Schulbücher vermitteln autoritäres und islamistisches Weltbild


Alles Töchter des Koran? Schülerinnen einer pakistanischen Schule in Uniform beim morgendlichen Appell.Foto: Stefan Trappe/epd
TV-Journalist Schreiber analysiert Schulbücher von Ägypten bis Afghanistan. Er entdeckt Erwartbares und setzt auf Islam-Vorbehalte. Eine Kritik.

Andrea Dernbach | DER TAGESSPIEGEL

In Schulbüchern lässt sich nachlesen, was eine Gesellschaft oder ihre Machthaber der jungen Generation einzutrichtern wünschen. Von demokratischen Gemeinwesen sollte man sich Erziehung zu Mündigkeit, Plädoyers für Gleichheit, weltanschauliche Toleranz und Menschenrechte erwarten. Die Schulbücher in diktatorisch regierten Staaten dagegen werden Unterordnung unter Autorität predigen, vermutlich Nationalismus und ganz sicher das Freund-Feind-Schemata, Kriegsrhetorik eingeschlossen.

Schließlich lässt sich mit einem Bedrohungsszenario von außen jede Repression nach innen sehr schön rechtfertigen. Insofern trägt Eulen nach Athen, wer sich die Schul(ungs)materialien vorknöpft, die die Mächtigen in Zwangssystemen für geeignet befunden haben. Einen Scoop landet jedenfalls keiner, der entdeckt, was vernünftigerweise nicht anders zu erwarten war.

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