Has Popular Feminism Failed Us All?

“Empowered: Popular Feminism and Popular Misogyny” A book by Sarah Banet-Weiser
In May 2014, I went to a “Sexism Workshop” at the Centre for Feminist Research at Goldsmiths, a college in the University of London system. “Sexism,” the organizers explained, “is a problem with a name. Sexism is the name that feminists have used to explain how social inequalities between men and women are reinforced or upheld through norms, values, and attitudes.”

Fran Bigman | truthdig

The Centre’s then-director, Sara Ahmed, a self-proclaimed “feminist killjoy,” and her colleagues pulled together the event because they thought that while more feminist activists and journalists were writing about sexism, academics were not talking about it enough. The Everyday Sexism Project, a website started in 2012 by Laura Bates to encourage people to share their experiences with sexism, drew over 100,000 entries in 13 languages in the first three years of its existence. Yet, in the organizers’ words, “although critiques of sexism as structural to disciplines were central to early feminist work in the academy, if anything the concern with sexism, or the use of the language of sexism, seems to have receded.”

In her talk at the workshop, the cultural theorist Angela McRobbie, a professor at Goldsmiths, expressed concern about young women who conform to traditional standards of femininity by waxing their bikini area or threading their eyebrows while insisting, “I’m doing it for me!” To her, these women were suffering from a false consciousness, duped into colluding — enthusiastically! — in their own subjugation. This was not a new idea for McRobbie. In her 2008 book, “The Aftermath of Feminism,” she writes:

The successful young woman must now get herself endlessly and repetitively done up […] to conceal the competition she now poses because only by these tactics of re-assurance can she be sure that she will remain sexually desirable. […] And in any case patriarchy and hegemonic masculinities have removed themselves from the scene and are now replaced by the cultural horizon of judgement provided by the fashion and beauty system […] which requires constant self-judgement and self-beratement, against a horizon of rigid cultural norms. This makes it look as though women are “doing it for themselves.”

As McRobbie spoke, a woman in her 20s wearing a white shirt with a rainbow-pony design jumped to her feet and furiously shouted, “When I get my eyebrows done, I am doing it for me!” To McRobbie, the young woman was being fooled by the patriarchy. To the young woman, McRobbie was, as Sarah Banet-Weiser puts it in “Empowered: Popular Feminism and Popular Misogyny,” “a finger-wagging ‘bad mom’ feminist that doesn’t understand the younger generation.” To me, they both had a point. Intergenerational feminism is tricky, and we need books that do more than criticize — we need books that forge new connections and suggest new paths. Unfortunately, “Empowered” is too long on critique and too light on fresh ideas.

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Iraks Regierungschef gegen schnelle Abschiebungen aus Deutschland

Der irakische Ministerpräsident, Adel Abdel Mahdi, hat sich gegen überhastete Abschiebungen in sein Land ausgesprochen. «Deutschland hat eine grosse Anzahl von Flüchtlingen empfangen, was eine gute und humanitäre Aktion darstellt. Aus diversen Gründen sind wir gegen erzwungene Rückkehr und dagegen, dass man die Menschen an der Grenze ablädt», sagte Abdel Mahdi der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob eine Rückkehr in alle Regionen des Irak heute bereits möglich sei.

Neue Zürcher Zeitung

Der Regierungschef betonte, der Irak gehe sogar mit den «terroristischen Mördern» des IS «anständig und im Einklang mit dem Gesetz» um. Daher sei es angemessen, dass auch in der Frage der Rückkehr der Flüchtlinge anständig, menschlich und «nicht nur einseitig» gehandelt werde.

Aktuell stellen immer noch jeden Monat mehr als 1000 Iraker einen Asylantrag in Deutschland. Der Irak gehört gleichzeitig zu den Hauptzielländern freiwilliger Ausreisen, die von der Bundesregierung gefördert werden.

