Chile: Abkommen zwischen Kirche und Staatsanwaltschaft gescheitert


Santiago de Chile. Bild: © davidionut – stock.adobe.com
Bischofskonferenz und Ermittlungsbehörden in Chile wollten im Missbrauchsskandal zusammenarbeiten. Doch der Schuss ging nach hinten los. Die Kirche bemüht sich nun um Schadensbegrenzung – wieder einmal.

katholisch.de

Nicht einmal eine Woche hielt das Abkommen zwischen Chilenischer Bischofskonferenz und Staatsanwaltschaft der Kritik Stand. Die Unterzeichnung habe Leid bei den Opfern hervorgerufen, räumten die Bischöfe am Montag (Ortszeit) in einer Stellungnahme ein. „Das war nicht unsere Absicht.“ Eigentlich sollte das Abkommen den Willen der katholischen Kirche in Chile dokumentieren, bei der Aufklärung der Missbrauchskrise mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft immer wieder moniert, es fehle an Kooperationsbereitschaft.

Doch statt des gewünschten Signals setzte sich eine andere Lesart durch: Die Kirche könne von der Staatsanwaltschaft eine Art Sonderstatus erwarten. Das prominente Missbrauchsopfer Juan Carlos Cruz warf den Ermittlern vor, „die Hoffnung der Opfer zu verraten“. Er werde nicht Ruhe geben, bis Generalstaatsanwalt Jorge Abbott zurücktrete und jemand komme, der sich um die Opfer sorge und sie nicht verkaufe, so Cruz weiter.

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