Biologisch abbaubare Plastiktüten sind auch nach drei Jahren noch nicht verrottet

Plastikmüll in den Ozeanen ist eines der grössten Umweltprobleme der Gegenwart. (Bild: Imago)
Für Müll, Hundekot oder zum Einkaufen: Tüten aus Bioplastik werden oft als umweltfreundliche Alternative beworben. Eine echte Alternative sind sie aber oft nicht, bemängeln Experten schon länger. Eine aktuelle Studie bestätigt das.

Neue Zürcher Zeitung

Auch Tüten aus biologisch abbaubarem Kunststoff können länger die Natur belasten als wohl viele Menschen annehmen. Eine Studie zeigt, dass sie nach drei Jahren im Boden oder im Meerwasser noch so stabil sein können, dass sie auch mit mehr als zwei Kilogramm Inhalt nicht reissen. Am stärksten zerfiel biologisch abbaubarer Kunststoff – wie auch gewöhnlicher Kunststoff –, wenn er Luft und Sonne ausgesetzt war, berichten Imogen Napper und Richard Thompson von der Universität Plymouth (Grossbritannien) im Fachmagazin «Environmental Science & Technology».

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Pass erschlichen: 300 eingebürgerte Deutsche verloren neue Staatsangehörigkeit

Themenbild.
Seit der Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts vor zehn Jahren haben mehr als 300 Eingebürgerte ihre deutsche Staatsangehörigkeit wegen Täuschung, Bestechung oder falscher Angaben später wieder verloren. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Bundesinnenministerium.

Kölner Stadt-Anzeiger

Seit Februar 2009 kann eine Einbürgerung in den ersten fünf Jahren rückgängig gemacht werden, wenn sich herausstellt, dass der Verwaltungsakt „durch arglistige Täuschung, Drohung oder Bestechung oder durch vorsätzlich unrichtige oder unvollständige Angaben, die wesentlich für seinen Erlass gewesen sind, erwirkt worden sind“.

Staatenlosigkeit kein Hinderungsgrund

Das gilt auch dann, wenn der Betroffene dadurch staatenlos wird. Hat die Rücknahme der Staatsangehörigkeit Auswirkungen auf den Status von Angehörigen, ist für diese eine „Ermessensentscheidung zu treffen“, auch unter Beachtung des Kindeswohls.

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Sri Lanka: Regierung verbietet Gesichtsschleier

Bild: tagesschau.de
Nach den Anschlägen in Sri Lanka dürfen dort keine Gesichtsschleier mehr getragen werden. Laut Regierung stellen sie eine „Gefahr für die Sicherheit“ dar. Am Wochenende waren erneut Dutzende Menschen festgenommen worden.

tagesschau.de

Menschen in Sri Lanka dürfen ihre Gesichter in der Öffentlichkeit nicht mehr verhüllen. Jede Art von Gesichtsbedeckung, die verhindere, dass eine Person identifiziert werden könne, sei ab sofort verboten, so der Erlass von Staatschef Maithripala Sirisena. Gesichtsbedeckungen stellten eine „Gefahr für die Sicherheit der Nation und der Öffentlichkeit“ dar. Dies gilt auch für muslimische Frauen mit Gesichtsschleier.

Das Verbot ist Teil der Notstandsmaßnahmen, die nach den verheerenden Terroranschlägen verhängt worden sind. Das Kabinett hatte den Schritt verzögert, weil es erst noch mit islamischen Geistlichen Rücksprache halten wollte.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten muslimische Geistliche aus Sorge vor Vergeltungsaktionen muslimische Frauen dazu aufgerufen, ihr Gesicht nicht mehr zu verhüllen. Muslime machen im mehrheitlich buddhistischen Sri Lanka rund zehn Prozent der Bevölkerung aus.

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Schülerin aus Istanbul TV-Eklat, weil Türkin in Köln studieren will

Junge Frauen schwenken am nahe Istanbul türkische Flaggen und feiern Staatspräsident Erdogan. Viele andere aber fliehen vor der politischen Situation im Land. Foto: picture alliance / Michael Kappe (Symbolbild)
Die zwölfjährige Schülerin Arife Vildan aus Istanbul hat in einer türkischen Fernsehsendung den Wunsch geäußert, in Köln zu studieren und Deutsche werden zu wollen – und damit eine politische Debatte in der Türkei losgetreten.

