Vatikan-Studie zu Religionsfreiheit und Fundamentalismus: Radikalisierung als Reaktion auf Moderne


Vatikan. Bild: Pixabay, Selim Gecer.
Ein neues Dokument aus dem Vatikan führt als Gründe für religiöse Radikalisierung einen ethischen Relativismus im modernen Staat an. Zudem wird der interreligiöse Dialog betont, der nicht im Widerspruch zum Evangelium steht.

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Die Internationale Theologenkommission des Vatikan hat ein umfassendes Dossier zur Religionsfreiheit vorgelegt. Darin wird für wachsenden Fundamentalismus in verschiedenen Gesellschaften auch ein liberaler Staat verantwortlich gemacht. Das rund 37-seitige Dokument wurde am Donnerstag publik. Eine zehnköpfige Unterkommission hatte es von 2014 bis 2018 erarbeitet. Papst Franziskus gab es am 21. März zur Veröffentlichung frei.

Radikalisierung als Reaktion auf Moderne

Religiöse Radikalisierung erscheine nicht nur als Rückkehr zu strengeren und traditionelleren Frömmigkeitsformen, sondern sei oft auch eine Reaktion auf den modernen Staat und dessen ethischen Relativismus, heißt es in dem Dossier. Als einen zweiten Grund für Radikalisierung vermuten die Autoren, dass der religionsneutrale Staat religiöse Bürger nicht zureichend davor schütze, aufgrund ihres Bekenntnisses in ihrer Teilhabe am kulturellen und politischen Leben behindert zu werden.

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