Größtes Schelfeis der Erde schmilzt doch


Das mehrere hundert Meter dicke Ross-Schelfeis galt bisher als weitgehend stabil, doch das täuscht, wie nun Messungen enthüllen. © NOAA/ Michael Van Woert
Eisschwund: Das größte Schelfeis der Erde schmilzt stärker als bisher gedacht. Im antarktischen Ross-Schelfeis liegen die Abtauraten nahe der Eisfront gut 20-fach höher als es Satellitenmessungen zuvor nahelegten, wie nun eine Studie enthüllt. Ursache dafür ist nicht warmes Tiefenwasser, sondern ein Einstrom von sonnenerwärmtem Oberflächenwasser aus einem eisfreien Meeresgebiet direkt vor dem Schelfeis, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten.

scinexx

Die großen Schelfeisflächen sind wichtige Bremser für die großen Eisströme der Antarktis. Wie ein Riegel liegen sie in den Buchten des eisigen Kontinents und verlangsamen so den Fluss der Gletscher ins Meer. Doch diese eisigen Bremsen schwinden. Vom Larsen-C-Schelfeis brach 2018 einer der größten jemals beobachteten Eisberge ab und beim zweitgrößten Schelfeis der Antarktis, dem Filchner-Ronne-Schelfeis, hat warmes Tiefenwasser bereits gewaltige Kanäle in die Eisunterseite geschmolzen.

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