Unglaube als Asylgrund? Die Säkulare Flüchtlingshilfe in Bayern


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Kann das Nicht-Glauben an Gott ein Asylgrund sein? Der Bund für Geistesfreiheit sagt ja und hat in München eine Zweigstelle der „Säkularen Flüchtlingshilfe“ gegründet. Diese richtet sich mit ihren Angeboten hauptsächlich an atheistische Flüchtlinge.

Antje Dechert | BR24

Säkulare Flüchtlinge aus Ländern wie Saudi-Arabien, Iran oder Mauretanien fliehen weder vor Krieg, noch vor wirtschaftlichem Elend. Sie fliehen, weil sie in ihren Heimatländern wegen Apostasie – dem „Abfall vom Glauben“ – verfolgt werden. Anders als Christen, Jesiden oder Juden gelten sie in Deutschland aber nicht als religiös Verfolgte, weil sie keiner Religion angehören.

Hilfe für Flüchtlinge, die wegen Apostasie verfolgt werden

Der Bund für Geistesfreiheit beteiligt sich daher in München an der „Säkularen Flüchtlingshilfe“. Diese richtet sich mit ihren Hilfsangeboten hauptsächlich an säkulare und atheistische Flüchtlinge aus muslimischen Ländern, in deren Heimat Apostasie zum Verfolgungsgrund wird.

Eine säkulare Flüchtlingshilfe sei notwendig, so der Bund für Geistesfreiheit, da in normalen Flüchtlingsunterkünften atheistische Flüchtlinge von religiösen Muslimen häufig bedroht und angegriffen würden.

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