Gesetzesinitiative will Beichtgeheimnis kippen


Bild: © picture-alliance / Godong/Philippe Lissac
Kinderrechte stünden über dem Beichtgeheimnis, so wird argumentiert. Deswegen sollen chilenische Priester sollen künftig verpflichtet sein, gebeichteten Missbrauch an die Behörden zu melden. Doch das stürzt sie in einen Konflikt mit dem Kirchenrecht.

katholisch.de

In Chile hat eine Gesetzesinitiative die erste Hürde genommen, die das Beichtgeheimnis von katholischen Priestern umgehen soll. Eingebracht hat den Vorstoß der christdemokratische Abgeordnete Raul Soto bereits im vergangenen Jahr, als die ersten Missbrauchsvorwürfe gegen die chilenische Kirche erhoben wurden. „Die Rechte der Kinder stehen über dem Beichtgeheimnis„, begründete Soto gegenüber der Zeitung „La Cuarta“ seine Initiative. Die Abgeordnetenkammer stimmte der Initiative jetzt zu. Nun hat der Senat das letzte Wort.

Beichtgeheimnis nicht weiter von Meldepflicht ausgenommen

Das neue Gesetz verpflichtet kirchliche Autoritäten jedweder Konfession, Verbrechen gegen Kinder zu melden. Bislang waren unter dem Beichtgeheimnis geäußerte Angaben von dieser Pflicht ausgenommen.

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