Wissenslücken in Österreich


1938: Wagenkolonne Hitlers in Wien, vom Praterstern in die Praterstraße einfahrend. Bild: wikipedia.org/Bundesarchiv, Bild 146-1972-028-14 / CC-BY-SA
Die Jewish Claims Conference setzt ihre Untersuchungen zum Wissensstand über den Holocaust mit einer Studie zu Österreich fort. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

Andreas Mink | tachles.ch

Eine starke Mehrheit der Österreicher weiss nicht, dass Hitler-Deutschland sechs Millionen Juden in Europa ermordet hat. Aber über ein Drittel ist der Auffassung, dass Nationalsozialisten erneut auch in ihrer Heimat an die Macht kommen könnten. Dies geht aus einer neuen Studie der «Conference on Jewish Material Claims Against Germany» (JCC) hervor. Der jüdische Dachverband für Entschädigungs-Forderungen jüdischer NS-Opfer an Deutschland und Österreich hatte 2018 die Haltung und das Wissen von Amerikanern und Kanadiern zum Holocaust untersuchen lassen.

JCC-Präsident Julius Berman hat die Ergebnisse zu Österreich Ende letzter Woche vorgestellt und erklärt, hier werde erneut ein besorgniserregender Trend deutlich: «Ohne Anstrengungen für Erziehung könnte die Geschichte des Holocaust verfälscht oder geleugnet und die Mordopfer könnten vergessen werden.»

weiterlesen