Von überhöhter Spiritualität und dämonisierter Sexualität


Bild: © Lisa F. Young/Fotolia.com
Die Kirche müsse Sexualtität und Spiritualität fortan als Einheit denken, fordert Gastautorin Monika Eyll-Naton. Bisher werde das eine den Geweihten zugewiesen, das andere den Laien. Diese Dualität habe den Nährboden für den Missbrauch bereitet. Wie Benedikt XVI. die Schuld dafür auf die 1968ger zu schieben, sei grundfalsch. Es müssten ganz andere Konsequenzen gezogen werden.

Von Monika Eyll-Naton | katholisch.de

Es ist gerade in aller Munde: Der emeritierte Papst Benedikt XVI. gibt der 68er-Revolution die Schuld daran, dass die Kirche in eine Krise geraten ist und einen dramatischen Glaubwürdigkeitsverlust hinnehmen muss. Ist es tatsächlich die sexuelle Revolution, die die Pädophilie und den Machtmissbrauch hervorgerufen hat? Gab es den Missbrauch nicht schon viel früher, auch und gerade in der Kirche? Liegt es nicht viel mehr daran, dass Spiritualität und Sexualität in einen Dualismus gerieten, bei dem die Spiritualität auf der hellen, der guten, der heiligen Seite stand, und die Sexualität auf der dunklen, der schlechten, der teuflischen Seite? Dass Spiritualität überhöht und Sexualität dämonisiert wurde? Die Aufspaltung unseres Wesens in Heilige und Huren, in Gott und Teufel war in den Hochkulturen des Altertums kein Thema. Das duale Denken kam erst mit den „Religionen“.

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