Trump will Muslimbruderschaft zu Terrororganisation erklären: Beobachter prognostizieren außenpolitische Folgen


US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die ägyptische Muslimbruderschaft als ausländische Terrororganisation einzustufen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, bestätigte am Dienstag die Pläne des Präsidenten.

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Zuerst hatt die „New York Times“ darüber berichtet. Die Entscheidung soll laut dem Blatt während eines privaten Gesprächs zwischen Trump und dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi am 9. April gefallen sein. Bei dem Treffen ohne Medienvertreter soll al-Sisi Trump zu dem Schritt aufgefordert haben. Die diplomatischen Dienste seien daraufhin angewiesen worden, Sanktionspläne gegen die Organisation zu erarbeiten. Die Muslimbruderschaft, eine der mitgliederstärksten islamischen Organisationen weltweit, zählt zu den schärfsten Widersachern des ägyptischen Präsidenten.

Trumps nationaler Sicherheitsberater John Bolton und Außenminister Mike Pompeo unterstützen nach Angaben hoher Beamter den Sanktionskurs gegen die Bruderschaft. Das Verteidigungsministerium sowie andere Teile in Trumps Regierung haben hingegen nach bisherigen Informationen politische und rechtliche Bedenken geäußert.

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