Lichtverschmutzung: So beeinflussen Strassenlampen die nachtaktiven Insekten


Insekten umschwärmen eine Strassenlampe in Bern. (Bild: Lukas Lehmann / Keystone)
WSL und EKZ untersuchen gemeinsam, wie nachtaktive Insekten und auch Fledermäuse von künstlichem Licht beeinflusst werden. Dabei hat sich unter anderem herausgestellt, dass Mücken weniger auf Licht reagieren als etwa Bienen und Ameisen.

Alois Feusi | Neue Zürcher Zeitung

Unnötige Lichtemissionen im Aussenraum seien zu vermeiden. So steht es in der Norm SIA 491 von 2013. Der Begriff «Lichtverschmutzung» ist längst etabliert. Und dass Leuchten, die in besiedelten Gebieten oft die ganze Nacht hindurch strahlen, den menschlichen Tag-Nacht-Zyklus und die Regeneration während des Schlafes beeinträchtigen können, ist hinlänglich bekannt.

Seit einiger Zeit sind nun auch die Auswirkungen der künstlichen Beleuchtung auf die Tierwelt und insbesondere ihr Beitrag zum Insektensterben in den Brennpunkt des Interesses gerückt. Klimawandel, Pestizide und Monokulturen sind mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit die Ursachen des akuten Rückgangs der Insektenpopulationen. Die Beleuchtung kann aber ein zusätzlicher Stressfaktor für nachtaktive Tiere sein.

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