Ron Dermer nennt «Times» eine «Kloake der Feindseligkeit»

Der Botschafter Israels in Washington griff am gestrigen Montag an einer Holocaust-Gedenkfeier in Washington zu drastischen Worten.

tachles.ch

Ron Dermer wählte einen feierlichen Anlass für ungewöhnlich drastische Worte. Gestern Montag hielt der Botschafter Israels in Washington im Rahmen der vom Holocaust Memorial Museum ausgerichteten «Holocaust-Gedenktage» im Capitol eine Ansprache. Darin prangerte Dermer die Serie antisemitischer Attacken bis hin zu dem Mordanschlag vom Samstag auf die Chabad-Gemeinde Poway in Kalifornien an. Dann stellte er die «New York Times» in Zusammenhang mit einem «Judenhass wachsender Teile der intellektuellen Klasse». Er hat die Ansprache auf seine Facebook-Seite platziert (Link).

Zu dieser «Klasse» gehören laut Dermer (ohne direkte Namensnennung) die britische Labour-Party und die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar in Washington, sowie zahlreiche Universitäten, nicht zuletzt aber die «Times». Der Botschafter nannte das Blatt eine «Kloake der Feindseligkeit Israel gegenüber», die sämtliche Grenzen einer legitimem Kritik an der «befreundeten und keineswegs perfekten Demokratie in Israel» überschreite. Während des Krieges habe die Times den Holocaust weitgehend vor der Leserschaft verborgen gehalten. Heute sei das Blatt ein «Schutzraum für Jene, die den jüdischen Staat hassen».

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„Plötzlich ist der Kreationismus wieder da“

Bärbel Auffermann, Gert Kaiser, und Beate Schneider (v.l.) im Gespräch über das Spannungsfeld von Religion und Wissenschaft. Foto: Alexandra Rüttgen
Interview Bärbel Auffermann, Gert Kaiser und Beate Schneider über Religion und Wissenschaft.

WESTDEUTSCHE ZEITUNG

Frau Auffermann, Frau Schneider, Herr Kaiser, wann hat sich das Thema „Kreationismus“ erstmals bemerkbar gemacht?

Bärbel Auffermann: Das Thema bewegt uns seit 2009, dem Darwin-Jahr. Seitdem beobachten wir den so genannten Kreationismus.

Gert Kaiser: Und es gibt eine wachsende Tendenz. In den USA gibt es Erhebungen, dass weit mehr Menschen an Gottes Schöpfung glauben als an die Evolution. Diese extremen Glaubensrichtungen wachsen viel, viel schneller als die traditionellen Kirchen. Das ist eine neue Situation für uns hier.

Wie empfinden Sie diesen Zweifel an Wissenschaft?

Kaiser: Plötzlich ist es wieder da, dieses Spannungsverhältnis zwischen Religion und Wissenschaft. Wir meinen, dass man einen gewissen Respekt vor religiösen Gefühlen haben muss, aber dass man die wissenschaftliche Position nicht aufgeben darf.

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Papst warnt Friseure vor Klatsch und Tratsch

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat Friseure und Stylisten in den Vatikan geladen – und sie an ihren Heiligen erinnert. Geschwätzigkeit sei keine christliche Tugend, gab er ihnen mit auf den Weg.

T-online.de

Der Papst hat am Montag ungewöhnlichen Besuch im Vatikan empfangen: Franziskus hieß Friseure, Haarstylisten und Kosmetikerinnen im Vatikan willkommen und ermahnte sie, sich nicht dem Klatsch und Tratsch bei der Arbeit hinzugeben. „Üben Sie Ihren Beruf in christlicher Manier aus“, forderte er von seinen Gästen aus der Schönheitsbranche.

Der Pontifex erinnerte bei der Audienz daran, Kunden immer freundlich und höflich zu behandeln und nicht geschwätzig zu sein. Seine Gäste sollten sich stattdessen leiten lassen von ihrem Heiligen, dem Peruaner Martin von Porres. Der Babier, der im 16. Jahrhundert als Friseur und Chirurg Aufsehen erregte, kümmerte sich sowohl um Haarschnitte als auch um Amputationen und Aderlässe.