Kölner Stadt-Anzeiger

Vildan war in einem Betrag des regierungstreuen Senders NTV am vergangenen Dienstag zu sehen. An diesem Tag fand das „Fest des Kindes“ statt – Schüler durften sich an diesem Nationalfeiertag auf den Platz von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan setzen.

Türkische Schülerin will an Uni Köln Medizin studieren

Medienberichten zufolge lebt das Mädchen in einem Waisenhaus. Weil sie zu den Besten ihrer Schule gehöre, sei sie in die Sendung eingeladen worden. Die Moderatorin fragte Vildan nach ihren Zukunftsplänen. „Ich will in Deutschland an der Universität Köln Medizin studieren und hinterher vielleicht deutsche Staatsbürgerin werden“, entgegnete das Mädchen.

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Volker Kauder: „Wo Muslime die Mehrheit haben, hat es jede Religion sehr schwer“

CDU-Politiker Volker Kauder: „Das muss man einfach aussprechen. Der Islam verbietet die Konversion in eine andere Religion, deshalb interpretieren viele islamische Staaten schon die öffentliche Präsenz von Christen als Missionsversuch.“

kath.net

„Jede Religionsgemeinschaft hat es da sehr schwer, wo Muslime die Mehrheit haben oder der Islam Staatsreligion ist. Das muss man einfach aussprechen. Der Islam verbietet die Konversion in eine andere Religion, deshalb interpretieren viele islamische Staaten schon die öffentliche Präsenz von Christen als Missionsversuch.“ Dies betonte der bekannte CDU-Politiker Volker Kauder in einem Interview mit dem „Spiegel“ und erinnert in dem Zusammenhang auch an die UNO-Menschenrechtskonvention, die ausdrücklich festhält, dass jeder Mensch seine Religion frei und öffentlich leben und seinen Glauben wechseln dürfe. Beides gehe laut Kauder in islamischen Ländern gar nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen.

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„Der Einzug des Religiösen ins politische Feld“

Foto: Promedia
Tyma Kraitt über die Hintergründe des Konflikts zwischen Sunniten und Schiiten

Reinhard Jellen | TELEPOLIS

In ihrem Buch Sunniten gegen Schiiten zeichnet Tyma Kraitt die historische Entwicklung des Schismas zwischen den verschiedenen religiösen Gruppierungen innerhalb des Islams nach und erläutert die dahinter stehenden sozialen und politischen Motive.

Frau Kraitt, welche geschichtlichen und politischen Faktoren gibt es im Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten?

Tyma Kraitt: Der Konflikt war von Beginn an kein religiöser, sondern ein politischer Konflikt. Religionsgeschichtlich betrachtet ging es nicht um theologische Widersprüche, die zur Spaltung geführt haben, sondern um den Führungsanspruch zweier unterschiedlicher Lager über die junge Islamische Gemeinschaft nach dem Tode des Propheten und Religionsstifters Mohammed. Erst nach dem islamischen Schisma, der Spaltung in Sunna und Schia differenzierten sich wenn man so will eigenständige Theologien heraus.

„Sehr widersprüchliche Allianz“

Wie stellt sich die Situation heute dar?

Tyma Kraitt: Auch aktuell hat dieser Konflikt eine politische Dimension, in der es um die Vormachtstellung zweier Regionalmächte in der Islamischen Welt geht, nämlich zwischen dem wahhabitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran. Hier geht es zunächst um konkurrierende geopolitische Konstellationen. Auf der einen Seite das Königreich Saudi-Arabien, eines der wichtigsten Verbündeten der USA bzw. des Westens.
Auf der anderen Seite die Islamische Republik Iran, die diese geopolitische Ordnung herausfordern will und damit auch die Vormachtstellung der USA im Nahen und Mittleren Osten brechen möchte. Dieser Gegensatz hat zur Verbreitung eines neuen Schreckgespenstes geführt, dem sogenannten „Schiitischen Halbmond“. Eine strategischen Achse der „Schiiten“ in der Region, gemeint sind jene Staaten mit schiitischer Mehrheit und relevantem schiitischen Bevölkerungsanteil.
Diese Achse erstreckt sich von Teheran, über Bagdad, nach Damaskus und Beirut bis zu den Huthis im Jemen. Wohlgemerkt, es handelt sich um eine strategische und sehr widersprüchliche Allianz und nicht um eine ideologische. Eine konkrete ideologische Bindung besteht lediglich zwischen Iran und der schiitischen Hisbollah im Libanon sowie einigen proiranischen Kräften im politisch völlig zerstrittenen Irak.
Das Assad-Regime in Damaskus wiederum war stets mit der säkularen nationalistischen Ideologie des Baathismus verbunden. Der Assad-Clan selbst gehört jedoch der alawitischen Minderheit an, eine heterodoxe Sekte, mit starken schiitischen, aber auch gnostischen Einflüssen. Die Alawiten haben theologisch nicht besonders viel mit der im Iran und Irak verbreiteten Zwölfer-Schia gemein. Gleiches gilt für die Huthis, die den Zaiditen angehören, einer eigenständigen Strömung im schiitischen Islam. Mindestens genauso wenig einheitlich ist jedoch auch das sunnitische Lager, das von Saudi-Arabien angeführt wird.

