat sich international organisiert und Geld für Kampagnen gesammelt. Begonnen hat alles 2013 in Österreich: Die ÖVP-Abgeordnete Gudrun Kugler hat die Gründung einer Lobby-Organisation angestoßen, um sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung zurückzudrängen – im Namen der Religion.

Agenda Europe: Koordinierte Angriffe auf Frauenrechte in Europa

Herausgekommen ist Agenda Europe – eine verstecktes Netzwerk aus rund 300 Einzelpersonen und Organisationen aus über 30 Ländern. Religiös-konservative Kräfte arbeiten dort in gemeinsamen Treffen an einer Strategie, um Frauenrechte in den einzelnen Ländern zurückzudrängen. Journalisten sind nicht zugelassen, Teilnehmer verpflichten sich zur Verschwiegenheit.

Ihr Programm ist klar: Sex dient der Fortpflanzung – jede Form von sexueller Freiheit, aber auch Verhütung, Abtreibung oder Scheidungen sollen verboten werden. Alte religiöse Ideen werden dabei neu verpackt und populär gemacht. Wer das Recht auf Verhütungsmittel oder Abtreibung verteidigt, wird als Feind von Familie und Leben attackiert. Mit dem Kampfbegriff Gender-Ideologie werten sie alle Meinungen ab, die Liebe und Sexualität nicht allein in den Dienst der Fortpflanzung stellen wollen.

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Ärztin: Sperma-fressender Analwurm ist Grund für Homosexualität

Mariam Al-Sohel beweist, dass Menschen auch mit Doktortitel nicht besonders gescheit sein müssen
Eine kuwaitische Ärztin behauptet, Homosexualität mit guter Ernährung (Karotten und Zwiebeln) sowie einem selbst entwickelten Zäpfchen „heilen“ zu können.

QUEER.DE

Die kuwaitische Ärztin Dr. Mariam Al-Sohel hat im März in einem Fernsehinterview erklärt, dass ein von ihr entwickeltes Zäpfchen Homosexualität heilen kann. Das berichtet die in Washington beheimatete Nichtregierungsorganisation „Middle East Media Research Institute“ (MEMRI), die Medien im Nahen Osten analysiert. MEMRI veröffentlichte am Dienstag in sozialen Netzwerken einen Teil des Interviews Al-Sohels mit dem kuwaitischen Privatsender Scope TV mit englischen Untertiteln.

Demnach erklärte die Ärztin, sie habe „therapeutische Zäpfchen“ entwickelt, die glechgeschlechtliches sexuelles Verlangen drosseln könnten – und zwar von „Jungs des dritten Geschlechts sowie vom vierten Geschlecht, also maskuline Lesben“. Die Heilung werde durch „prophetische Medizin“ hervorgerufen, die auf dem Koran basiere.

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Axel Meyer zum International Honorary-Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt

Prof. Axel Meyer, PH.D., Professor für Zoologie und Evolutionsbiologie an der Universität Konstanz. Bild: ebenda
Julia Wandt Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Universität Konstanz

Der Konstanzer Evolutionsbiologe zählt zu den weltweit führenden Experten auf seinem Gebiet

Der Konstanzer Evolutionsbiologe Prof. Axel Meyer, Ph.D., ist in die American Academy of Arts and Sciences gewählt worden. Insgesamt sind rund 200 neue Mitglieder für das Jahr 2019 aufgenommen worden, darunter 42 internationale Ehrenmitglieder aus 23 Ländern. Die American Academy of Arts and Sciences würdigt damit die herausragenden Leistungen von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Die feierliche Einführung der neuen Mitglieder findet im Oktober 2019 in Cambridge, Massachusetts, statt.

„Mit der Wahl der Mitglieder setzt sich die Akademie für die Ideale von Forschung und Wissenschaft, Kreativität und Fantasie, intellektuellem Austausch und zivilem Diskurs sowie der unermüdlichen Suche nach Wissen in all seinen Formen ein“, sagte David W. Oxtoby, Präsident der American Academy of Arts and Sciences. Unter den in diesem Jahr neu gewählten Mitgliedern befinden sich auch die ehemalige First Lady Michelle Obama und der Autor Jonathan Franzen. Weitere bekannte Persönlichkeiten unter den lebenden Mitgliedern sind Daniel Barenboim, Bill Gates, Toni Morrison, Anne-Sophie Mutter, Martin Scorsese, Denzel Washington und Barack Obama.