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Pentagon plant Raketenabwehr aus dem Weltraum

„Brilliant Pepples“: Konzept für weltraumgestützte Abfangraketen Anfang der 1990er Jahre. Bild: mda.mil
Folge wäre ein vielleicht intendiertes ruinöses und gefährliches Wettrüsten, vermutlich müssten dafür tausende Raketen (SBI) in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht werden

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Schon seit Jahrzehnten, lange vor der Thematisierung der Gefahren und der Möglichkeiten des Cyberwar, war der Weltraum zur neuen Domäne der Kriegsführung erklärt worden. Im alten Kalten Krieg hatte man noch versucht, etwa mit dem Weltraumabkommen zumindest die Stationierung von Massenvernichtungswaffen im Weltraum zu verhindern. Bislang wurde der Weltraum zwar mit militärischen Satelliten, aber nicht mit Waffen bestückt. Das hatte auch mit den Kosten und den technischen Möglichkeiten zu tun. Daran, nicht in erster Linie wegen politischer Bedenken, ist die unter Ronald Reagan propagierte Strategic Defense Initiative (SDI) gescheitert.

Schon vor dem Amtsantritt von George W. Bush machte eine Kommission, der viele Neocons und auch der spätere Verteidigungsminister Rumsfeld angehörten, auf die Gefahren aufmerksam, die durch Gegner aus dem Weltraum drohen würden. Die Rede war von einem neuen Pearl Harbour. Es ging darum, wie so oft, mit der Beschwörung der Bedrohungen eine Aufrüstung zu begründen, die SDI weiterführen sollte. Das erste Ergebnis war das teure Raketenabwehrschild, das unter Bush schließlich nach dem Ausstieg aus dem ABM-Abkommen in osteuropäischen Ländern installiert wurde und wesentlich zur Eskalation zwischen der Nato und der USA schon vor dem Georgien-Krieg und dem Ukraine-Konflikt beigetragen hat.

Mit der von Donald Trump angeordneten Einrichtung eines Weltraumkommandos nach der Ankündigung des russischen Präsidenten Putin, dass Russland über Wunderwaffen verfüge, geht es nun darum, die Raketenabwehr, aber auch sonst Waffen in den Weltraum zu bringen. Das hatte bereits explizit das Pentagon im September des letzten Jahres angekündigt: Pentagon will Raketen im Weltraum stationieren.

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Video zeigt angeblich IS-Chef Bagdadi

Bild: tagesschau.de
Die Dschihadistenmiliz IS hat ein Video veröffentlicht, in dem ihr selbst ernannter Kalif Abu Bakr al-Bagdadi zu sehen sein soll. Darin spricht er über den Gebietsverlust des IS und die Anschläge in Sri Lanka.

tagesschau.de

Lange Zeit galt Abu Bakr al-Bagdadi, der Anführer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), als verschollen, mehrfach wurde dessen Tod vermeldet. Nun hat der IS erstmals seit fünf Jahren ein Video veröffentlicht, das ihn im Gespräch mit drei Männern zeigen soll.

Der einzige bekannte öffentliche Auftritt von Bagdadi war 2014 in Mossul gewesen, danach hatte der IS nur Tonaufnahmen veröffentlicht, die von ihm stammen sollen. Wann und wo das aktuelle Video aufgenommen wurde, ist unklar.

Darin erscheint der Mann, der mit dem selbsternannten Kalifen identisch sein soll, deutlich gealtert: Sein ergrauter Bart scheint mit Henna rot gefärbt worden zu sein. Er sitzt auf einer Matratze oder einem Kissen, hat die Beine über Kreuz geschlagen und redet langsam, mit langen Pausen und nahezu regungslos. Dabei wirkt er kraftlos und angeschlagen.

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Größtes Schelfeis der Erde schmilzt doch

Das mehrere hundert Meter dicke Ross-Schelfeis galt bisher als weitgehend stabil, doch das täuscht, wie nun Messungen enthüllen. © NOAA/ Michael Van Woert
Eisschwund: Das größte Schelfeis der Erde schmilzt stärker als bisher gedacht. Im antarktischen Ross-Schelfeis liegen die Abtauraten nahe der Eisfront gut 20-fach höher als es Satellitenmessungen zuvor nahelegten, wie nun eine Studie enthüllt. Ursache dafür ist nicht warmes Tiefenwasser, sondern ein Einstrom von sonnenerwärmtem Oberflächenwasser aus einem eisfreien Meeresgebiet direkt vor dem Schelfeis, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten.

scinexx

Die großen Schelfeisflächen sind wichtige Bremser für die großen Eisströme der Antarktis. Wie ein Riegel liegen sie in den Buchten des eisigen Kontinents und verlangsamen so den Fluss der Gletscher ins Meer. Doch diese eisigen Bremsen schwinden. Vom Larsen-C-Schelfeis brach 2018 einer der größten jemals beobachteten Eisberge ab und beim zweitgrößten Schelfeis der Antarktis, dem Filchner-Ronne-Schelfeis, hat warmes Tiefenwasser bereits gewaltige Kanäle in die Eisunterseite geschmolzen.