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Afrikaner erbten Gene eines Unbekannten

Vertreter der Khoisan tragen Spuren unbekannter Menschen in ihrem Erbgut. © Lisa Gray/ CC-by-sa 2.0
Frühes Techtelmechtel: Die Vorfahren heutiger Afrikaner müssen sich mit einer bisher unbekannten anderen Menschenart gepaart haben. Spuren dieser ausgestorbenen archaischen Population haben Forscher nun im Genom von Bevölkerungsgruppen aus Subsahara-Afrika entdeckt. Diese überraschende Erkenntnis wirkt sich ihnen zufolge auch auf das Verständnis des genetischen Erbes von uns Europäern aus.

scinexx

Als unsere Vorfahren Afrika verließen, begann eine Geschichte der Seitensprünge: Genomanalysen belegen, dass sich anatomisch moderne Menschen mehrfach mit Neandertalern und Denisova-Menschen kreuzten. So findet sich im Erbgut von Europäern bis heute archaische Neandertaler-DNA. In Asien wiederum tragen einige Bevölkerungsgruppen Denisova-Gene in sich – und kürzlich haben Forscher sogar die Spuren einer dritten Menschenart im Genom von Individuen aus Asien und Ozeanien entdeckt.

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Globale Rüstungsausgaben auf höchstem Stand seit 30 Jahren

Themenbild. Leopard 2A5 _3, Bild: BB
  • Laut des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri sind die globalen Rüstungsausgaben auf dem höchsten Stand seit 1988.
  • Auch Deutschland erhöht seine Verteidigungsausgaben um 1,8 Prozent.
  • Unangefochtene Spitzenreiter bleiben China und die USA.

Süddeutsche Zeitung

Weltweit stiegen die Militärausgaben 2018 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri in einem am Montag veröffentlichten Bericht mit. Mit insgesamt 1,64 Billionen Euro sind die weltweiten Militärausgaben damit auf dem höchsten Stand seit 1988.

Am meisten gaben dem Bericht zufolge die USA, China, Saudi Arabien, Indien und Frankreich aus. Die Rüstungsausgaben dieser fünf Länder zusammen machen 60 Prozent des Gesamtbetrages aus. Die Ausgaben der USA für ihren Verteidigungshaushalt stiegen erstmalig seit 2010, während China zum 24. Mal in Folge mehr für seine Rüstung ausgab als im Vorjahr. Die Rüstungsausgaben weltweit belaufen sich auf 2,1 Prozent des globalen Bruttoinlandproduktes. Umgerechnet auf die Weltbevölkerung sind das 214 Euro pro Person.

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Bundeswehr bildet saudische Soldaten zu Offizieren aus

Trotz der Spannungen mit Saudi-Arabien wegen des Jemen-Krieges bildet die deutsche Bundeswehr ab Mitte des Jahres sieben saudische Soldaten zu Offizieren aus. Sieben weitere saudische Soldaten werden von Juli an Sprachkurse in Deutschland belegen, um dann 2020 ihre Offiziersausbildung beginnen zu können.

Neue Zürcher Zeitung

Trotz der Spannungen mit Saudi-Arabien wegen des Jemen-Krieges bildet die deutsche Bundeswehr ab Mitte des Jahres sieben saudische Soldaten zu Offizieren aus. Fünf von ihnen sollen im Juli einen Lehrgang beim Heer beginnen, zwei werden von der Luftwaffe geschult.