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Libyen: „Sintflut der Würde“ gegen den „Vulkan des Zorns“

Screenshot, LNA-Propagandavideo/Twitter Oded Berkowitz
Die Operationen tragen kraftvolle, ja pathetische Namen. „Sintflut der Würde“ heißt es etwa bei jenen, die seit nunmehr bald drei Wochen eine militärische Offensive vortragen und von Osten und Süden her in Richtung der libyschen Hauptstadt vorstoßen. „Vulkan des Zorns“ lautet die Bezeichung für die Gegenoffensive, die darauf antwortet.

Bernard Schmid | TELEPOLIS

Gut 400 Tote kosteten die Kämpfe, die durch das Vordringen des Generals – er lässt sich seit September 2016 auch als Marschall titulieren – Khalifa Haftar auf Tripolis seit Anfang April ausgelöst wurden. Innerhalb der ersten vierzehn Tage wurden dabei auch acht Krankenwagen im Kampfgebiet beschossen; drei Ärzte und vier Mitglieder von Rettungspersonal verloren ihr Leben.

„Tripolis befreien!“

Erste Truppenbewegungen bei der „arabischen Libyschen Nationalarmee“, englisch LNA abgekürzt – wie Khalifa Haftar seine Truppe taktisch geschickt taufte, obwohl sie jedenfalls bislang keine reguläre staatliche Streikkraft darstellt – in Richtung Nordwesten fanden in der Nacht vom 03. zum 04. April dieses Jahres statt. Am Abend des 04. April erteilte Haftar, wie er in einer bei Facebook veröffentlichten Audiobotschaft bekannt gab, dann offiziell den Befehl zum Vorrücken. Der Angriffsbefehl lautete: „Tripolis befreien!“

Es gelte, so führte der 75jährige Kriegsherr aus, die Stadt von „Terroristen“ zu säubern, Milizen und illegale Herrschaftsträger aus ihr hinauszufegen. Und er kündigte an: „Wir werden den Boden unter den Füßen der Tyrannen beben lassen, die Akte der Ungerechtigkeit und der Verderbtheit in diesem Land begangen haben.“ Der Moment sei gekommen, „auf den Appell unserer Brüder in Tripolis zu antworten“, die sozusagen einen Ruf nach brüderlicher Hilfe abgesetzt hätten.

Einwohner der Stadt sehen das jedoch anders und fürchten, eine Einnahme der Stadt durch die Soldaten Haftars könne zur Errichtung einer Militärdiktatur etwa nach dem Vorbild der Herrschaft des Ägypters Abdelfattah Al-Sissi führen. Von Radio France International (RFI) interviewte Ladenbetreiber äußerten sich über die Milizen, die im Rahmen der Tripolis protection force (TPF) als Verteidiger der Hauptstadt auftreten, ebenso abschätzig wie über Haftar und seine Gefolgsleute.

Ausbau der Machtbasis

Zu Letzteren zählen viele frühere Berufsmilitärs des alten Regimes unter Mu’ammar al-Qadhafi (eingedeutscht Gaddafi), des von 1969 bis 2011 regierenden selbsternannten Massenführers, im Offiziersrang. Haftar selbst ging aus den Strukturen dieses Regimes hervor, dem er lange als führender Offizier diente, bis er in den 1980er Jahren infolge libyscher Niederlagen im südlichen Nachbarland Tschad – wohin Gaddafi militärisch zu expandieren versuchte, wogegen Frankreich ab 1984 Krieg führte – in Ungnade fiel.

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Richard Dawkins unterstützt die Säkulare Buskampagne 2019

Bild: RDF
Das Motto 2019: Schlussmachen Jetzt!

Richard-Dawkins-Foundation

Ende 2008 wurde in Großbritannien die „Atheist Bus Campaign“ von der Journalistin Ariane Sherine ins Leben gerufen. Dabei wurden auf Londoner Bussen Werbeflächen gemietet, auf denen das Motto der Kampagne verbreitet wurde:

There´s probably no god. Now stop worrying and enjoy your life.

Dieser Slogan ergab sich als Reaktion auf die Werbung evangelikaler Vereinigungen in Großbritannien, deren „frohen“ Botschaften als Werbung auf Bussen zu sehen war.

Die Aktion wurde von Richard Dawkins unterstützt. Auch dadurch konnten genug Spenden zur Finanzierung der Werbeflächen gesammelt werden.

