SPD: Die Partei Gottes – Laizisten dürfen sich nicht organisieren


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Nach wie vor unterbindet die Partei das Engagement der „Säkularen Sozis“ und gestattet ihnen keinen eigenen Arbeitskreis – im Gegensatz zu Christen, Juden und Muslimen. Jetzt dürfen sie sich nicht einmal mehr „Sozialdemokraten“ nennen.

Carsten Klink | Stadtanzeiger – lokalkompass

Seit Jahren versuchen religionsfreie Menschen in der SPD einen Arbeitskreis zu gründen, wie der Humanistische Pressedienst (hpd) schon 2010 berichtete. Erst im vergangenen Jahr wurde ihr Antrag erneut abgelehnt. Nun hat Generalsekretär Lars Klingbeil den „Säkularen Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen“ – kurz „Säkulare Sozis“ – erneut eine Absage erteilt: Sie dürfen sich nicht „Sozialdemokraten“ nennen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und beruft sich dabei auf einen Brief Klingbeils, den er am 5. März an die nicht-religiöse Vereinigung seiner Partei richtete.

Die „Säkularen Sozis“ haben mehrere hundert Mitglieder, darunter prominente Personen aus der säkularen Szene wie die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Ingrid Matthäus-Maier und Lale Akgün, die sich für einen aufgeklärten Islam stark macht, sowie der ehemalige Staatsminister und Staatssekretär Rolf Schwanitz. Das nicht anerkannte Bündnis setzt sich für die Belange Konfessionsfreier und einen weltanschaulich neutralen Staat ein.

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