Als unabhängiges Forschungsorgan engagiert sich die Amerikanische Akademie für multidisziplinäre Forschung, die Experten aus verschiedenen Bereichen und Berufen einbezieht, um pragmatische Lösungen für komplexe Herausforderungen zu finden. Die Akademie wurde 1780 von John Adams, John Hancock und anderen gegründet. Sie taten es in der Überzeugung, dass sich außergewöhnliche Menschen für die Förderung des Gemeinwohls einsetzen sollten.

Im 18. Jahrhundert wurde beispielsweise Benjamin Franklin zum Mitglied gewählt, im 19. Jahrhundert gehörte Charles Darwin zu den neuen Mitgliedern, im 20. Jahrhundert waren es Albert Einstein, Margaret Mead, Milton Friedman und Martin Luther King, Jr. Die Preisträger kommen bis heute aus immer vielfältigeren Bereichen. Schwerpunkte sind Kunst, Demokratie, Bildung, globale Angelegenheiten und Wissenschaft.

Axel Meyer zählt zu den weltweit führenden und meistzitierten Experten auf dem Gebiet der Evolutionsbiologie. Er hat in Marburg, Kiel, Miami, Berkeley und Harvard studiert und wurde im Alter von 28 Jahren zum Assistenzprofessor an der State University in New York berufen und dort mit 33 Jahren Associate Professor mit Tenure-Track. Er erhielt Rufe von weltweit führenden Universitäten, bevor er den Ruf auf die Professur in Konstanz als Nachfolger von Hubert Markl im Alter von 36 Jahren annahm.

Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und ist Mitglied mehrerer Akademien – so erhielt er die Carus-Medaille der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (2009), den Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (2000) und ein Guggenheim Fellowship (1996).

Den EMBO-Preis der European Molecular Biology Organisation für Kommunikation in den Lebenswissenschaften erhielt er für seine Bemühungen um die verständliche öffentliche Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Inhalte (2007). Das Magazin Cicero führt ihn in seiner Liste der 500 wichtigsten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum seit 2007.

Faktenübersicht:
• Prof. Axel Meyer, Ph.D., in die American Academy of Arts and Sciences gewählt
• Rund 200 neue Mitglieder für das Jahr 2019, darunter 42 internationale Ehrenmitglieder aus 23 Ländern
• American Academy of Arts and Sciences im Jahr 1780 gegründet.

 

Von überhöhter Spiritualität und dämonisierter Sexualität

Bild: © Lisa F. Young/Fotolia.com
Die Kirche müsse Sexualtität und Spiritualität fortan als Einheit denken, fordert Gastautorin Monika Eyll-Naton. Bisher werde das eine den Geweihten zugewiesen, das andere den Laien. Diese Dualität habe den Nährboden für den Missbrauch bereitet. Wie Benedikt XVI. die Schuld dafür auf die 1968ger zu schieben, sei grundfalsch. Es müssten ganz andere Konsequenzen gezogen werden.

Von Monika Eyll-Naton | katholisch.de

Es ist gerade in aller Munde: Der emeritierte Papst Benedikt XVI. gibt der 68er-Revolution die Schuld daran, dass die Kirche in eine Krise geraten ist und einen dramatischen Glaubwürdigkeitsverlust hinnehmen muss. Ist es tatsächlich die sexuelle Revolution, die die Pädophilie und den Machtmissbrauch hervorgerufen hat? Gab es den Missbrauch nicht schon viel früher, auch und gerade in der Kirche? Liegt es nicht viel mehr daran, dass Spiritualität und Sexualität in einen Dualismus gerieten, bei dem die Spiritualität auf der hellen, der guten, der heiligen Seite stand, und die Sexualität auf der dunklen, der schlechten, der teuflischen Seite? Dass Spiritualität überhöht und Sexualität dämonisiert wurde? Die Aufspaltung unseres Wesens in Heilige und Huren, in Gott und Teufel war in den Hochkulturen des Altertums kein Thema. Das duale Denken kam erst mit den „Religionen“.