Die britische Kampagne inspirierte im Frühjahr 2009 die erste deutsche Säkulare Buskampagne, die u. a. von Carsten Frerk und Philip Möller organisiert wurde. Der Slogan folgte dabei dem britischen Vorbild und lautete:

Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.

Da die Verkehrsbetriebe verschiedenen deutscher Großstädte wie Berlin, München, Köln und Bremen die Vermietung von Werbeflächen teils mit dem Hinweis auf die weltanschauliche Neutralität ablehnten (wiewohl religiöse Werbung scheinbar kein Problem war), entschloss man sich, einen Bus zu mieten und eine Tour durch Deutschland zu planen. So reiste dieser Bus ab dem 30. Mai 2009 drei Wochen lang durch Deutschland und machte in 24 Städten halt. Durch die Weigerung der Verkehrsbetriebe erlangte die Kampagne eine hohe Aufmerksamkeit in den Medien und der Bevölkerung.

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Das Kuscheltierdrama: Zu Tode geliebt

Achim Gruber
Das Kuscheltierdrama
Verlag: Kroemer, München 2019
ISBN: 9783426277812 | Preis: 19,99 €

Artfremde Haltung, Übertragung von Krankheiten und angezüchtete Merkmale, die zur Qual werden: Die schreckliche Tierliebe des Homo sapiens.

Von Tanja Neuvians | Spektrum.de

Viele Menschen halten sich Haustiere – und tun ihnen Schlimmes an, ohne sich dessen bewusst zu sein. Achim Gruber sieht die Folgen davon täglich auf seinem Seziertisch. Er leitet das Institut für Tierpathologie an der Freien Universität Berlin und hat neben zahlreichen Fachbüchern und -artikeln nun sein erstes populärwissenschaftliches Buch geschrieben. Darin schildert er, welch hässliche Konsequenzen die Unkenntnis, Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit vieler Tierhalter(innen) haben. Insbesondere möchte er vor häufigen, meist unbewussten und ungewollten Fehlern im Umgang mit unseren irdischen Mitbewohnern warnen.

Tierpathologen sind sowohl Pathologen als auch Rechtsmediziner. Als Erstere untersuchen sie beispielsweise unklare Todesursachen und diagnostizieren Krankheiten anhand von Biopsien und Gewebeproben. Besonders wichtig ist dabei, ansteckende und auf den Menschen übertragbare Infektionskrankheiten (Zoonosen) zu erkennen, da diese sich im schlimmsten Fall seuchenhaft ausbreiten können. Als Rechtsmediziner tragen Tierpathologen dazu bei, Verbrechen aufzuklären und speziell im Tierkaufrecht Mangel- und Gewährleistungsansprüche festzustellen.

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Sterbliche Überreste von 84 437 Opfern des Völkermords in Rwanda beigesetzt

Andacht bei Kerzenlicht für die Opfer des Völkermordes in Rwanda vor 25 Jahren in der Hauptstadt Kigali am 7. April 2019. (Bild: Ben Curtis / AP Photo)
Bei dem blutigen Konflikt in Rwanda 1994 waren etwa 800 000 Menschen getötet worden, die meisten von der Volksgruppe der Tutsi. «Des Völkermords an den Tutsi zu gedenken, gehört zur Verantwortung aller Rwander», sagte Justizminister Johnston Busingye.

Neue Zürcher Zeitung

25 Jahre nach dem Völkermord in Rwanda sind die sterblichen Überreste von über 84 000 Opfern der damaligen Gewalt feierlich bestattet worden. 81 weisse Särge mit den Überresten von 84 437 Opfern des Völkermordes wurden am Mahnmal für den Genozid in Nyanza beigesetzt.

Zahlreiche Angehörige der Opfer nahmen an der Zeremonie am Samstag teil. «Des Völkermords an den Tutsi zu gedenken gehört zur Verantwortung aller Rwander», hob Justizminister Johnston Busingye hervor. Dies gelte auch für eine «anständige Beerdigung» der Opfer.

Die nun bestatteten sterblichen Überreste von Massaker-Opfern waren erst Anfang 2018 in Massengräbern unter Häusern am Rande der Hauptstadt Kigali entdeckt worden.