Dies erfuhr die Nachrichtenagentur DPA aus dem deutschen Verteidigungsministerium. Sieben weitere saudische Soldaten werden von Juli an Sprachkurse in Deutschland belegen, um dann 2020 ihre Offiziersausbildung beginnen zu können.

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A Communications Satellite Just Died in Orbit. It’s Potentially Dangerous Space Junk Now

Artist’s illustration of Intelsat’s IS-29E satellite in orbit. (Image: © Arianespace)
IS-29E could pose a threat to other satellites in geostationary orbit, experts say.

By Leonard David | SPACE.com

Luxembourg-based Intelsat reports that its Intelsat 29E satellite (IS-29E) is now a total loss, after having reported earlier that the spacecraft suffered an anomaly.

Late on April 7, the Intelsat 29e propulsion system experienced damage that caused a leak of the propellant on board the satellite, resulting in a service disruption to customers..

That event caused a service outage on the Intelsat 29e satellite that affected maritime, aeronautical and wireless-operator customers in the Latin America, Caribbean and North Atlantic regions.

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Wie eine Polemik des Tübinger Oberbürgermeisters zu einer Rassismusdebatte ausartet

Diesen Screenshot von der DB-Website verband Boris Palmer mit seiner Kritik an der Identitätspolitik
Das Diversity Management der Deutschen Bahn ist kein Antirassismusprojekt – Ein Kommentar

Peter Nowak | TELEPOLIS

„Der Shitstorm wird nicht vermeidbar sein“, ahnte der gelernte Populist. Gerade deshalb stelle er rhetorisch unter eine Werbung der Deutschen Bahn, auf der Personen zu sehen sind, die nicht so aussehen, wie sich ein Boris Palmer deutsche Staatsbürger vorstellt, die Frage: „Ich finde es nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die „Deutsche Bahn“ die Personen auf dieser Eingangsseite ausgewählt hat. Welche Gesellschaft soll das abbilden?“

Die Türkische Gemeinde hat da kurz und bündig eine Antwort: „Unsere Gesellschaft Herr Palmer. Eine plurale und vielfältige Gesellschaft. Eine Gesellschaft die sich gegen Ihre Homogenitätsphantasien wehrt. Eine Gesellschaft die Ihre eindimensionalen Kriterien längt überwunden hat. Willkommen im Jahr 2019!“

Sheriff am Neckar

Mehr hätte man dazu nicht sagen müssen. Man könnte sich höchstens die Frage stellen, ob Palmer in Tübingen nicht mehr genügend unbotmäßige Studenten findet, die er als Sheriff am Neckar gleich höchstpersönlich verwarnen und mit Geldbußen belegen kann, dass er Zeit findet, sich mit dem Diversity Management der Deutschen Bahn anzulegen. Denn genau darum geht es bei der Werbung, gegen die er polemisiert. Man sollte sich den Text zum DB-Diversity Management mit all seinen Worthülsen der neoliberalen Ökonomie mal zu Gemüte führen:

Die Deutsche Bahn – bunt wie unsere Gesellschaft

Auf dem Weg zum Top-Arbeitgeber wollen wir unsere Vielfalt nutzen. Denn ob Jung oder Alt, Mann oder Frau, aus Deutschland oder einem anderen Land – die DB ist genauso bunt wie die Gesellschaft. Allein in Deutschland arbeiten über 200.000 Kolleginnen und Kollegen aus über 100 Nationen. Über 47.600 Frauen sind für die Bahn im Einsatz. Fast 90.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt, knapp 28.000 unter 30. Deren unterschiedliche Sichtweisen tragen zum unternehmerischen Erfolg der DB bei.

Dementsprechend ist die Wertschätzung und gezielte Förderung der Vielfalt unserer Mitarbeiter ein zentraler Bestandteil unserer Konzernstrategie zu werden. Vor diesem Hintergrund ist auch der DB-Konzern z. B. engagiertes Mitglied der Charta der Vielfalt. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt hat sich die DB dazu verpflichtet, für Chancengleichheit unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnie, physischen und psychischen Fähigkeiten, religiöser und sexueller Orientierung einzutreten.

