Warum Lena nicht zur Schule gehen darf


Spricht Arabisch, Englisch und Schwedisch – aber kein Deutsch, weil sie in Dresden keine Schule besuchen darf: Lena Orabi Shafiq Hamdan, neben ihrem Vater und ihrer kleinen Schwester. (Deutschlandradio / Jennifer Stange)
In Sachsen steigt die Zahl der Kinder von Asylbewerbern, die nicht in die Kita oder zur Schule gehen dürfen. Einige Kinder in dortigen Erstaufnahmeeinrichtungen warten Monate auf Unterricht, so auch die 14-jährige Lena Orabi Shafiq Hamdan. Der Sächsische Flüchtlingsrat hält dies für rechtswidrig.

Von Jennifer Stange | Deutschlandfunk

Lena Orabi Shafiq Hamdan führt ganz und gar nicht das Leben einer normalen 14-Jährigen. Sie ist in Jordanien als Kind palästinensischer Eltern geboren worden. Wo sie zu Hause ist, weiß sie nicht. Zu lange sind sie, ihre Eltern und Geschwister schon unterwegs. Auf der Suche nach einem sicheren Ort, an dem sie bleiben können. Lena hat Zukunftsträume wie viele andere Teenager auch.

„Ich möchte Modedesignerin werden. Ich liebe es, Kleider und andere Sachen zu zeichnen. Ich liebe zeichnen.“

Seit mehreren Monaten nicht mehr in der Schule

Doch wann und ob Lena überhaupt die Möglichkeit haben wird, einen Schulabschluss zu machen, steht in den Sternen. Knapp vier Jahre durfte sie in Schweden zur Schule gehen, dann wurde der Asylantrag ihrer Familie dort abgelehnt. Seit mehreren Monaten sind alle in Deutschland und seitdem ist Lena nicht mehr in der Schule gewesen. Sie spricht Arabisch, Englisch und Schwedisch. Aber kein Deutsch, das ist ein Problem, sagt sie.

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