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Doppel-Asteroid passiert die Erde

Der 1,5 Kilometer große Asteroid 1999 KW4 mit seinem kleinerern Mond wird uns heute Nacht passieren © NASA
Skurriler Brocken: Heute Nacht fliegt ein ungewöhnlicher Doppel-Asteroid an der Erde vorbei – in sicherem Abstand. Der Asteroid 1999 KW4 ist rund 1,5 Kilometer groß und wird von einem eigenen, rund 500 Meter großen Mond umkreist. Der Doppel-Brocken wird bis zum Jahr 2027 der größte Asteroid sein, der uns so nahe kommt. Astronomen nutzen daher die Chance, 1999 KW4 mit Radioteleskopen näher zu untersuchen.

scinexx

Die Erde erlebt immer wieder nahe Vorbeiflüge von Weltraumbrocken aller Art – glücklicherweise kommen uns nur wenige dieser Erdbahnkreuzer so nahe, dass sie einschlagen. Unter den Passanten sind große Asteroiden wie 3122 Florence, aber auch kleinere Brocken wie der 30-Meter Bolide, der 2017 nur knapp oberhalb der geostationären Satelliten an uns vorbeiflog. Einige dieser Erdbahnkreuzer, darunter der Halloween-Asteroid, werden trotz aller Überwachung so spät entdeckt, dass bei einem Kollisionskurs für eine Abwehr zu spät wäre.

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US-Pfandfinder: 7.000 Täter, 12.000 Opfer, Konkurs droht

Anwalt Jeff Anderson spricht während einer Pressekonferenz in New York über die Opfer des Missbrauchs bei den Boy Scouts of America (23. April). (Bild: Brendan McDermid / Reuters)
In einem eigenen Register listen die Boy Scouts of America über 7000 Täter und 12 000 Opfer sexuellen Missbrauchs auf. Doch die Dunkelziffer unter den Millionen von Mitgliedern ist vermutlich erheblich.

Peter Winkler | Neue Zürcher Zeitung

Der Skandal um den sexuellen Missbrauch von jungen Pfadfindern durch erwachsene Freiwillige droht die Organisation Boy Scouts of America in den Konkurs zu stürzen. Verschiedene Gliedstaaten sind per Gesetz gegen die Verjährungsfrist für solche Verbrechen vorgegangen. In New York beispielsweise können Opfer ein Jahr lang klagen, auch wenn die Beschuldigungen Taten betreffen, die im Normalfall verjährt wären. Beobachter erwarten, dass damit die Schleusen für eine Flutwelle an Klagen geöffnet werden.

Aussetzung der Verjährung

Wie amerikanische Medien berichteten, haben Anwaltsbüros bereits ihre Anzeigenkampagne verstärkt, mit der sie Opfer ermutigen, sich zu melden. Dies könnte auch zu einer zahlenmässigen Ausweitung des Skandals führen. Einer der betroffenen Anwälte erklärte gegenüber der Agentur AP, von 186 neuen Klienten aus Dutzenden von Gliedstaaten in den letzten Wochen hätten 166 die Namen von Verdächtigen genannt, die noch nicht in der Datenbank der Pfadfinder eingetragen seien.

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Inflation der Nazi-Vorwürfe: Auf Twitter sind jetzt ALLE Rassisten

Hat jetzt eine Diskussion ausgelöst: Enissa Amani 2015 bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises Bild: dpa
In dem Kurznachrichtendienst werden immer wieder Nutzer, die sich eigentlich gegen Rassismus engagieren, als Nazis diffamiert. Was hat das für Folgen? Eine Analyse.

Von Sebastian Eder | Frankfurter Allgemeine Zeitung

In diesem Artikel werden viele Zitate von Twitter vorkommen, also kann er auch gleich mit einem beginnen. Der Journalist Martin Schneider schrieb am Dienstag: „Wegen Ostern paar Tage nicht auf Twitter. Offenbar sind hier nun alle Rassisten.“ Tatsächlich hatten in den Tagen davor mehrere Twitter-Nutzer, die sonst vor allem für ihr Engagement gegen Rechtsradikale bekannt sind, Serien von Tweets veröffentlicht, die etwa so anfingen: „Heute wurde mir auf Twitter Rassismus vorgeworfen. Wer wissen möchte, wie es dazu kam, und was ich dazu zu sagen habe, liest den folgenden Thread.“ Diese Formulierung hatte Ralph Ruthe gewählt, ein Cartoonist, der seinen Bekanntheitsgrad immer wieder nutzt, um sich gegen Rechtspopulisten und Rechtsradikale zu positionieren – und dafür entsprechend angefeindet wird.