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Wahl in Spanien „Das rechte Projekt ist nur vorerst gescheitert“

Bild: tagesschau.
Die Rechtspopulisten haben in Spanien stark zugelegt, die frühere Regierungspartei PP massiv verloren. Warum das „rechte Projekt“ nur vorerst gescheitert ist, erklärt Experte Günther Maihold im Interview mit tagesschau.de.

tagesschau.de

tagesschau.de: Sind die Rechtspopulisten die heimlichen Gewinner dieser Parlamentswahlen?

Günther Maihold: Das wäre eine etwas gewaltsame Interpretation des Ergebnisses. Man muss doch feststellen, dass eine Mehrheit im Land sich für eine linke Regierung ausgesprochen und Pedro Sánchez einen klaren Regierungsauftrag erhalten hat. Für die Volkspartei PP, die quasi die Hälfte ihrer Sitze verloren hat, ist es eine klare Schlappe. Und die rechtspopulistische Vox blieb doch erheblich hinter den prognostizierten Prozenten zurück. Insofern ist das rechte Projekt zunächst mal gescheitert.

„PP war nicht mehr glaubwürdig“

tagesschau.de: Was hat die konservative Volkspartei PP selbst dazu beigetragen, dass insbesondere die rechtspopulistische Vox vergleichsweise stark wurde?

Maihold: Dazu muss man erstmal sagen, dass der Ursprung von Vox ja eigentlich in der PP liegt. Sehr viele führende Politiker der PP sind zu Vox abgewandert und damit hat sich gleichzeitig eine gewisse Abspaltung der Wählerschaft vollzogen. Vielen Wählern war die PP nicht mehr konservativ genug und sie suchten eine Option, die sehr viel deutlicher die Positionen der Einheit Spaniens und der Ablehnung von Migration zum Ausdruck bringt.

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One of Stephen Hawking’s Most Famous Theories About Black Holes Just Suffered a Huge Blow

An image of the Andromeda Galaxy captured with the Hyper-Suprime-Cam. A recent snapshot of Andromeda found only one signal that could have come from a medium-sized primordial black hole, or one that formed soon after the Big Bang. (Image: © Copyright HSC-SSP and NAOJ)
One of Stephen Hawking’s most famous theories about dark matter — that this mysterious and invisible substance is made up of primordial black holes — recently suffered a huge blow. That conclusion comes from a massive telescope that captured an image of an entire galaxy in one shot.

By Meredith Fore | SPACE.com

The findings don’t completely rule out Stephen Hawking’s famous notion. But they suggest that primordial black holes would have to be truly tiny to explain dark matter.

Dark matter is the name given by physicists to explain a particularly mysterious phenomenon: Everything in the universe moves, orbits and rotates as if there were more mass than we can detect. Explanations for dark matter range from ghostly particles called neutrinos to unknown particles, to new laws of physics. In the 1970s, Stephen Hawking and his colleagues theorized that the Big Bang may have created a large number of relatively small black holes — each about the size of a proton. These tiny, ancient black holes would be difficult to see, yet would exert a large gravitational pull on other objects — the two known properties of dark matter. [The 11 Biggest Unanswered Questions About Dark Matter]

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Störungen an Amsterdamer Flughafen: Bundesnetzagentur legt Piratensender still

Die Bundesnetzagentur hat die Funkanlage für „Radio Ijsbeer“ abgeschaltet. Foto: dpa
Nachdem ein illegal betriebener Ukw-Sender aus Heinsberg Störungen des Flugfunkverkehrs am Airport Amsterdam-Schiphol verursacht hat, ist er stillgelegt worden.

Kölner Stadt-Anzeiger

„Radio Ijsbeer“ (Radio Eisbär), so der Name des Senders, sei ohne die notwendige Frequenzzuteilung und Genehmigung der Landesanstalt für Medien NRW betrieben worden, teilte die Bundesnetzagentur am Montag in Bonn mit. Die niederländische Frequenzverwaltungsbehörde hatte zuvor die deutsche Behörde informiert. Daraufhin schalteten die Bonner mit der Polizei die Funkanlage ab und nahmen sie in Verwahrung.

