Sterbliche Überreste von 84 437 Opfern des Völkermords in Rwanda beigesetzt


Andacht bei Kerzenlicht für die Opfer des Völkermordes in Rwanda vor 25 Jahren in der Hauptstadt Kigali am 7. April 2019. (Bild: Ben Curtis / AP Photo)
Bei dem blutigen Konflikt in Rwanda 1994 waren etwa 800 000 Menschen getötet worden, die meisten von der Volksgruppe der Tutsi. «Des Völkermords an den Tutsi zu gedenken, gehört zur Verantwortung aller Rwander», sagte Justizminister Johnston Busingye.

Neue Zürcher Zeitung

25 Jahre nach dem Völkermord in Rwanda sind die sterblichen Überreste von über 84 000 Opfern der damaligen Gewalt feierlich bestattet worden. 81 weisse Särge mit den Überresten von 84 437 Opfern des Völkermordes wurden am Mahnmal für den Genozid in Nyanza beigesetzt.

Zahlreiche Angehörige der Opfer nahmen an der Zeremonie am Samstag teil. «Des Völkermords an den Tutsi zu gedenken gehört zur Verantwortung aller Rwander», hob Justizminister Johnston Busingye hervor. Dies gelte auch für eine «anständige Beerdigung» der Opfer.

Die nun bestatteten sterblichen Überreste von Massaker-Opfern waren erst Anfang 2018 in Massengräbern unter Häusern am Rande der Hauptstadt Kigali entdeckt worden.

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