Was Sie über den Teufel wissen müssen – man muss an ihn glauben!


Teufelszeichnung von 1840 Quelle: Getty Images/Grafissimo
Ist der Teufel eigentlich eine eigene Gottheit, und wenn nicht, warum hat er dann eine solche Macht? Er beherrscht vielleicht nicht die ganze Welt, aber dafür seit Jahrhunderten unsere Fantasie und Vorstellungskraft.

Von Richard Kämmerlings | DIE WELT

Der Satan ist ein armer Teufel. Niemand liebt ihn wirklich, aber umgekehrt sind diejenigen, die ihn abgrundtief hassen, oft ziemlich langweilige bigotte Gutmenschen. Man fürchtet ihn, verehrt ihn vielleicht oder empfindet allenfalls eine vage „Sympathy for the devil“.

Sogenannte Satanisten beten ihn sogar an, müssen sich aber dann von Theologen anhören, dass der Teufel gar kein richtiger (nur halt finsterer) Gott ist, sondern nur ein wegen Aufsässigkeit gehöllenfeuerter Engel oder sogar ein williger Vollstrecker göttlichen Willens, quer durch die Heilsgeschichte wie einst die Blues Brothers im Auftrag des Herrn unterwegs, um die moralische Standhaftigkeit der Menschen auf die Probe zu stellen. Der Diabolus als advocatus diaboli.

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