Am Wochenende war Ruthe ausnahmsweise nicht ins Visier von AfD- oder Trump-Fans geraten, sondern in das einer linksradikalen, feministischen Filter-Blase, die sich auf Twitter als Gralshüter des Antifaschismus versteht. Auslöser war, dass sich Ruthe mit der Journalistin Anja Rützel solidarisieren wollte, die nach einem kritischen Artikel über die deutsch-iranische Moderatorin Enissa Amani von deren Fans als Nazi beschimpft worden war. Auf „Spiegel Online“ hatte Rützel, die für ihre bissigen TV-Kritiken bekannt ist, einen Artikel über eine Preisverleihung geschrieben und das Jurymitglied Amani immer wieder „Komikerin“ genannt, weil Amani angekündigt hatte, nach Nicaragua auszuwandern, wenn sie noch einmal „Komikerin“ genannt werde. Amani verglich Rützel in den sozialen Medien daraufhin mit „AFDlern“, die sie aufforderten, das Land zu verlassen.

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Wir riechen auch mit der Zunge

Die Zunge trägt nicht nur Geschmackszellen, sondern offenbar auch Geruchsrezeptoren, wie Forscher nun entdeckt haben. © wavebreakmedia/ iStock
Überraschende Entdeckung: In unserer Zunge sitzen nicht nur Geschmackssensoren, sondern auch Geruchsrezeptoren, wie Forscher herausgefunden haben. Ungewöhnlich ist dies deshalb, weil beide Sinnessysteme bisher als räumlich strikt getrennt galten. Erst im Gehirn – so dachte man – werden die Informationen über Geruch und Geschmack zum Gesamteindruck des Aromas verknüpft. Die Entdeckung der Riechrezeptoren auf der Zunge widerlegen dies nun.

scinexx

Wenn wir das Aroma eines Apfels, einer Sauce oder eines leckeren Nachtisches genießen, dann sind zwei Sinnessysteme aktiv: Auf unserer Zunge registrieren die Geschmackszellen die Grundgeschmäcker süß, sauer, bitter, salzig und umami. In unserer Nase reagieren währenddessen die Riechsinneszellen auf die Düfte, die aus der Mundhöhle aufsteigen. Sie können mehr als 10.000 verschiedene Geruchsstoffe wahrnehmen. Die Informationen beider Sinnessysteme werden ans Gehirn gesendet und dort zum Gesamteindruck des Aromas verbunden – so jedenfalls die bisherige Annahme.

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Marsquake! NASA’s InSight Lander Feels Its 1st Red Planet Tremor

NASA’s Mars InSight lander snapped this photograph of its shielded seismometer on April 7, 2019.
Scientists just felt the Red Planet move under their feet — robotically from millions of miles away, on the stark surface of Mars.

By Meghan Bartels | SPACE.com

On April 6, NASA’s InSight lander sensed its first confirmed marsquake, a phenomenon scientists suspected, but couldn’t confirm, occurred on the neighboring planet. Measuring the Martian equivalent of earthquakes, seismic waves traveling through the interior of the planet, was among the lander’s key science goals.

„We’ve been waiting months for our first marsquake,“ Philippe Lognonné, the principal investigator for the seismometer instrument, said in a statement released by the French space agency, which runs the instrument with the national research center. „It’s so exciting to finally have proof that Mars is still seismically active.“

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Schweden kämpft mit der Frage der IS-Rückkehrer

Die Thematik schwedischer Waisenkinder von Eltern, die sich dem IS angeschlossen hatten, ist in den Medien seit Wochen präsent. (Bild: Maya Alleruzzo / AP)
Ein Grossvater will seine sieben Enkel nach Schweden zurückholen. Doch das ist nicht einfach, handelt es sich doch um die Waisenkinder von gefallenen schwedischen IS-Kämpfern. Während die Regierung in Stockholm auf die Komplexität des Prozesses verweist, sieht sie sich in der Kritik, zu wenig konkrete Hilfe zu leisten.