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Verfassungsgericht muss über Kirchgeld in Sachsen entscheiden

Bild: tilly
Die Regelung zum besonderen Kirchgeld in Sachsen war nach Auffassung des sächsischen Finanzgerichts in den Jahren 2014 und 2015 verfassungswidrig.

evangelisch.de

Bis zu einer entsprechenden Gesetzesänderung infolge der Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft habe diese gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz in Artikel 3 des Grundgesetzes verstoßen, erklärte das Gericht am Montag in Leipzig. Man habe daher mit Beschluss vom 25. März das Bundesverfassungsgericht zur Klärung angerufen.

Hintergrund ist die Einführung des sogenannten Ehegattensplittings auch für eingetragene Lebenspartner im Mai 2013. In deren Folge änderte der Freistaat Sachsen nach Angaben des Finanzgerichts sein Kirchensteuergesetz anders als die meisten anderen Bundesländer zunächst nicht.

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Skurril: „Spiderman“ hilft bei Spinnenangst

Objekt der Angst: Schätzungsweise jede dritte Frau und jeder fünfte Mann leidet unter einer Spinnenphobie. © Christina Prinn/ istock
Superheld als Therapeut: Die Spiderman-Filme aus dem Marvel-Universum sind nicht nur unterhaltsam – sie eignen sich womöglich auch zur Behandlung von Phobien. Wie eine Studie nahelegt, kann die Konfrontation mit kurzen Spinnenszenen aus „Spiderman“ die Angstsymptome von Spinnenphobikern lindern. Ähnliches gilt für Menschen, die Angst vor Ameisen haben: Ihnen hilft den Forschern zufolge eine unterhaltsame Expositionstherapie mit dem Superhelden „Ant-Man“.

scinexx

Krabbeltiere auf acht Beinen lösen bei vielen Menschen lähmende Angstzustände aus: Schätzungsweise jede dritte Frau und jeder fünfte Mann hat krankhafte Angst vor Spinnen. Betroffene mit dieser Phobie verspüren beim Anblick der Gliederfüßer nicht nur ein wenig Unwohlsein, sondern regelrechte Panik, Grusel und Ekel. Sogar die Vorstellung, einer Spinne zu begegnen, kann bei Spinnenphobikern schon ein Angstgefühl hervorrufen.

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Auch bei Missbrauch: Bischöfe verteidigen Beichtgeheimnis

Bild: © Fotolia.com/Piotr Slizewski
Nach kirchlichem Recht darf das Beichtgeheimnis nicht gebrochen werden. Doch in Chile sieht nun ein Gesetzesvorhaben vor, dass Priester Missbrauch anzeigen müssen, selbst wenn sie davon im Beichtstuhl erfahren. Die chilenischen Bischöfe sind empört.

katholisch.de

Die chilenischen Bischöfe haben sich vehement gegen eine Aufweichung des Beichtgeheimnisses ausgesprochen. „Wenn ein Priester das Geheimnis des Sakraments verletzt, erhält er die schwere Strafe der Exkommunikation. Es gibt kein Gesetz der Welt, das dieses Prinzip hinwegnehmen könnte“, sagte Bischof Luis Fernando Ramos laut Medienberichten am Wochenende. Damit reagierte der Generalsekretär der Chilenischen Bischofskonferenz auf ein Gesetzesvorhaben, das dazu verpflichtet, jegliche Missbrauchsfälle anzuzeigen. Dieses Gesetz soll auch für Priester gelten, die in der Beichte von Missbrauch erfahren haben. Es war am vergangenen Dienstag einstimmig von allen 155 Mitgliedern des chilenischen Abgeordnetenhauses verabschiedet worden. Nun muss noch der Senat als zweite Kammer des parlamentarischen Systems Chiles zustimmen.

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F wie Palästina

Bild: Makbula Nassar/CC BY-SA-4.0
Palästina könne es nicht geben, im Arabischen gebe es keinen Buchstaben „P“. Mit dieser Aussage zieht der Sohn des israelischen Premiers derzeit viel Spott auf sich

Fabian Goldmann | TELEPOLIS

Die Geschichte von Israelis und Palästinenser ist voller Versuche, den Nähostkonflikt allein dadurch zu lösen, indem man die Existenz der Gegenseite negiert: Die frühen Zionisten zogen unter dem Slogan „Ein Volk ohne Land für ein Land ohne Volk“ ins seit Jahrtausenden besiedelte Palästina. Die israelische Premierministerin Golda Meier stellte 1969 im Zeitungsinterview fest: „So etwas wie Palästinenser gab es nicht.“ Und mit der Herangehensweise eines kleinen Kindes, das glaubt, das Monster hinter der Gardine würden verschwinden, wenn es nur lang genug das Gesicht ins Kissen drückt, sprechen auch heute noch Millionen Menschen vom „zionistischen Gebilde“, wenn sie „Israel“ meinen.

