Rätsel um fehlende Uranwürfel


Dies ist einer der 664 Uranwürfel, die 1945 von Heisenberg und seinem Team im Versuchsreaktor von Haigerloch genutzt wurden. Aber wo blieb der Rest? © John T. Consoli/University of Maryland
Verschollenes Erbe des deutschen Atomprojekts: Als die Alliierten im Jahr 1945 den NS-Testreaktor in Haigerloch demontierten, nahmen sie einen Großteil der Uranwürfel mit. Doch wo diese Würfel anschließend landeten, blieb ungeklärt. Jetzt haben sich US-Forscher auf die Suche nach diesen verschollenen Relikten des Atomprogramms der Nazis gemacht – und einiges Überraschendes herausgefunden.

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Es war der letzte verzweifelte Versuch der deutschen Kernphysiker unter Hitler, einen Atomreaktor zu bauen und eine atomare Kettenreaktion zum Laufen zu bringen: Im süddeutschen Haigerloch starteten Werner Heisenberg und sein Team im Frühjahr 1945 den Versuch B8. In diesem hängten sie 664 Uranwürfel von fünf Zentimetern Kantenlänge an knapp 80 Drahtseile und tauchten das Gebilde in einen Tank mit schwerem Wasser. Dann beschossen sie diesen Testreaktor mit Neutronen, in der Hoffnung, eine Kettenreaktion anzustoßen.

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