Eine vielfältige Belegschaft bringt wichtige Potentiale, wie kreative Lösungsansätze, fundierte Entscheidungen und innovative Entwicklungen, mit sich. Diese Vorteile von Vielfalt sind in einer schnelllebigen und globalisierten Welt unverzichtbar. Sie machen die Deutsche Bahn erst wettbewerbsfähig und erfolgreich.

Homepage der Deutschen Bahn

Es geht also nicht um das Abbilden der realen Gesellschaft in Deutschland, wie es sich der Türkische Bund erhofft, sondern um eine Unternehmensstrategie, die das Ziel hat, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns Deutsche Bahn zu erhöhen.

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Most Tech Today Would be Frivolous to Ancient Scientists

The tech that most people depend on must appeal to our fears and vanities and must require continuous and rapid overturn. If it were truly necessary, the market would demand durability.Wikicommons
Surrounded by advanced achievements in medicine, space exploration, and robotics, people can be forgiven for thinking our time boasts the best technology. So I was startled last year to hear Sarah Stroup, a professor of classics at the University of Washington, Seattle, give a speech called “Robots, Space Exploration, Death Rays, Brain Surgery, and Nanotechnology: STEMM in the Ancient World.” Stroup has created a college course integrating classics and science to show how 2,000 year-old Greek and Roman STEMM (science, technology, engineering, mathematics, medicine) underlie and illuminate the sciences today.

By Sidney Perkowitz | NAUTILUS

Stroup starts with robotics. The Greeks made self-acting machinery such as an automaton theater, a first step toward building a real robot, and they imagined a mythological one. Talos, a bronze being made by the god Hephaestus (later the Roman Vulcan) patrolled the island of Crete and threw rocks at threatening ships, anticipating today’s development of intelligent battlefield weaponry that chooses its own targets. In the 4th century BCE, Aristotle foresaw other implications of intelligent machines when he wrote, “If every instrument could accomplish its own work… chief workmen would not want servants, nor masters slaves,” as is now happening when robots and artificial intelligence replace people.

Stroup also gives the example of a “death ray,” what the laser was called after its invention in 1960. In 214 BCE, the Greek scientist Archimedes may have created an early version. He is said to have used metal mirrors to focus sunlight that burned the wooden ships of the Roman fleet attacking his city, Syracuse. Though the story is probably apocryphal, modern researchers have shown that metal mirrors could concentrate sunlight sufficiently to set a wooden craft afire.

“I became weary of modern STEM sorts, imagining they had invented everything.”

Presenting other accomplishments, Stroup notes that the Greeks explored space by naked eye and correctly concluded that the planets orbit the sun. The anatomist Herophilus dissected the human brain to understand its structure, and Hippocrates established medical ethics, expressed today in the Hippocratic Oath that defines a physician’s responsibilities. Centuries before modern nanotechnology, Roman artisans colored glass with embedded gold and silver particles only nanometers across, producing the famous Lycurgus Cup that looks green or red depending on how it is illuminated.

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Gesetzesinitiative will Beichtgeheimnis kippen

Bild: © picture-alliance / Godong/Philippe Lissac
Kinderrechte stünden über dem Beichtgeheimnis, so wird argumentiert. Deswegen sollen chilenische Priester sollen künftig verpflichtet sein, gebeichteten Missbrauch an die Behörden zu melden. Doch das stürzt sie in einen Konflikt mit dem Kirchenrecht.

katholisch.de

In Chile hat eine Gesetzesinitiative die erste Hürde genommen, die das Beichtgeheimnis von katholischen Priestern umgehen soll. Eingebracht hat den Vorstoß der christdemokratische Abgeordnete Raul Soto bereits im vergangenen Jahr, als die ersten Missbrauchsvorwürfe gegen die chilenische Kirche erhoben wurden. „Die Rechte der Kinder stehen über dem Beichtgeheimnis„, begründete Soto gegenüber der Zeitung „La Cuarta“ seine Initiative. Die Abgeordnetenkammer stimmte der Initiative jetzt zu. Nun hat der Senat das letzte Wort.

Beichtgeheimnis nicht weiter von Meldepflicht ausgenommen

Das neue Gesetz verpflichtet kirchliche Autoritäten jedweder Konfession, Verbrechen gegen Kinder zu melden. Bislang waren unter dem Beichtgeheimnis geäußerte Angaben von dieser Pflicht ausgenommen.