Rudolf Hermann | Neue Zürcher Zeitung

Es war ein Tag spät im März. Patricio Galvez sass in seiner Göteborger Einzimmerwohnung und packte Kinderkleider in einen Koffer, als er Besuch erhielt von einem Reportageteam des Schwedischen Fernsehens. «Endlich habe ich die Zutrittsgenehmigung erhalten», sagte Galvez den Journalisten. «Nun will ich meine Enkelkinder holen. Ich will ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen worden sind. Morgen fliege ich nach Syrien.»

Sieben Enkel im Alter von zwei bis acht Jahren hat Galvez von seiner Tochter, die vor einigen Jahren den in Göteborg lebenden Norweger Michael Skramo geheiratet hatte. Skramo sollte später berüchtigte Bekanntheit erlangen als einer der prominentesten nordischen Kämpfer und Rekrutierer für die Terrororganisation Islamischer Staat. Er wurde laut verfügbaren Informationen im März beim Kampf um die letzte IS-Bastion getötet; seine Frau war offenbar bereits im Januar ums Leben gekommen. Die Familie war 2014, damals mit zwei Kindern, unter dem Vorwand von Türkei-Ferien nach Syrien gereist. Dort schloss sich Skramo dem IS an.

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Sind Zitate von Mutter Teresa für Twitter ‚Hassrede’?

Bild: theaustralian.com.au
US-Senator Ted Cruz hat die Sperre eines Zitats von Mutter Teresa durch die Plattform Twitter kritisiert. Christlich-konservative Nutzer würden überproportional häufig blockiert, sagte Cruz bei einer Anhörung.

kath.net

US-Senator Ted Cruz hat Vertreter von Twitter und Facebook bei einer Anhörung gefragt, ob Zitate von Mutter Teresa von Kalkutta mittlerweile als „Hassrede“ gewertet würden.

2017 löschte Twitter eine Nachricht einer Lebensschutzorganisation, die nur aus einem Bild von Mutter Teresa und einem Zitat von ihr bestand: „Abtreibung ist zutiefst frauenfeindlich. Drei Viertel der Opfer sind Frauen: die Hälfte der Babys und alle Mütter.“ Twitter begründete die Sperre mit einem Verstoß gegen die Richtlinien. Nach Protesten wurde die Nachricht wieder frei geschaltet.

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Jesuit Zollner: Anti-Missbrauchsgipfel hat Lawine losgetreten, aber…

Bild: © picture alliance/AP Photo/Giuseppe Lami
Für viele Beobachter war der vatikanische Anti-Missbrauchsgipfel im Februar eine herbe Enttäuschung. Der päpstliche Kinderschutzbeauftragte Hans Zollner bewertet das Treffen im Rückblick durchaus positiv, sieht jedoch weiterhin diverse Baustellen – unter anderem fehle eine geregelte Rechenschaftspflicht für Bischöfe.

katholisch.de

Der Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan hat nach Ansicht des Jesuiten Hans Zollner die von ihm erhoffte Lawine ausgelöst. „Es ist, weltkirchlich gesehen, von einem niedrigen Niveau zu einem viel größeren Bewusstsein gekommen“, sagte der Leiter des päpstlichen Kinderschutzzentrums am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Die Teilnehmer seien nach dem Gipfel mit dem Bewusstsein in ihre Länder zurückgereist, dass sie in ihrem Bereich etwas tun und als Kirche ihren Auftrag erfüllen müssten.

Der 52 Jahre alte Theologe und Psychologe sprach von konkreten Maßnahmen, die das Treffen der Spitzen der Bischofskonferenzen ergeben habe. Dazu gehöre die Überarbeitung der Leitlinien für alle kirchlichen Bereiche, einschließlich Schulen und Krankenhäuser.

