Sri Lanka: Regierung verbietet Gesichtsschleier


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Nach den Anschlägen in Sri Lanka dürfen dort keine Gesichtsschleier mehr getragen werden. Laut Regierung stellen sie eine „Gefahr für die Sicherheit“ dar. Am Wochenende waren erneut Dutzende Menschen festgenommen worden.

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Menschen in Sri Lanka dürfen ihre Gesichter in der Öffentlichkeit nicht mehr verhüllen. Jede Art von Gesichtsbedeckung, die verhindere, dass eine Person identifiziert werden könne, sei ab sofort verboten, so der Erlass von Staatschef Maithripala Sirisena. Gesichtsbedeckungen stellten eine „Gefahr für die Sicherheit der Nation und der Öffentlichkeit“ dar. Dies gilt auch für muslimische Frauen mit Gesichtsschleier.

Das Verbot ist Teil der Notstandsmaßnahmen, die nach den verheerenden Terroranschlägen verhängt worden sind. Das Kabinett hatte den Schritt verzögert, weil es erst noch mit islamischen Geistlichen Rücksprache halten wollte.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten muslimische Geistliche aus Sorge vor Vergeltungsaktionen muslimische Frauen dazu aufgerufen, ihr Gesicht nicht mehr zu verhüllen. Muslime machen im mehrheitlich buddhistischen Sri Lanka rund zehn Prozent der Bevölkerung aus.

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