Mit einer besonders kreativen Idee, den Nahostkonflikt auf rhetorische Weise zu lösen, hat sich nun Yair Netanyahu zu Wort gemeldet. Der 27-Jährige, der neben dem Umstand, Sohn des israelischen Premiers zu sein, vor allem für seine radikalen Social Media-Posts bekannt ist, schrieb in einem mittlerweile gelöschten Tweet, dass es Palästina schon allein deshalb nicht geben könne, weil es im Arabischen kein „P“ gebe.


Der innovative Versuch, Staatstheorie und Völkerrecht auf eine neue phonetische Grundlage zu stellen, brachte dem jungen Netanyahu in Sozialen Netzen vor allem jede Menge Spott ein. Eine Sache kam dabei allerdings zu kurz: Yair Netanyahus Aussage ist nicht nur dämlich, sondern auch falsch. Denn „p“ ist arabischer als Netanyahu lieb sein dürfte.

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Warum der Hitzesommer 2018 die Bauern noch lange beschäftigen wird

Ein Aushub auf dem Bauerngut von Josef Lustenberger in Hergiswil bei Willisau im Kanton Luzern. Der Landwirt hat einen Spezialisten damit beauftragt, eine neue Wasserquelle anzubohren. (Bild: Karin Hofer / NZZ)
Trockene Böden, tiefe Grundwasserstände: Landwirte auf abgelegenen Höfen bekommen die Dürrephase des vergangenen Jahres noch immer zu spüren. Schweres Gerät und Fachwissen können helfen – ein Augenschein im Luzerner Hinterland.

Robin Schwarzenbach (Text), Karin Hofer (Bilder) | Neue Zürcher Zeitung

Der Aushub auf einem Bauerngut in Hergiswil im Luzerner Hinterland ist fünf Meter tief und an seiner breitesten Stelle rund zehn Meter breit. Die Schaufelspuren des Baggers sind in dem lehmigen Untergrund gut zu erkennen. Doch mit Baggern allein käme dieses Vorhaben nicht ins Ziel: Josef Lustenberger, der Landwirt, will eine neue Wasserquelle erschliessen für seinen Hof. Dafür braucht es spezielles Gerät – und so macht sich ein Bohrwerk auf Ketten ans Werk.

Zentimeter um Zentimeter frisst sich der Bohrkopf hinein ins Gestein. Spülwasser befreit den Hohlraum sogleich von herausgebrochenem Material. Am hinteren Ende des drehenden Elements wird alle drei Meter eine weitere Eisenstange montiert.

«Wir sind jetzt bei 18 Metern!»

Es geht gut vorwärts an diesem Mittwochnachmittag Ende April. Lehm, Mergel und sandiges Gestein sind für diese Maschine kein Hindernis. «Die Bohrköpfe haben wir selbst entwickelt», sagt Walter Hodel, der Inhaber eines auf Quellfassungen spezialisierten Bauunternehmens, der die Anlage auf einem Führerstand bedient. «Damit kommen wir praktisch durch alles hindurch.»

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Apostel Hanke bekennt Mitschuld im Umgang mit Missbrauchsfällen

Bild: © katholisch.de
Deutliche Worte von Gregor Maria Hanke: Der Eichstätter Bischof bekennt sich in einem jetzt veröffentlichten Text im Umgang mit den Missbrauchsfällen in der Kirche zu einer Mitschuld. Außerdem äußert sich der Oberhirte zum Finanzskandal in seinem Bistum und dem kirchlichen Boden, auf dem dieser entstehen konnte.

katholisch.de

Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke hat sich im Umgang mit den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche zu einer Mitschuld bekannt. Die kirchliche Reaktion auf entsprechende Fälle in der Vergangenheit sei „sicher ein Beleg dafür, dass die Institution Kirche an der eigenen Selbstfixierung leidet“, schreibt Hanke in einem Gastbeitrag für die Mai-Ausgabe der „Herder Korrespondenz“. Es habe ein Bewusstsein dafür gefehlt, wie verheerend ein falscher Umgang mit Missbrauchstätern sein könne. „Ich spreche hier kein Schuldurteil über andere, ich schließe mich selber ein“, so Hanke wörtlich.

Die Vertuschung der Missbrauchsfälle habe ihre Ursache in einem „geschlossenen Kreis“, in dem Selbstkritik keinen Platz habe, betonte der Bischof.

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