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Politologe Bielefeldt sieht Religionsfreiheit vielerorts verschlechtert

Heiner Bielefeldt, Podium, 2011. Bild: brightsblog(bb)
Mit Blick auf die Anschläge auf Kirchen und Hotels an Ostern in Sri Lanka hat der Politikwissenschaftler Heiner Bielefeldt eine Verschlechterung der Religionsfreiheit in vielen Teilen der Welt beklagt.

evangelisch.de

Dies treffe Christen, aber auch andere Glaubensgemeinschaften, sagte der Professor der Universität Erlangen am Mittwoch im WDR5-„Morgenecho“. „In absoluten Zahlen kann es durchaus sein, dass Christen die am stärksten verfolgte Gruppe sind“, erklärte er. Denn Christen seien mit Abstand die größte Religionsgruppe weltweit.

Sehr kleine Glaubensgruppen wie die Bahai würden aber proportional ähnlich oder vielleicht sogar stärker verfolgt. Dass sich die Gewalt auf Sri Lanka spezifisch gegen die dort kleine Gruppe der Christen richtete, sei jedoch in der Tat neu und unerwartet, sagte der Politologe, der von 2010 bis 2016 UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit war. Mehr als 70 Prozent der 22 Millionen Einwohner Sri Lankas sind Buddhisten, zwölf Prozent Hindus, zehn Prozent Muslime und gut sieben Prozent Christen.

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Lichtverschmutzung: So beeinflussen Strassenlampen die nachtaktiven Insekten

Insekten umschwärmen eine Strassenlampe in Bern. (Bild: Lukas Lehmann / Keystone)
WSL und EKZ untersuchen gemeinsam, wie nachtaktive Insekten und auch Fledermäuse von künstlichem Licht beeinflusst werden. Dabei hat sich unter anderem herausgestellt, dass Mücken weniger auf Licht reagieren als etwa Bienen und Ameisen.

Alois Feusi | Neue Zürcher Zeitung

Unnötige Lichtemissionen im Aussenraum seien zu vermeiden. So steht es in der Norm SIA 491 von 2013. Der Begriff «Lichtverschmutzung» ist längst etabliert. Und dass Leuchten, die in besiedelten Gebieten oft die ganze Nacht hindurch strahlen, den menschlichen Tag-Nacht-Zyklus und die Regeneration während des Schlafes beeinträchtigen können, ist hinlänglich bekannt.

Seit einiger Zeit sind nun auch die Auswirkungen der künstlichen Beleuchtung auf die Tierwelt und insbesondere ihr Beitrag zum Insektensterben in den Brennpunkt des Interesses gerückt. Klimawandel, Pestizide und Monokulturen sind mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit die Ursachen des akuten Rückgangs der Insektenpopulationen. Die Beleuchtung kann aber ein zusätzlicher Stressfaktor für nachtaktive Tiere sein.

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Tschechiens Kirchen befürchten Ruin durch Besteuerung: „Unmoralisch und verfassungswidrig“

Panorama von Prag © N.N. (Pixabay)
Furcht vor einem finanziellen Kollaps: Vertreter der tschechischen Kirchen und Religionsgemeinschaften haben an diesem Mittwoch mit Sorge auf die Folgen einer Besteuerung der Restitution ihres Eigentums durch den Staat reagiert.

DOMRADIO.DE

Das Abgeordnetenhaus in Prag hatte am Vortag ein Veto des Senats gegen ein entsprechendes Vorhaben überstimmt.

In einer gemeinsamen Erklärung beklagten die Kirchenvertreter, dass die Besteuerung des finanziellen Ausgleichs für nicht mehr zu restituierendes früheres Kircheneigentum den Kirchen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten bereiten würde. Einige kleinere Glaubensgemeinschaften stünden damit womöglich vor dem Ruin.

Änderungsantrag „unmoralisch und verfassungswidrig“

Die Erklärung wurde von den Vorsitzenden der tschechischen katholischen Bischofskonferenz, Dominik Duka, des Ökumenischen Rates der Kirchen, Daniel Zenaty, und des Bundes der jüdischen Gemeinden, Petr Papousek, veröffentlicht. Sie halten den Änderungsantrag, der von der Kommunistischen Partei (KSCM) eingebracht worden war, für „unmoralisch und verfassungswidrig“.

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