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Nach der Wahl in Indonesien sterben 272 Helfer an Überarbeitung und Erschöpfung

Eine Wählerin gibt ihre Stimme in Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens, ab. Die Wahlberechtigten waren aufgefordert, bis zu fünf Wahlzettel auszufüllen. (Bild: Ulet Ifansasti / Getty)
In dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt waren 150 Millionen Menschen der Aufforderung zur Wahl nachgekommen. Aber das händische Auszählen der Zettel endeten für zahlreiche Wahlhelfer tödlich.

Franziska Scheven | Neue Zürcher Zeitung

Bei der Wahl in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt, sind bei der Auszählung der Stimmen mehr als 270 Menschen an Überarbeitung und Erschöpfung gestorben. Das teilte die Wahlbehörde des Landes am Sonntag mit.

192 Millionen Wahlberechtigte des südostasiatischen Vielinselstaates waren am 17. April aufgefordert worden, zum ersten Mal den Präsidenten sowie die 20 0000 Abgeordneten im Parlament und auf Regional- und Kommunalebene zu wählen. Es war das erste Mal, dass die Wahlen alle an einem Tag stattfanden. So wollte die Regierung Kosten einsparen. Diese Massnahme wird nun laut Medienberichten von mehreren Seiten kritisiert. Demnach soll der frühere indonesische Minister und Verfassungsrichter Mahfud MD erklärt haben, man solle die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen wieder getrennt abhalten, um den zu grossen Aufwand zu vermeiden. Indonesiens Vizepräsident Jusuf Kalla zeigte sich laut Medienberichten angesichts der vielen Toten ebenfalls besorgt.

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Trump schafft schlechtes Klima für Juden

Bild: FB
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat nach dem Attentat in einer Synagoge in Kalifornien US-Präsident Donald Trump für ein verschärftes Klima in Politik und Gesellschaft verantwortlich gemacht. „Das ist gefährlich, auch für die jüdische Gemeinschaft in den USA“, sagte Klein den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Montag). „Wir sehen in den USA das, was wir auch in Deutschland beobachten: Der Hass gegen Juden äußert sich enthemmter.“

evangelisch.de

Bei einer Schießerei in einem Gottesdienst in einer Vorstadt von San Diego wurde am Samstag eine Frau getötet, drei weitere Menschen wurden verletzt. Der Schütze ist nach Medienberichten ein 19-Jähriger, gegen ihn wird wegen Verdachts auf einen rechtsradikalen Hintergrund ermittelt. Der Samstag war der letzte Tag des jüdische Pessachfestes.

Der Antisemitismusbeauftragte warnte außerdem vor möglichen negativen Folgen von Trumps Außenpolitik für Juden.

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Konfirmanden für den Führer

Ausgelöst durch den Fund einer Konfirmationspredigt von 1941 begeben sich ein pensionierter Bibliothekar und ein Pfarrer auf die Suche nach einem ungewöhnlichen Kirchenmann. Ans Licht kommt ein beschämendes Kapitel evangelischer Kirchengeschichte.

Von Kirsten Serup-Bilfeldt | Deutschlandfunk Kultur

Die Geschichte beginnt ganz banal – mit einer klemmenden Schublade. Als der pensionierte Bibliothekar Peter Bruhn sie schließlich mit einem brachialen Ruck öffnet, findet er ein paar vergilbte Schreibmaschinenseiten, die dort offenbar seit rund sechs Jahrzehnte lagen. Auf dem Deckblatt liest er:

„Zur Erinnerung an die Konfirmationsfeier der Schlossgemeinde Wernigerode am 23. März 1941.“

Bruhn liest aufmerksam den Text, den er 60 Jahre zuvor nur überflogen hatte. Und Stück für Stück kommen ihm längst vergessene Erlebnisse ins Gedächtnis zurück:

Erinnerungen an den Konfirmandenunterricht, die Konfirmation und einen „geselligen“ Abend im Haus des Pfarrers, Superintendent Ludwig Beer.

Verlangt wurde „Mut zum tapferen Sterben“

In der Konfirmationspredigt, die Bruhn jetzt schaudern lässt, ist die Rede von einer „bedeutsamen Stunde“ und einer „gewaltigen Zeit“ für die Konfirmanden, vom „Mut zum tapferen Sterben im Gehorsam gegen den Führer“ und von den Aufgaben des „deutschen Menschen für die Kirche Martin Luthers“. Dem Text vorangestellt ist der Spruch:

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