Jesuit Zollner: Anti-Missbrauchsgipfel hat Lawine losgetreten, aber…


Bild: © picture alliance/AP Photo/Giuseppe Lami
Für viele Beobachter war der vatikanische Anti-Missbrauchsgipfel im Februar eine herbe Enttäuschung. Der päpstliche Kinderschutzbeauftragte Hans Zollner bewertet das Treffen im Rückblick durchaus positiv, sieht jedoch weiterhin diverse Baustellen – unter anderem fehle eine geregelte Rechenschaftspflicht für Bischöfe.

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Der Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan hat nach Ansicht des Jesuiten Hans Zollner die von ihm erhoffte Lawine ausgelöst. „Es ist, weltkirchlich gesehen, von einem niedrigen Niveau zu einem viel größeren Bewusstsein gekommen“, sagte der Leiter des päpstlichen Kinderschutzzentrums am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Die Teilnehmer seien nach dem Gipfel mit dem Bewusstsein in ihre Länder zurückgereist, dass sie in ihrem Bereich etwas tun und als Kirche ihren Auftrag erfüllen müssten.

Der 52 Jahre alte Theologe und Psychologe sprach von konkreten Maßnahmen, die das Treffen der Spitzen der Bischofskonferenzen ergeben habe. Dazu gehöre die Überarbeitung der Leitlinien für alle kirchlichen Bereiche, einschließlich Schulen und Krankenhäuser.

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