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«Make Our Planet Great Again»: Über 130 Länder unterzeichnen Artenvielfalt-Bericht

In Paris debattierte der Weltbiodiversitätsrat, eine Organisation der Vereinten Nationen, über die Zerstörung der Artenvielfalt.

Neue Zürcher Zeitung

Ein Papier mit Kernaussagen zur globalen Artenvielfalt ist am Samstag bei einer Weltkonferenz in Paris von allen Mitgliedsstaaten unterzeichnet worden. Die abgestimmte Zusammenfassung solle am Montag veröffentlicht werden, teilte der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) mit.

Ziel des Artenvielfalt-Berichts ist ein weltweit akzeptierter gemeinsamer Sachstand zu Lage, Problemen und möglichen Lösungen – ähnlich den Papieren des Weltklimarats IPCC für den Klimawandel. Ein solcher globaler Check war zuletzt vor 14 Jahren präsentiert worden.

Für die Neuauflage trugen 150 Experten aus 50 Ländern drei Jahre lang vorhandenes Wissen aus Tausenden Studien zusammen. Sie prüften unter anderem, wie weit die Welt bei bereits vereinbarten Artenschutz-Zielen gekommen ist.

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Kriminelle Online-Plattformen – Ministerin fordert Strafen für Betreiber

(Bild: dpa, Arno Burgi/Symbolbild)
Plattformbetreiber mit illegalen Waren im Internet sollen bestraft werden. Die Videoüberwachung von Packstationen sei ebenfalls eine Option.

heise online

Im Kampf gegen den Online-Drogenhandel fordert Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) die Bundesregierung dazu auf, zügig einen Straftatbestand für das Betreiben krimineller Plattformen im Internet einzuführen. Hessen habe dazu bereits über den Bundesrat eine entsprechende Gesetzesinitiative gestartet, sagte Kühne-Hörmann der Deutschen Presse-Agentur. Sie erwarte von SPD-Justizministerin Katarina Barley, „dass sie den Gesetzentwurf des Bundesrates aufgreift und schnellstmöglich umsetzt“.

Der Handel im Darknet mit Drogen und Waffen habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen, sagte Kühne-Hörmann. „Die Organisatoren solcher Plattformen verdienen kräftig an dem Geschäft mit. Mit den aktuellen rechtlichen Möglichkeiten lassen sich die Betreiber solcher Marktplätze in manchen Fällen nur schwer fassen.“

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Überraschender Fallout

Monte Perdido, Pyrenäen. Bild von makunin auf Pixabay
Mikroplastik kann entlegene, weit von der Emissionsquelle entfernte Gegenden erreichen – auf dem Luftweg

Bernd Schröder | TELEPOLIS

Die beim Abbau von Konsumprodukten aus Plastik entstehenden mikroskopisch kleinen Kunststoffteilchen haben sich mittlerweile zum globalen Problem gemausert. Sie sind beispielsweise in den Weltmeeren zu finden, im Eis der Polargebiete und in den Sedimenten der Meeresböden der Tiefsee. In diese vom Ort ihrer Herstellung und hauptsächlichen Nutzung weit entfernten Gegenden gelangen sie vor allem über die Wasserläufe. Eine im Fachblatt Nature Geoscience vorgestellte Studie fügt dem Verteilungsbild nun eine weitere Facette hinzu: Die Forscher konnten nachweisen, dass selbst in entlegenen Gebieten mit einem nicht zu vernachlässigenden Eintrag aus der Atmosphäre zu rechnen ist.

Branchenkenner schätzen den Umfang der weltweiten jährlichen Kunststoffherstellung gegenwärtig auf 335 Millionen Tonnen. Davon werden allein in Europa 60 Millionen Tonnen produziert (Stand 2016). 27 Millionen Tonnen Plastik wiederum werden dort jedes Jahr als wiederverwerteter, verbrannter oder deponierter Müll erfasst. Für die Autoren der vorliegenden Studie werfen diese Zahlen Fragen zum Verbleib der restlichen Menge von 33 Millionen Tonnen auf: Einige Kunststoffe mit Langzeitanwendung von bis zu einem halben Jahrhundert könnten zumindest einen Teil der Diskrepanz in dieser europäischen Massenbilanz von Kunststoffen erklären, wie auch die schätzungsweise 10 Prozent der erzeugten Kunststoffmenge, die jährlich in die Weltmeere gelangen soll.

