Die Zahl neuer Ebola-Fälle in Kongo-Kinshasa steigt drastisch: 83 Menschen sind bereits gestorben


Immer mehr Menschen erkranken in Kongo-Kinshasa an Ebola. Mit ein Grund dafür sind auch Angriffe auf Helfer.

Neue Zürcher Zeitung

Rund zehn Monate nach Beginn der Ebola-Epidemie im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl neuer Erkrankungen wegen anhaltender Angriffe auf Helfer stark angestiegen. Ende März zählten die Behörden etwa 1000 Krankheitsfälle, inzwischen sind es rund 1500. Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen von 630 auf rund 970, wie am späten Dienstagabend veröffentlichte Zahlen der Behörden zeigten. Das entspricht jeweils einem Anstieg von rund 50 Prozent.

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, zeigte sich nach einem Besuch in der betroffenen Stadt Butembo am Dienstag «zutiefst beunruhigt». Er erklärte: «Die Zahl der Erkrankungen steigt wegen Gewalttaten an, die uns jedes mal wieder einen Rückschlag versetzen.» Die internationale Gemeinschaft müsse mehr tun, um den Kampf gegen Ebola zu unterstützen, forderte er.

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