Auf den Spuren von Yetis, Jets und Jihadisten


Indische Soldaten während einer Zeremonie. (Bild: Danish Ismail / Reuters)
Die indische Armee wartet mit sonderbaren Erfolgsmeldungen auf. Zuletzt will sie sogar Beweise für die Existenz des Yeti gefunden haben. Der Spott bleibt nicht aus.

Marco Kauffmann Bossart | Neue Zürcher Zeitung

Manche glaubten an einen verspäteten Aprilscherz, aber das Generalsekretariat des indischen Militärs meinte es kürzlich mit seiner Twitter-Meldung todernst. Auf einer Expedition der Armee seien Fussabdrücke des mysteriösen Yeti-Wesens gesichtet worden. Die feldgrünen Berggänger untermauerten ihre Entdeckung mit Fotos, die auf schwer identifizierbare Fuss- oder Pfotenabdrücke von substanzieller Grösse hindeuten.

Wenig erstaunlich, löste die Meldung viel Erheiterung aus. Im Netz wurden die Verteidigungskräfte mit Hohn und Spott übergossen. Doch das Armeekommando krebste nicht zurück. Man besitze «physische Belege» sowie weiteres Bild- und Videomaterial, schoben Militärkreise beleidigt nach. Offenkundig sieht sich die Armee in ihrer Ehre angegriffen.

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