Große Mengen makroplastischer Abfälle würden in der terrestrischen Umgebung leicht zu beobachten sein. Auf mikroskopisch kleine Partikel heruntergebrochen entziehen sie sich jedoch einer einfachen Erkennung: etwa Mikroplastik, mit Partikelgrößen zwischen fünf Millimetern und einem Mikrometer – unterhalb dieser Ausmaße hat man es mit noch schwieriger wahrnehmbaren Nanokunststoffen zu tun.

Der Ursprung von Mikroplastik ist vielfältig: Sie bilden sich zum Beispiel beim mechanischen Verschleiß größerer Kunststoff-Gegenstände wie Autoreifen. Oder sie finden sich als faserige Schuppen im Flusensieb von Wäschetrocknern oder Waschmaschinen wieder: Ein durchschnittlicher Waschgang mit sechs Kilogramm Kunstfaser-Wäsche kann über 700.000 Fasern aus den Garnen der Gewebe lösen. Andere stammen aus absichtlich in Umlauf gebrachten Quellen, wie z. B. mikroplastische Scheuermittel in Reinigungs- und Kosmetikprodukten. Mikroplastik-Teilchen sind persistent in der Umwelt: Bis zu ihrem vollständigen Abbau brauchen sie teilweise hunderte von Jahren.

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„Kasernenalltag lehrt Respekt“: Papst lobt Militärdienst

Bild: © picture alliance / dpa /Ettore Ferrari
Der Militärdienst als Schule der Toleranz? Ja, sagte Papst Franziskus bei einem Treffen mit Schweizergardisten: Er lehre nämlich Werte, die in der heutigen Welt umso wichtiger seien. Anlass der Audienz war die anstehende Vereidigung neuer Rekruten.

katholisch.de

Anlässlich der Vereidigung neuer Schweizergardisten hat Papst Franziskus den Soldatendienst als Schule der Toleranz gelobt. Der Kasernenalltag lehre Werte wie Dialog und Treue, aber auch „Respekt vor den Eigenheiten und Vorstellungen anderer“, sagte er bei einem Treffen mit Gardisten am Samstag im Vatikan.

Am 6. Mai, dem traditionellen Vereidigungsdatum der Schweizergarde, legen 23 Rekruten ihren Dienstschwur ab. Zu dem Anlass hatte der Schweizer Bundesrat Ignazio Cassis, Leiter des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, ebenfalls Samstag eine eigene Audienz beim Papst.

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SPD fordert Regierungsbeauftragten für Einsamkeit – sie denkt an ihre einsame Zukunft

Die SPD fordert einen Regierungsbeauftragten, der sich um Einsamkeit und Einsamkeitsschäden in der Gesellschaft kümmert. Die Zahl der Krankheiten, die durch Einsamkeit ausgelöst werden, sei bislang unterschätzt worden, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach, der „Welt am Sonntag“. Neueste Forschungsergebnisse zeigten, dass Einsamkeit häufig psychische Leiden wie Depressionen, Angststörungen, aber auch starke Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder Demenz auslöse.

evangelisch.de

Das beeinträchtige die Lebensqualität der Betroffenen und führe zu hohen Kosten, da die Behandlung dieser Krankheiten teuer sei, betonte Lauterbach laut Vorabmeldung. Er verwies auf Großbritannien, wo es bereits einen Regierungsbeauftragten für Einsamkeit und gesellschaftliche Einsamkeitsschäden gebe.

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Gehypter „Tricorder“: Nutzer investierten 100.000 Euro in Esoterik

Dubioses Projekt „Radotech“ hatte bereits über 100.000 Dollar für ein Gerät gesammelt, das auf wissenschaftlich angezweifelte Annahmen setzt

derStandard.de

Es ist eines der Geräte aus der Sci-Fi-Kultserie Star Trek, das immer wieder als Vision und Vorbild für reale Erfindungen dient. Der „Tricorder“ ist ein handliches Gerät, das einfach an schmerzhafte oder auffällige Körperstellen gehalten wird und automatisch diagnostiziert, wo das Problem liegt.

Ähnliches verspricht nun auch ein Projekt, das auf der Crowdfundingplattform Indiegogo zum Renner geworden ist. Radotech (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen deutschen Molkereitechnikhersteller) soll nach Scans verschiedener Körperpunkte binnen drei Minuten umfassende Informationen zur eigenen Gesundheit liefern. Rund 112.000 Dollar (etwa 100.000) Euro hat man in nur einer Woche gesammelt, tausende Nutzer wollen also den Scanner, den es ab einer Unterstützungssumme von 249 Euro gibt, haben. Das Trackingtool Backertracker schätzte das Finanzierungspotenzial auf bis zu 280.000 Dollar (Stand: 24.4.). Doch das Grundkonzept von Radotech hat ein gravierendes Problem.

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Kirchensteuer Ja oder Nein?

Bild: tilly
Nur wer Mitglied der Kirche ist, zahlt Kirchensteuer. Weil immer weniger Menschen in Deutschland aber austreten, diskutieren Politiker – mal wieder – darüber, welchen Sinn die Kirchensteuer noch habe und ob es Alternativen gebe.

DOMRADIO.DE

Die von der FDP im Bundestag angestoßene Debatte um eine Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen wird in den Bundesländern mit großer Zurückhaltung betrachtet. Wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den Landesregierungen ergab, sind einige Länder zwar grundsätzlich offen für Gespräche. Aus vielen Staatskanzleien und Ministerien heißt es zugleich aber auch, es werde kein Handlungs- oder Änderungsbedarf gesehen.

In Sachsen hieß es etwa, die bestehenden Vereinbarungen hätten sich bewährt. In Brandenburg erklärte ein Sprecher des Kulturministeriums, für ein Ablösegesetz werde „keine Notwendigkeit gesehen“.

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Sonnenuntergang auf dem Mars

Der Sonnenuntergang auf dem Mars, aufgenommen von der Kamera der Landesonde Insight. © NASA/JPL-Caltech
Wem die Sonne in diesem klassischen Dämmerungsbild zu klein erscheint, hat Recht. Denn zu sehen ist nicht ein irdischer Sonnenuntergang, sondern der Sonnenuntergang auf dem Mars. Die NASA-Landesonde Mars Insight hat dieses Bild am 25. April 2019 gemacht. InSight folgt damit einer alten Tradition für Mars-Sonden.

scinexx

Die Landesonde Mars InSight steht seit dem 26. November 2018 am westlichen Rand der Ebene Elysium Planitia auf dem Mars. Seither hat sie bereits erfolgreich ihr Seismometer ausgebracht, den Bohrer aktiviert und die ersten Windgeräusche von einem fremden Planeten übermittelt. Vor Kurzem gelang es der Sonde dann, das erste Beben auf dem Roten Planeten aufzuzeichnen – ein wichtiger Durchbruch.

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EKD-Chef: Ächten von Selbstmördern „historische Schuld“ der Kirche

Bild: © Corinne Mercier/CIRIC/KNA
Bei der Eröffnung der diesjährigen „Woche für das Leben“ zum Thema Suizidprävention haben EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm und Kardinal Marx mehr Sensibilität angemahnt. Auch die Kirche habe sich Betroffenen gegenüber lange falsch verhalten.

katholisch.de

Die beiden großen Kirchen haben am Samstag die bundesweite „Woche für das Leben“ eröffnet. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern“. Die Kirchen wollen Beratungsangebote für suizidgefährdete Menschen bekannter machen und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren. Der ökumenische Eröffnungsgottesdienst in der Marktkirche von Hannover wurde geleitet vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx.

In seiner Predigt würdigte Bedford-Strohm das Wirken kirchlicher Seelsorge- und Beratungsstellen für suizidgefährdete Menschen und ihre Angehörigen.

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